Lesezeit circa: 3 Minuten

In FENERIKS Zentrum – Rhodan und Atlan erreichen ein einzigartiges Ziel

Die Gezeiten der AudhTitel: Die Gezeiten der Audh
Autor: Michelle Stern
Zeichner: Swen Papenbrock
Erschienen: Freitag, 25. November 2022

Worum geht es in diesem Roman?

Perry und Altan dringen getrennt voneinander mit ihren Teams in FENERIK ein. Atlan an Boad der PAALVAGUR – Farbaud hat immer noch unglaublich schlechte Laune. Perry nutzt die Abkürzung über den primordialen Tunnel. Am Ende beider Wege steht das große Geheimnis der Audh.

Der Leseeindruck

Auch aus diesem Roman hätte man zwei hervorragende Einzelromane machen können. Was aber nicht heißt, dass dieser Roman schlecht war, ganz im Gegenteil.

Der Atlan-Anteil hat mir dieses Mal ausgesprochen gut gefallen. Es ist ein ganz klassisches SF-Abenteuer, mit Raumschiffen, Versteckspiel und tollen Kommandoeinsätzen nach bester Perry-Rhodan-Tradition. Wobei Atlan dieses Mal eigentlich Perrys Rolle übernimmt, schließlich ist es ja beste terranische Tradition, sich fremde Raumschiffe auszuborgen.

Wirklich gut hat mir auch der unglaublich schlecht gelaunte Farbaud gefallen, dem dann doch irgendwann bei den zickigen Chaosinstallationen der Kragen platzt. Das war klasse!

Der Perry-Handlungsstrang ist dagegen mehr auf der Sense-of-Wonder-Schiene. Aus dem Spukhaus heraus schwingt er den erbeuteten chaotarchischen Zauberstab und begibt sich in den Geheimgang des Chaoporters FENERIK, dem primordialen Korridor. Dort trifft er den Wächter, für den er erst eine Aufgabe erledigen muss, damit dieser im hilft. Die Gesichte drückt etwas auf die Tränendrüse, was aber durchaus auch seine Fans und damit seine Berechtigung haben dürfte.

Am Ende beider Geschichten steht das große Geheimnis des Chaoporters FENERIK, beide Gruppen stehen an den Gezeiten der Audh, und dort leitet ein durchaus gelungener Cliffhanger zum Roman der nächsten Woche über.

Ich bin definitiv gespannt, wie es weitergeht, und freue mich auf den Abschluss des Chaotarchen-Zyklus!

Die Punktevergabe

Immersion (max. 4 Punkte für einen Roman, der einen die Zeit vergessen lässt): Der Atlan-Handlungsstrang hat mir hervorragend gefallen, der Perry-Anteil war nicht ganz mein Beuteschema, aber vollkommen in Ordnung. Da der Wechsel zwischen den Handlungsträngen auf Kosten des Abtauchens in die Handlung geht, vergebe ich hier nur 3 Punkte.

Der Sense-of-Wonder-Anteil (max. 2 Punkte): In Puncto Phantastik gibt es bei diesem Roman nichts, was ich vermissen würde, und vergebe voll verdiente 2 Punkte.

Die Zyklushandlung (max. 2 Punkte) bzw. der übergeordnete Spannungsbogen: Wir sind hier eindeutig auf der Zielgerade und ich denke, das funktioniert so, wie es gedacht ist. Leider ist es wieder zum Schluss etwas gepresst, aber meiner Meinung nach sind die Expokraten auf dem richtigen Weg. Ich vergebe hier 1,5 Punkte.

Die Leistung des Autors, d. h. Sprache und Ausdruck (max. 2 Punkte): Der Roman glänzt mit vielen tollen Stellen! Michelle Stern zeigt, dass sie sowohl Hard- als auch Soft-SF beherrscht. Die Zweigleisigkeit war wohl so vorgegeben. Zwischen dem hervorragenden Atlan-Anteil und dem Perry-Anteil, der vollkommen in Ordnung war, mittle ich hier zu 1,5 Punkte.

Das ergibt in Summe sehr ordentliche 8 von 10 Punkten.

Wer neugierig geworden oder vollkommen anderer Meinung ist, dem sei natürlich neben der Lektüre des Romans selbst noch die YouTube-Version der Rezension empfohlen. Oder für Leute mit viel Zeit die aktuelle Teelänge.

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Markus Gersting

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