Haus der Chimären
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Review: Perry Rhodan 3194 – Haus der Chimären

Lesezeit circa: 3 Minuten

Im kosmischen Niemandsland – Perry Rhodan plant den Angriff auf den Chaoporter

Haus der ChimärenTitel: Haus der Chimären
Autor: Susan Schwartz
Zeichner: Dirk Schulz
Erschienen: Freitag, 4. November 2022

Worum geht es in diesem Roman?

Die Kosmokratin Mu Sarai schickt Perry, Atlan und Alscharan zum Haus der Chimären, um dort Hilfe gegen den auf die Yodor-Sphäre zustürzenden Chaoporter FENERIK zu bekommen. Später stößt noch Alaska Saedelaere hinzu. Im Haus der Chimären wird es dann skurril.

Der Leseeindruck

Was möglicherweise als weiterer Höhepunkt an Sense-of-Wonder angelegt war, entpuppt sich eher als der Besuch einer Geisterbahn mit einer laut lärmenden Gruppe Unsterblicher. Es passiert noch einiges drumherum, es kommen weitere Gäste, es gib eine Feier, einige Zusatzinformationen und Pläne für Perrys leicht größenwahnsinnig wirkende Enterung FENERIKs. So wirklich Atmosphäre kommt meiner Meinung nach so nicht auf, bis die Rasselbande – mit Ausnahme Alsaka Saedelaeres – vom Haus der Chimären selbst vor die Tür gesetzt wird. Dann allerdings funktioniert die Geschichte für mich.

Was das Ganze jetzt wirklich sollte und wie uns das im Zyklus selbst weiterbringt, erschließt sich mir nur indirekt über die Infodumpstellen, an denen Perry Rhodan seine Pläne wie der sprichwörtliche James-Bond-Bösewicht vor uns ausbreitet.

Leider wirkt auch dieser Roman, wie schon der Vorgängerroman, verunfallt. Eher mit der Tür ins Haus gefallen, denn sich natürlich aus dem vorher Passierten ergebend.

Alaska Saedelaeres Soloabenteuer zum Schluss besänftigt mich zwar etwas, wirkliche Begeisterung sieht aber anders aus. Zusammen mit dem Vorgängerroman ist das meiner Meinung nach der erste wirkliche Durchhänger im Zyklus und das an der Stelle, an der eigentlich der Zyklus seinen Höhepunkt erreichen sollte!

Die Punktevergabe

Immersion (max. 4 Punkte für einen Roman, der einen die Zeit vergessen lässt): Der Roman war über weite Strecken eher zäh. Alaska Saedelaeres Soloabenteuer rettet den Roman aber hier noch auf 2 Punkte.

Der Sense-of-Wonder-Anteil (max. 2 Punkte): Mit der richtigen Besetzung entwickelt sich doch noch Atmosphäre und Flair. Ich vergebe hier 1,25 Punkte.

Die Zyklushandlung (max. 2 Punkte) bzw. der übergeordnete Spannungsbogen: Nach der extrem guten Vorbereitung ist es den Expokraten gelungen, den Zyklushöhepunkt an dieser Stelle elegant in den Sand zu setzen. An dieser Stelle gibt es von mir mit vollster Absicht 0 Punkte.

Die Leistung des Autors, d. h. Sprache und Ausdruck (max. 2 Punkte): Susan Schwartz war mit einem nicht funktionierenden Setting geschlagen und konnte sich lange Zeit nicht aus ihm lösen. Erst der Cut bei Alaska Saedelaere hat dann funktioniert und ich vergebe hier 1,25 Punkte.

Das ergibt in Summe 4,5 von 10 Punkten.

Wer neugierig geworden oder vollkommen anderer Meinung ist, dem sei natürlich neben der Lektüre des Romans selbst noch die YouTube-Version der Rezension empfohlen. Oder für Leute mit viel Zeit die aktuelle Teelänge zum Thema.

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Markus Gersting

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