Spotlight: Sonja Sohn

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Die am 9. Mai 1964 geborene Sonja Sohn ist eine in jederlei Hinsicht ungewöhnliche Frau.

Ein paar Lines droppen und schon ist man Schauspielerin

Die Schauspielerin hat afroasiatische Wurzeln. Ihr Vater, ein schwarzer US-Soldat, traf ihre koreanische Mutter, als er in Südkorea während des Koreakriegs stationiert war. Sie selbst wurde in Fort Benning, Georgia, geboren und ging auf die Warwick High School.

Ehe sie Darstellerin wurde, war Sonja Sohn eine Poetry-Slammerin. Als solche wurde sie von Marc Levin entdeckt. Jener ist Produzent und Regisseur von Independent-Filmen. Als solcher heuerte er sie 1998 für seinen neusten Film an, Slam, wo sie die weibliche Hauptrolle innehatte. Allerdings war sie nicht nur schauspielerisch in diesem Kinofilm aktiv, sondern schrieb auch die Lyrics für die vorgetragenen Gedichte und wirkte ebenfalls am Drehbuch mit. Der Lohn der Mühe war der Grand Jury Prize for Dramatic Film beim Sundance Film Festival.

In den darauffolgenden Jahren hatte sie eher kleinere Rollen in Kinofilmen wie Bringing out the Dead: Nacht der Erinnerung (1999), Shaft (2000) oder G (2002). In diesem Jahr wurde sie auch für eine Serie gecastet, die sie letzten Endes berühmt machte. Sie wurde für die Rolle von Detective Shakima „Kima“ Greggs gecastet und spielte die Figur für 56 der 60 Episoden. Interessanterweise wollte Sonja Sohn nach der ersten Staffel aussteigen, weil sie Probleme hatte, sich an ihren Text zu erinnern. Zu ihrem und zum Glück von anderen blieb sie. Für ihre darstellerische Leistung erhielt sie übrigens 2008 den Asia Excellence Award in der Kategorie Supporting Television Actress.

Sonja Sohn

Die Mutter, die aus der Zukunft kommt

In den darauffolgenden Jahren war sie überwiegend eine Gastschauspielerin. Sie hatte einige Auftritte in Fernsehserien wie Cold Case (2006 bis 2007), Good Wife (2010 bis 2013) oder Bar Karma (2011). Von 2011 bis 2012 war sie für die ersten beiden Seasons eine der Hauptfiguren von Body of Proof, wo sie an der Seite von Jeri Ryan auftrat. 2012 nahm sie ihre Rolle als Detective Shakima „Kima“ Greggs für The Wire: The Musical wieder auf.

Seit damals hatte sie erneut wiederkehrende Rollen in Fernsehserien wie The Originals, Luke Cage oder The Chi. 2017 produzierte und führte sie Regie in der Dokumentation Baltimore Rising, die sich mit den Ereignissen aus der gleichnamigen Stadt nach dem Tod Freddie Grays beschäftigte.

Zuletzt war die Schauspielerin in Star Trek: Discovery zu sehen. Sie spielte in der zweiten Staffel Dr. Gabrielle Burnham, die biologische Mutter der Hauptfigur Michael Burnham (Sonequa Martin-Green). Sie war der Red Angel, der der treibende Plot in der zweiten Season war. Ihre Serien-Tochter hielt sie ursprünglich für tot.

Sozial aktiv

Sonja Sohn ist sozial sehr aktiv. Sie unterstütze 2008 Barak Obamas Präsidentschaftskandidatur und nahm sich 2009 eine Auszeit, um sich auf soziale Probleme zu konzentrieren. Sie nutzte die Popularität von The Wire um das Programm reWIRED for a Change zu gründen. Mit diesem Projekt will sie mit Jugendlichen kommunizieren und die rehabilitieren, die zu einer Risikogruppe gehören und bereits in kriminelle Aktivitäten verwickelt sind. Dazu werden Folgen der namensgebenden Fernsehreihe genutzt, damit die Teilnehmer ihr Leben und bisherigen Aktionen untersuchen und infrage stellen können. Das Programm wird durch weitere Schauspieler und Autoren der TV-Serie unterstützt. Sie selbst erhielt für ihre Arbeit 2011 den Woman of the Year-Preis des Harvard Black Men’s Forum.

2003 heiratete Sonja Sohn den Didgeridoo-Spieler Adam Plack. Das Paar hat zwei gemeinsame Töchter und ließ sich 2019 scheiden.

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Götz Piesbergen
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