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In Supernova Teil 1 geht es zur Sache.

Ein hohes Tempo

Die Protostar sieht sich von der Flotte von Admiral Janeway (Kate Mulgrew) umzingelt. Letztere kann ihnen auch auf Grund von Dals (Brett Gray) Verhalten, als er in ihrem Körper war, gerade nicht helfen, so dass die junge Crew des Raumschiffes auf sich gestellt ist. Und jegliche Hoffnung, die Lage doch noch irgendwie friedlich beizulegen, wird in dem Moment obsolet, als die als Sternenflottenensign undercover agierende Asencia (Jameela Jamil) ihre Tarnung aufgibt und sich mit dem Diviner (John Noble) und ihrem Drednok (Jimmi Simpson) auf die Protostar rüberbeamt.

Verzweifelt versuchen die Besatzungsmitglieder des Raumschiffes, die Eindringlinge aufzuhalten, scheitern jedoch. Selbst Gwyn kann nicht verhindern, dass Asencia das lebende Konstrukt aktiviert. Womit flottenweit der Universalübersetzer ausfällt und die Schiffe anfangen, aufeinander zu schießen. Die Lage erscheint hoffnungslos.

Mit Supernova Teil 1 fängt das Staffelfinale von Star Trek – Prodigy an. Und von Beginn an reiht sich Ereignis an Ereignis, ist das Handlungstempo hoch und das, was auf dem Spiel steht, enorm. Dennoch schafft es diese Folge, dass man sich von dem, was geschieht, nicht überfordert fühlt, sondern eher sogar das Interesse geweckt wird.

Hoffnungsschimmer und Pechmomente

Dabei ist diese Episode ein wahres Wechselbad der Gefühle. Immer dann, wenn man meint, dass es einen Hoffnungsschimmer gibt, kommt etwas, was diese positiven Momente erstmal wieder zunichtemacht. Man meint, dass es der Protostar gelingt, der Übermacht der Sternenflotte zu entfliehen, nur um dann zu sehen, wie das Schiff doch noch bewegungsunfähig gemacht wird. Man feiert es, als Murf dem Drednok von Asencia scheinbar eine lange Nase dreht und kurz davor steht, diesen handlungsunfähig zu machen. Nur um dann mitzuerleben, wie der ihn förmlich an der Wand festfriert.

Es wechseln sich wirklich Hochgefühl mit Niedergeschlagenheit ab. Gekonnt spielen die Macher der Serie in Supernova Teil 1 mit den Gefühlen der Zuschauer, und vergessen trotz der ablaufenden Ereignisse nicht, immer mal wieder kurz innezuhalten, um ruhige Momente zu bieten, die dann erneut positive Emotionen hervorrufen. Sei es, weil hier auf die „Trek“-Vergangenheit zurückgegriffen wird oder aber, als Dal Gwyn küsst, weil er eine Situation missversteht.

Dal ist dabei eines der Highlights dieser Folge. Als er erfährt, dass er auf Grund seiner genetisch modifizierten Herkunft nicht auf die Sternenflotte kann, ist er zunächst niedergeschlagen. Nur um sich anschließend wieder aufzurappeln und zu beschließen, dass dann wenigstens seine Freunde auf die Sternenflottenakademie können. Eine Entwicklung, die zeigt, wie sehr der Charakter, der ja zu Beginn der Staffel noch sehr egoistisch wirkte, diese negative Charaktereigenschaft abgelegt hat.

Entwicklungen

Doch auch die anderen kommen zur Geltung. So zum Beispiel Gwyn, deren Talent für Sprachen im Verlauf von Supernova Teil 1 noch sehr wichtig wird. Hier zeigt sich, wie sehr sie ebenso im Laufe der aktuellen Season gewachsen ist, wie sehr sie sich geändert und gelernt hat, ihr eigenes Ego zu Gunsten anderer zurückzustellen.

Im Vergleich dazu sieht man dann Asencia. Sie ist eine Fanatikerin, die glaubt, dass die Zerstörung der Föderation und damit auch der Sternenflotten den Untergang ihres Volkes verhindert. Und vor allem im Vergleich zum Diviner erkennt man, dass sie sogar mehr als bereit ist, Angehörige ihres eigenen Volkes zu opfern.

Dabei zeigt sich, welche Entwicklung der Diviner durchgemacht hat. Er war ja zu Beginn der Serie noch der große Antagonist. Doch nach den Ereignissen von Rückkehr nach Tars Lamora Teil 2 hat sich seine Darstellung, sein Charakter langsam und fast unmerklich verändert. Es ist vor allem die Liebe zu seiner Tochter Gwyn, die dafür verantwortlich ist. Und für die er in Supernova Teil 1 alles opfert. Und zwar wirklich alles, was einen am Ende schier sprachlos zurücklässt.

Wie soll das alles enden?

Doch auch Janeway erhält fantastische Momente. Sei es, als sich ihre Taten aus der Vergangenheit als für die Gegenwart segensreich erweisen. Oder als sie alles daran setzt, die Leben ihres gefährdeten Schiffes zu retten. Einmal mehr zeigt sich, wie großartig Admiral Janeway ist.

Und großartig ist auch diese Episode geworden. Sie macht Spaß und sorgt für großes Interesse daran, wie alles abgeschlossen und zu einem hoffentlich guten Ende gebracht wird.

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Warpskala

Warpskala
10 10 0 1
10/10
Total Score

Positiv

  • Charakterentwicklungen
  • Hohes Handlungstempo
  • Entwicklung des Diviner
Götz Piesbergen

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