Robert Corvus las als Vierzehnjähriger seinen ersten Perry Rhodan Roman. Heute schreibt er für die Serie Perry Rhodan NEO.

Robert Coruvs
Public Domain

Ein Pseudonym

Robert Corvus ist auch bekannt als Bernard Craw. Eigentlich heißt er jedoch Bernd-Otto Robker. Geboren wurde er am 20. August 1972 in Bramsche, einem kleinen Ort nahe Osnabrück. Aufgewachsen ist er in Epe, einem kleinen Dorf, welches zu Bramsche gehört.

Nach seinem Abitur (Leistungsfächer: Deutsch und Geschichte) ging er zunächst zur Bundeswehr, um seinen Wehrdienst abzuleisten. Anschließend zog er nach Münster, wo er Wirtschaftsinformatik studierte. Fünf Jahre später hatte er sein Diplom in der Tasche. Seine nächste Station war Sindelfingen in Schwaben. In einem internationalen Konzern war er als strategischer Unternehmensberater tätig, später wurde er Projektleiter im Bereich Strategic Outsourcing.

Im Jahr 2000 zog Robert Corvus der Liebe wegen nach Köln. Zwar war er wenige Tage nach dem Umzug wieder Single, aber in „Kölle am Rhing“ blieb er dennoch.

2004 begab er sich auf eine abenteuerliche Reise. Er legte ein Sabbatical ein, packte einige Dinge zusammen und fuhr los. „Ich möchte das kennenlernen, was ich noch nicht kenne“, waren seine Worte. Neugier, Wissendurst und Abenteuerlust führten ihn rund um den Globus unter anderem nach Guatemala, Indien, Myanmar, Ägypten und Thailand. Er schlug sich durch Dschungel, lernte in Honduras tauchen, durchquerte die USA mit einem Mietwagen, besichtigte die alten Stätten der Maya und bestaunte die Hieroglyphen in Luxor. Ihn faszinierten Kulturen und ihre Gesellschaft, und er versuchte, sich hinein zu fühlen und sie zu verstehen. Seine Erinnerungen an seine Reise hat er in seinem Buch Bei Regen und Sonnenschein aufgeschrieben.

Bücher

Corvus liebt es zu lesen. Vor allem Fantasy hat es ihm angetan. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er zunächst im Fantasy-Bereich geschrieben hat. 2005 erschien unter dem Pseudonym Bernard Craw sein erster Roman, ein Vampirthriller mit dem Namen Sangius B. – Vampire erobern Köln. Hier treiben Vampire ihr Unwesen in Köln, wobei der Vampirismus als sich explosionsartig ausbreitende Seuche beschrieben wird. Später verfasste er einige Romane in der Reihe Das Schwarze Auge (Fantasy-Rollenspiel, zu dem es auch viele Romane gibt), sowie Battle-Tech. Beide Serien kannte er bereits vor seinen schriftstellerischen Beiträgen. Das Schwarze Auge hatte er so intensiv gezockt, dass seine Mutter schließlich Sorge trug, dass ihr Sohn nie zu den „Normalen“ gehören würde (Anm. d. Autorin: Versteh’ ich nicht, ich habe früher selbst DSA bis zum Umfallen gespielt und bin trotzdem ein total normaler Mensch gew… ähm… lassen wir das).

Als Jugendlicher verlor sich Robert Corvus so sehr in den Fantasy-Welten der Rollenspiele, dass er und seine Freunde sich fast täglich als Zwerge, Orks und Magier in den unterschiedlichsten Reichen herumschlugen. Als er sechzehn war, gehörte er einem großen Fantasy-Verein an. Da der Schwerpunkt auf Literatur lag, veröffentlichte er in den Fanzines des Vereins seine ersten Geschichten.

Das Lesen sei sein Lieblingshobby, erzählte Robert Corvus 2013 in einem Interview mit Klaus N. Frick. Man trifft ihn tatsächlich selten ohne Buch an. Seine Bücherregale sind reichlich querbeet bestückt. Sogar Rosamunde Pilcher Romane sollen sich darunter befinden, ebenso J. K. Rowling und Karl May. Der Hauptteil jedoch besteht aus fantastischem Stoff, beispielsweise Werke „großer Meister“ (O-Ton Corvus) wie Frank Herbert (Der Wüstenplanet), David Brin (Uplift), daneben Crichton, Eschbach und Schätzing und mehr.

Perry Rhodan

Die Abenteuer rund um Perry Rhodan verfolgt Robert Corvus seit seiner Jugend. Hunderte Hefte, einige Planetenromane und Silberbände hat er im Laufe der Zeit verschlungen. Damals hat er sich sicherlich nicht träumen lassen, jemals für Perry Rhodan zu schreiben. Umso stolzer ist er heute, dabei zu sein. Perry Rhodan NEO ist für ihn ein Beweis, dass das Perryversum in seiner Entwicklung nicht stecken geblieben ist und altbewährtes immer und immer wieder abspult. Robker spricht von „frischen Impulsen“, die gesetzt werden, sodass sich Perry Rhodan immer wieder neu erfinden kann. Er sei gerne dabei, sagt er.

Für Perry Rhodan NEO las er zu Beginn erst einmal 30 Hefte, um einen Einblick zu erhalten. Anschließend feilte er an seinem Seriendebüt: Heft 58 – Das Gift des Rings war sein Einstiegsroman. Seitdem hat er viele Beiträge verfasst. Auch für die klassische Perry Rhodan Heftserie, die Miniserie Stardust, sowie den Perry Rhodan Report hat er geschrieben.

Für seine Arbeit wurde Robert Corvus im PR-Heft 3006 – Halbraum-Havarie von Uwe Anton geehrt. Er erscheint kurz als der Ara Roba-Kerum, der die Mausbiber nachzüchten will.

Das Leben

Neben der Schriftstellerei, welche er seit 2013 hauptberuflich ausübt, hat Robert Corvus Zeit für seine Hobbys und Interessen. Er liebt das Tanzen, wobei er zugibt, sich als Jugendlicher zunächst sehr gesträubt zu haben. Später jedoch wurden Standard und Latein zu seiner Leidenschaft, der er auch heute noch gerne nachgeht. Er soll auch in Tango-Salons gesichtet worden sein. Musikalisch jedoch zieht er die härtere Gangart vor und legt gerne „Musik für Leute mit langen Haaren ein“, sodass oftmals düstere Gitarrenriffs durch sein Zuhause wummern.
Neben dem Lesen von Büchern schaut Corvus sich auch sehr gerne Filme und Serien an, oft im englischsprachigen Original. Zu seinen Lieblingsserien gehören Babylon 5 und Star Trek sowie Games of Thrones. Spielfilme allerdings gehören nach seiner Meinung als Kinofan auf die große Leinwand.

Das Wichtigste für einen Autor sei die Fantasie, so Robert Corvus. Und die hat er eindeutig.


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