Ruf der Sterne ist eine Kurzgeschichtensammlung von 21 Storys.
Erschienen ist Ruf der Sterne erstmals Anfang der 1980er-Jahre im Schneider-Verlag. Laut Angabe richtet sich das Buch an Kids zwischen 10 und 14. Momentan ist es leider nur noch gebraucht zu bekommen, der Kauf lohnt allerdings!21 Shortstorys
Das klingt jetzt erst mal nach einer Menge Seiten zum Lesen. Mit knapp 380 Seiten und einem relativ großen Schriftbild sind die Geschichten allerdings recht kurz. Was in diesem Fall ein Gewinn ist. Denn durch die Beschränkung auf das Notwendigste sind die meisten Storys recht zeitlos geworden. Dazu kommt eine relativ einfache Sprache und zumeist kürzere Sätze.
Inhaltlich haben wir die klassischen phantastischen Geschichten. Ein wenig Sci-Fi, etwas Fantasy, ein wenig Gruselgeschichte. Dabei sind nicht alle Erzählungen gelungen. Die überwiegende Mehrzahl jedoch reißt von der ersten bis zur letzten Zeile mit. Auch für Leser im Erwachsenenalter finden sich in Ruf der Sterne ein paar Perlen.
Rezension von Ruf der Sterne
Herausragend ist zum Beispiel „Wer zuletzt lacht…“ von Alan A. Grant. An Bord eines Raumschiffs sind zwei Menschen – einer tötet den anderen und setzt damit eine Maschine der Rache in Gang. Die diversen Wendungen und das überraschende Ende heben diese Story aus dem Buch hervor.
Hier zeigt sich auch eine kleine Schwäche der Publikation, denn diese Story ist wie ein paar andere auch definitiv nicht für Kids mit 10 Jahren geeignet. Ich würde das Buch erst ab 12 Jahren als geeignet bezeichnen.
Hier zeigt sich auch eine kleine Schwäche der Publikation, denn diese Story ist wie ein paar andere auch definitiv nicht für Kids mit 10 Jahren geeignet. Ich würde das Buch erst ab 12 Jahren als geeignet bezeichnen.
Auch die Geschichte um Simon mit dem bösen Blick (Ein Psi-Mutant) ist heute noch super lesbar. Allerdings ist diese Schilderung eher etwas für ältere Jugendliche. Denn auch hier ist der Autor nicht sonderlich zimperlich und baut den Tod mit in seine Geschichte ein. Im Gegenzug dazu kann man deswegen als Erwachsener hier glücklich werden.
Ein kleines Manko dürfte auch sein, dass die Erzählungen zumeist aus dem Englischen übersetzt wurden. Dadurch sind ein paar Gedankenansätze nicht ganz so einfach für uns Europäer nachvollziehbar. Dazu das Alter der Storys und fertig ist eine geringe Hürde für Kids von heute.
Empfehlung
Und dennoch wiederhole ich die Empfehlung vom Anfang: Der Kauf lohnt! Wer seine Kinder langsam an phantastische Literatur heranführen möchte, ohne sie zu überfordern oder ihnen eine Stilrichtung aufzuzwingen, ist mit Ruf der Sterne sehr gut beraten.
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