Roter Stern über der Ruhrstadt
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Review: Perry Rhodan 3181 – Roter Stern über der Ruhrstadt

Lesezeit circa: 3 Minuten

Ein Gast aus der Vergangenheit – und eine Entscheidung über die Zukunft

Roter Stern über der RuhrstadtTitel: Roter Stern über der Ruhrstadt
Autor: Wim Vandemaan
Zeichner:  Dirk Schulz
Erschienen: Freitag, 5. August 2022

Worum geht es in diesem Roman?

Der rote Stern, beziehungsweise die Chaosbarke FENERIKS nähert sich der Erde. Perry Rhodan startet ein Kommandounternehmen, um an Bord der Chaosbarke zu gelangen. Dabei trifft der schließlich auf Mieke Meideina, die eine weite kosmische Reise mit einem Zweitkonditionierten und seinem Dolan bis zu FENERIK unternommen hat.

Der Leseeindruck

Mich überkam am Anfang leichte bis mittelschwere Verwirrung. Wo, wann und wer ich genau war, erschloss sich mir nicht auf Anhieb. Zum Ende hin klärt sich das aber auf und der Roman hat noch eine größere Überraschung für uns parat.

Um das etwas aufzudröseln: Mit Mieke Meideina reisen wir zurück zu Band 399 und zum Angriff der Zweitkonditionierten mit ihren Dolans auf die Erde. Zwar helfen die Haluter der Menschheit und verhindern die vollkommene Vernichtung der Erde, aber denn zieren die Narben dieser Schlacht die Erde bis zum aktuellen Handlungszeitraum der Serie. Wir erleben die Schrecken dieser Schlacht und auch einen Moment der Menschlichkeit eines Zweitkonditionierten, der weiß, dass sein Dolan schwer beschädigt ist und er bald sterben wird. Mieke tritt eine Reise mit dem Dolan an. Dieser hat einige seiner Exekutoren verloren und der Dimesexta-Antrieb katapultiert das organische Raumschiff in weite Ferne. Wo schließlich eine lange Odyssee im Dilatationsflug beginnt und man schließlich auf FENERIK und eine Ash’sharal trifft, die Mieke weiter verwandelt. Hier ist für Sense-of-Wonder schon mal gesorgt.

Handfester ist der Handlungsstrang um Perry, der mit Hilfe der Mutanten den ersten Kastellan Alschoran entführt und schließlich mit Hilfe von Iwan/Iwana Mulholland per Schmerzensteleportation auf die Chaosbarke springt und dort auf Mieke trifft.

Als dritten Handlungsstrang kann man die Ankunft eines Abgesandten der Yodoren sehen, der einen besonderen Berater mit an Bord hat. Wer das ist, verrate ich an dieser Stelle nicht, das würde zu viel über das Ende verraten.

In Summe ein etwas verwirrender Anfang, der Roman selbst klärt sich aber auf und hat mir eine Menge Spaß beim Lesen bereitet. Das Ende hat was!

Die Punktevergabe

Immersion (max. 4 Punkte für einen Roman, der einen die Zeit vergessen lässt): Der Roman springt stark in Raum und Zeit, was mich etwas aus der Handlung geworfen hat, und so kann ich trotz des tollen Endes leider nur 2,5 Punkte vergeben.

Der Sense-of-Wonder Anteil (max. 2 Punkte): Wir bekommen einiges geboten! So ganz in die Tiefe kann es aufgrund der drei Handlungsstränge nicht gehen, aber ich vergebe gute 1,75 Punkte.

Die Zyklushandlung (max. 2 Punkte), bzw. der übergeordnete Spannungsbogen: Wim Vandemaan holt weit aus und macht zum Schluss Nägel mit Köpfen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht! Auch hier 1,75 Punkte.

Die Leistung des Autors, d. h. Sprache und Ausdruck (max. 2 Punkte): Es war wieder ein wortgewaltiger Roman, in den man aber dieses Mal nicht so ohne weiteres, beziehungswiese leicht hineinfindet. Trotzdem erlebt man die Weiten des Kosmos, und der Schluss überzeugt. Hier vergebe ich volle 2 Punkte.

Das ergibt in Summe 8 von 10 Punkte.

Wer neugierig geworden oder vollkommen anderer Meinung ist, dem sei natürlich neben der Lektüre des Romans selbst noch die YouTube-Version der Rezension empfohlen. Dort gehe ich auch auf nicht spoilerfreie Stellen ein, die ich hier nicht vorwegnehmen möchte.

Markus Gersting

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