Ein Traum endet – und ein neuer beginnt

Perry Rhodan 3240 Ewig lebe der GanjoTitel: Ewig lebe der Ganjo!
Autor: Robert Corvus
Zeichner: Dirk Schulz
Erschienen: Freitag, 22. September 2023

Worum geht es in diesem Roman?

Der Kampf um das Ganjat zwischen Viyesch und ihrem Herausforderer Smyronosch ist vollends entbrannt. Aber wo zwei sich streiten, da freut sich der Dritte. Das sind hier Alschoran und die Galaktiker. Das ES-Fragment lockt und es ist in Reichweite.

Der Leseeindruck

Nach dem Vorgängerroman hätte ich jetzt noch mit einer Extrarunde Panjasen gerechnet, aber manchmal geht es auch schneller, als man denkt.

Die Ereignisse im Reich der Panjasen spitzen sich zu, den aus dem Machtkampf zwischen der ewigen Ganja und ihrem Herausforderer Smyronosch kann maximal einer oder eine siegreich hervorgehen. Hier geht es um alles oder nichts und dementsprechend werden keine Gefangenen gemacht. Kenner der Serie werden es erahnen: Natürlich kommt es zum direkten Showdown beider Kontrahenten* – und das endet natürlich mit dem standesgemäßen Flexoret-Duell.

Soweit, so gut, ein würdiges Ende des Panjasen-Handlungsstrangs, aber es kommt noch mehr. Schließlich geht’s es hier noch um das Fragment der Superintelligenz ES, für dessen Bergung die Galaktiker im Auftrag der Kosmokratin Mu Sargai eine sehr weite Reise unternommen haben.

Die Gelegenheit ist günstig und wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Allerdings hat ES ausdrücklich das Überleben der Panjasen gefordert. Das kollidiert natürlich etwas, denn ohne das ES-Fragment gibt es keine Panjasen. Die Lösung, die Robert Corvus hier für dieses Dilemma gefunden hat, hat durchaus seinen Charme.

Charme hatte auch Robert Corvus’ Einschub einer Passage, in der die große Viyesch sowohl ihre Wohltätigkeit, als auch ihre unverkennbar düstere Seite zum Vorschein bringt. Diese differenzierte Tiefe hat den Panjasen leider über weite Teile der Handlung, bis aus einige lobenswerte Ausnahmen, gefehlt.

Nun denn, die Würfel sind gefallen und auf zur nächsten Baustelle! Ich bin definitiv neugierig, wie es mit den Fragmenten ES weitergeht.

Die Punktevergabe

Immersion (max. 4 Punkte für einen Roman, der einen die Zeit vergessen lässt): Die äußeren Umstände waren etwas hinderlich, aber der Roman hatte was und Robert Corvus macht den Sack zu, ohne Fragen offenzulassen. Ich vergebe 3,25 Punkte.

Der Sense-of-Wonder Anteil (max. 2 Punkte): Schön, dass das Volk der Panjasen doch noch die Tiefe bekommen, die es eigentlich verdient hat. Ich vergebe hier 1,75 Punkte.

Der Handlungs-Spannungsbogen (max. 2 Punkte): Dieser Roman ist ein würdiger Abschluss des Panjasen-Handlungsstrangs, und zum guten Schluss kommen die Dinge doch noch ins Rollen. Ich vergebe hier die maximal möglichen vollen 2 Punkte.

Die Leistung des Autors, d. h. Sprache und Ausdruck (max. 2 Punkte): Auch wenn Robert Corvus etwas schneller durch die Handlung musste und es dadurch an einer Stelle etwas holperte, hat mir der Roman ausgesprochen gut gefallen, und ich vergebe hier 1,75 Punkte.

Das ergibt in Summe sehr ordentliche 8,75 von 10 Punkten.

 

Wer neugierig geworden oder vollkommen anderer Meinung ist, dem sei natürlich neben der Lektüre des Romans selbst noch die YouTube-Version der Rezension empfohlen. Oder für Leute mit viel Zeit die anschließende Teelänge.

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Markus Gersting

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