Das schwarze Verwehen
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Review: Perry Rhodan 3176 – Das schwarze Verwehen

Lesezeit circa: 3 Minuten

Terraner im Chaoporter – sie stellen sich dem Rostland

Das schwarze VerwehenTitel: Das schwarze Verwehen
Autor: Michelle Stern
Zeichner:  Dirk Schulz
Erschienen: Freitag, 1. Juli 2022

Worum geht es in diesem Roman?

Farboud, der im Glanz, hat Alaska Saedelaere, Gry O’Shannon und Anzu Gotjian von der vermeidlich untergehenden RAS TSCHUBAI gerettet und entführt diese nun in den Chaoporter FENERIK. Sie landen dort in Yarray, der siechen Domäne, dort lauert das schwarze Verwehen, das für den siechen Zustand dieser Domäne verantwortlich ist.

Der Leseeindruck

Dieser Roman war genau das, was ich mir zum Thema Chaoporter eigentlich erhofft habe. Wir erleben eine andersartige, exotische, aber auch sehr menschliche Umgebung, die durch einen äußeren Einfluss so gestaltet wurde. Die Welt ist in sich stimmig, durchaus düster und gefährlich, vielleicht auch etwas deprimierend, aber entwickelt durchaus Charme, der sich auch vor einem Wüstenplaneten nicht verstecken muss.

Gry O’Shannon wird mir als Figur zusehends sympathischer, Alaska Saedelaere ist das natürlich schon seit Langem. Farboud ist ein durchaus würdiger Antagonist, der wie alle guten Antagonisten der Held seiner eigenen Geschichte ist. Anzu Gotjian wird zügig aus dem Spiel genommen, sie wird wohl später ihre eigene Geschichte bekommen. Die Reduzierung der Figuren hat der Geschichte aber eindeutig gutgetan, zumal es noch für ein gewisses Spannungsfeld am Anfang sorgt.

Den Roman selbst könnte man als Roadmovie sehen, der für sich alleine gesehen schon überzeugt.

Aber auch die Anknüpfungspunkte zum Vorgängerroman hat Michelle Stern  angenehmerweise nicht unter den Tisch fallen lassen, und so war ich direkt wieder in der Geschichte und blieb das bis zum Ende. Mein einziger Kritikpunkt ist vielleicht der weite Abstand zum direkten Vorgänger PR3163 Freundliches Feuer von Robert Corvus. Dafür hätten aber die anderen Handlungsebenen des Zyklus mehr zusammengehalten und etwas anders angeordnet werden müssen. So hätte sich meiner Meinung nach der Schwung der Handlungsstränge besser nutzen lassen, aber das ist in diesem Fall Jammern auf hohem Niveau: Hier funktioniert der Übergang hervorragend.

Dieser Roman ist ein Perry Rhodan-Roman, wie ich mir ihn wünsche. Zuallererst gut geschrieben und spannend. Ich werde nahtlos abgeholt, bin sofort in der Geschichte und bleibe bis zur tollen Wendung am Ende auch in der Geschichte. So macht die Serie Spaß und ich bin voller Vorfreude auf den nächsten Roman!

Die Punktevergabe

Immersion (max. 4 Punkte für einen Roman, der einen die Zeit vergessen lässt): Bis auf eine kleine und vielleicht etwas pingelige Stolperstelle an Anfang hat mich dieser Roman sehr nahe am Hyperraum gehalten und hat mindestens 3,5 Punkte verdient.

Der Sense-of-Wonder Anteil (max. 2 Punkte): Hier habe ich alles an Sense-of-Wonder bekommen, den ich mir gewünscht habe, und vergebe hier volle 2 Punkte.

Die Zyklushandlung (max. 2 Punkte), bzw. der übergeordnete Spannungsbogen: Der Übergang zum vorherigen Roman dieses Handlungsstrangs hat für mich dieses Mal funktioniert, allerdings hätte eine direkte Anknüpfung für noch mehr Schwung gesorgt. Ich belasse es hier bei dem 1 Defaultpunkt und vergebe den Bonus lieber bei der Autorin, die ihn sich redlich verdient hat.

Die Leistung des Autors, d. h. Sprache und Ausdruck (max. 2 Punkte): Genau so sieht meiner Meinung nach ein gelungener Perry Rhodan-Roman aus. Michelle Stern hat dafür natürlich volle 2 Punkte verdient.

Wer neugierig geworden oder vollkommen anderer Meinung ist, dem sei natürlich neben der Lektüre des Romans selbst noch die YouTube-Version der Rezension empfohlen. Dort gehe ich auch auf nicht spoilerfreie Stellen ein, die ich hier nicht vorwegnehmen möchte.

Warpskala

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8 10 0 1
8/10
Total Score
Markus Gersting

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