Sternensturz
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Review: Perry Rhodan 3150 – Sternensturz

Lesezeit circa: 3 Minuten

Ein Quintarch in der RAS TSCHUBAI – die Jagd beginnt.

SternensturzTitel: Sternensturz
Autor: Christian Montillon
Zeichner:  Arndt Drechsler-Zakrzewski
Erschienen: Freitag, 31. Dezember 2021

Worum geht es in diesem Roman?

Der Quintarch „Farbaud, der im Glanz“ besucht die RAS TSCHUBAI und sieht sich dabei Kandidaten unter der Besatzung für den Chaoporter FENERIK an. Der Chaoporter stürzt unterdessen auf die Milchstraße zu und die RAS TSCHUBAI folgt ihm, lässt aber zwei Schlachtkreuzer der OXTRONE-Klasse in Cassiopeia zurück.

Der Leseeindruck

In einem Perry Rhodan Zyklus gibt es besondere Hefte, die alleine schon durch ihre Nummer eine besondere Bedeutung haben. Als Erstes natürlich die Doppelnullen, die ganz klassisch einen 100. Zyklus einleiten und dann natürlich die 99., die diesen Zyklus dann abschließen. Wobei zur Zyklushalbzeit meistens noch eine besondere Wendung im Zyklus auftritt. PR3149 hat dabei definitiv nicht enttäuscht und schließt mit einem tollen Twist in Bezug auf den Chaoporter und verspricht eine Menge Action für die zweite Hälfte des Zyklus.

Das Problem mit Versprechungen ist, man sollte sie einhalten, sonst ist Enttäuschung vorprogrammiert. Wobei auch hier die Wahrheit, was denn nun das Versprechen ist, im Auge des Betrachters bzw. beim Leser liegt. Was viele mögen, enttäuscht womöglich andere.

Ich muss sagen, ich war etwas erstaunt über die unglaublich entspannte Art des Quintarchen, nachdem über fast fünfzig Hefte Spannung aufgebaut wurde und jedes neu auftauchende Hilfsvolk des Chaoporters mehr und mehr Schrecken verbreitet hat. Ja, der Quintarch ist so mächtig, das er sich definitiv vor niemandem auf der RAS TSCHUBAI fürchten muss, aber ich hätte jetzt erwartet, jemanden zu treffen, vor dem sich selbst die Arynnen und Auths fürchten müssen.

Nun, so ganz kaufe ich die tiefenentspannte Haltung des Romans nicht. Man plaudert, trinkt zusammen Tee, beschnuppert sich und führt ein, zwei Bewerbungsgespräche. Das passt meiner Meinung nach nicht zur knisternden Spannung, die der vorherige Roman für die zweite Zyklushälfte verspricht.

Die Punktevergabe

Immersion (max. 4 Punkte für einen Roman, der einen die Zeit vergessen lässt): Trotz meiner oben aufgeführten Kritikpunkte ließ sich der Roman zügig lesen. Ein paar überraschende Wendungen kommen im Roman vor und stellen die Weichen für einige wichtige Charaktere. Ich vergebe hier 2,5 Punkte.

Der Sense-of-Wonder Anteil (max. 2 Punkte): Mit hohen Mächten kriegt man mich normalerweise, aber so ganz ist der Funken trotz oberster Führungsebene des Chaoporters nicht übergesprungen, hier gibt es nur 1,5 Punkte.

Die Zyklushandlung (max. 2 Punkte) bzw. der übergeordnete Spannungsbogen: Dieser Roman lässt wieder deutlich die Luft aus dem Zyklus ab. Der übergeordnete Spannungsbogen ist zwar im Hintergrund noch da, bekommt aber ein, zwei Risse. Ich vergebe hier 1 Punkt.

Die Leistung des Autors, d.h. Sprache und Ausdruck (max. 2 Punkte): Mir war dieser Roman eindeutig zu konfliktscheu. So ganz passt für mich einige Anschluss- und Grundkonstrukte nicht zusammen. Und bei einigen Konstrukten stellen sich mir eher Fragen nach der Sinnhaltigkeit, als dass es zum Lesevergnügen wird. Ich vergebe 1 Punkt.

Das macht in Summe 6 Punkte.

Rückblickend habe ich den vorherigen Roman vielleicht etwas zu streng gewertet.

Wer neugierig geworden oder vollkommen anderer Meinung ist, dem sei natürlich neben der Lektüre des Romans selbst noch die YouTube-Version der Rezension empfohlen.

Markus Gersting

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