Spotlight: Robert Picardo

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Als Holodoc konnte Robert Picardo in »Star Trek – Voyager« beweisen, dass nervige Ärzte nicht unbedingt aus Fleisch und Blut bestehen müssen.

Robert Picardo
Gremlins 2

Abonniert auf Comedy- und Horrorfilme

Der Schauspieler wurde am 27. Oktober 1953 in Philadelphia, Pennsylvania, geboren. Er selbst hat durch die Familien seiner Eltern italienische Wurzeln. Bis 1971 ging er auf die William Penn Charter School und schrieb sich danach an der Yale University ein. Ursprünglich wollte er Medizin studieren, entschloss sich dann jedoch stattdessen auf Schauspielerei umzuschwenken. Und so machte er seinen Abschluss mit einem Bachelor in Drama.

Seine Schauspielkarriere fing offiziell im Jahr 1975 an. Wobei er allerdings zu Beginn, ehe er mit seiner Arbeit genügend Geld verdiente, nebenbei noch als Kellner arbeitete. Das geschah ein Jahr später, als er mit den Stücken »Sexual Perversity in Chicago« und »The Primary English Class« seinen Durchbruch am Theater feiern konnte. 1977 hatte er dann auch sein Debüt am Broadway.

Im selben Jahr tauchte er das erste Mal im Fernsehen auf. Für zwei Episoden war er in »Einsatz in Manhattan« zu sehen, als die Figur Thomas Rindone. Seine Filmkarriere startete ab dem Jahr 1980, als er in dem Fernsehfilm »The Dream Merchants« auftrat. In den darauffolgenden Jahren trat er vor allem in Comedy- und Horrorfilmen auf. Er hatte Auftritte in Filmen wie »The Howling«, »Get Crazy« oder »Back to School«. Für seinen Auftritt in »Gremlins 2« als Forster wurde er für den Saturn Award for Best Supporting Character nominiert.

Robert Picardo
Star Trek: Voyager

Ein künstlicher Doktor

Im Fernsehen war Robert Picardo vor allem ein Gastschauspieler, der in vielen TV-Serien vor allem für ein oder zwei Folgen auftrat. Gleichwohl hatte er in den 80er-Jahren Serien, in denen er öfter zu sehen war. Von 1982 bis 1984 war er achtmal als Officer Maxwell in der Sitcom »Alice«. In 15 Folgen trat er von 1988 bis 1991 als Coach Cutlip in der Comedy-Reihe »The Wonder Years« auf. Noch öfter war Robert im selben Zeitraum in der Dramaserie »China Beach« zu sehen, wo er in 54 aller 61 produzierten Episoden den Charakter Dr. Rick Richard schauspielerte.

In den 90ern verlief seine Karriere zunächst eher schleppend. Er trat in ein paar Filmen wie »Matinee« oder »VR.5« auf. Im Fernsehen selbst hatte er hier und da ein paar Gastauftritte, wie zum Beispiel in »Batman: The Animated Series«, wo er in der Episode »The Man Who Killed Batman« die Figur Eddie G. sprach.

Das alles änderte sich 1995, als Robert Picardo in der insgesamt vierten Real »Star Trek«-Serie gecastet wurde. In »Star Trek – Voyager« spielte er das Medizinische Notfallprogramm, auch Holodoc genannt. Da der ursprüngliche Doktor des Raumschiffes im Pilotfilm starb, war die Krankenstation unterbesetzt und er wurde aktiviert. Die Figur kam bei vielen Zuschauern gut an und er wurde erneut für den Saturn Award for Best Supporting Character nominiert. Er stellte den Holodoc ebenfalls in dem Kinofilm »Star Trek: First Contact« dar und spielte den Schöpfer des Holoprogramms, Dr. Lewis Zimmerman, in der »Star Trek – Deep Space Nine«-Episode »Dr. Bashirs Geheimnis«. Von insgesamt 171 Folgen trat er in 166 auf, wobei seine Rolle von allen Mitgliedern des Casts die größte Entwicklung durchmachte.

Robert Picardo
The Orville

Gastauftritte in verschiedenen Serien

Nach dem Ende von »Star Trek – Voyager« hatte er seine nächste größere Rolle im »Stargate«-Universum. Dort war er von 2004 bis 2007 zunächst sieben Mal als Richard Woolsey in »Stargate SG-1« zu sehen. Dem schlossen sich insgesamt 20 Auftritte in der selben Rolle in »Stargate: Atlantis« an.

Seitdem war er wieder vermehrt Gastschauspieler. So sprach er in der Zeichentrickserie »Bravest Warriors« die Charaktere Pudding Town und Eyeball. Sein interessantester Auftritt ist allerdings in »The Orville« geschehen, wo er in zwei Folgen als Ildis Kitan auftrat. Bei den Filmen war er unter anderem in »Ben 10: Race Against Time«, »Mega Shark versus Crocosaurus« oder »The Meddler« zu hören oder zu sehen. In der »Call of Duty: Black Ops«-Videospielreihe ist er in der einen oder anderen Art öfter vertreten und hat auch das Motion Capturing für einige Figuren übernommen.

Robert Picardo war von 1984 bis 2014 mit Linda Pawlik verheiratet. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder. Des Weiteren ist er ein ausgezeichneter Sänger, dessen Gesangskunst auch in »Star Trek – Voyager« eingebaut wurde. Er ist außerdem Mitglied der Organisation »The Planetary Society«, wo er Teil des Executive Boards ist.

Robert Picardo im Web

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Götz Piesbergen
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Götz Piesbergen

Götz ist Jahrgang 78 und unser Mann fürs literarische Star-Trek-Universum.

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