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Helen Horton fand außerhalb ihres Geburtslandes Erfolg.

Erfolg außerhalb des Geburtslandes

Es war der 21. November 1923, als in Chicago, Illinois, eine gewisse Helen Virginia Horton geboren wurde. Über ihre Eltern und frühen Jahre ist nichts öffentlich bekannt. Nur, dass sie an der Northwestern University studierte und sich dort mit Patricia Neal befreundete, die man als Helen Benson aus dem SciFi-Klassiker Der Tag, an dem die Erde stillstand kennt. Es sollte eine lebenslange Freundschaft werden.

In den Anfangsjahren ihrer Schauspielkarriere, noch bevor sie in Film und Fernsehen debütierte, war sie vor allem in der New Yorker Theaterszene aktiv. In jener Zeit traf und heiratete sie einen gewissen Hamish Thomson und zog gemeinsam mit ihm nach Großbritannien, wo sie eine Wohnung in London bezogen.

Britannien sollte auch das Land sein, in dem sie den Großteil ihrer Film- und Fernsehkarriere hatte. So gab Helen Horton ihr Leinwanddebüt im Jahr 1949 in dem Film The Long Christmas Dinner, wo sie gleich die weibliche Hauptrolle innehatte. Bis zu ihrem nächsten Auftritt vergingen dann einige Jahre. Erst 1953 hatte sie in dem Drama Kinder in Gottes Hand eine kleine Nebenrolle. Ein Jahr darauf war sie Teil des Maincasts der kurzlebigen Dramareihe The Wide, Wide World.

Überall zu Gast

Damals waren durchaus Fernsehserien üblich, in denen im Prinzip nur Theaterstücke wiedergegeben wurde. In einer von diesen, in BBC Sunday-Night Theatre, war sie zwischen 1953 und 1959 fünf Mal zu Gast, wenn auch in unterschiedlichen Rollen. 1960 spielte sie in dem Mysterydrama Nimm nichts Süßes von Fremden in einer Nebenrolle Sylvia Kingsley.

Von 1959 bis 1961 war Helen Horton zwei Mal in der Fernsehserie Knight Errant Limited in verschiedenen Rollen zu Gast. Und in der Serie Hurrican war sie sogar Teil des Maincasts, genauso wie in der Miniserie Gilbert and Sullivan: The Immortal Jesters (Beide 1961). Von 1959 bis 1967 war sie in fünf Episoden TV Play of the Week zu sehen, wenn auch wie damals im BBC Sunday-Night Theatre in unterschiedlichen Rollen.

1969 hatte sie in dem Action-Thriller Der gefährlichste Mann der Welt, mit Gregory Peck in der Hauptrolle, eine kleine Nebenrolle. Auch in der Miniserie Anne of Green Gables (1972) hatte sie eine kleine Rolle und 1974 wirkte sie in dem SciFi-Kultfilm Phase IV mit. Drei Jahre drauf trat sie in The Dick Emery Christmas Show: The Texas Connection auf.

Berühmte Filme, berühmte Rollen

1979 hatte sie eine ihrer bekanntesten Rollen, auch wenn sie dafür selbst nicht vor der Kamera stand. Aber sie sprach in Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt den Bordcomputer Mother. Gleichzeitig trat sie von 1971 bis 1981 in vier Folgen der Comedyreihe The Dick Emery Show auf. Und 1983 spielte Helen Horton in Superman III – Der stählerne Blitz eine Nebenrolle als Miss Henderson.

Eine weitere Rolle, für die die Schauspielerin bekannt wurde, waren ihre Auftritte in The Benny Hill Show. In sechs Folgen von 1979 bis 1986 trat sie auf und hatte verschiedene Rollen. Doch vor allem sollte sie als Ehefrau der Titelfigur in Erinnerung bleiben. 1987 hatte sie eine weitere kleine Rolle in Miss Marple: At Bertram’s Hotel und spielte in der Krimikömodie Bullseye – Der wahnwitzige Diamanten Coup eine Touristin. Roger Moore und Michael Caine hatten in dem Film die Hauptrollen inne.

In den 1990er Jahren ging die Karriere von Helen Horton langsam zu Ende. Sie trat nur noch in wenigen Produktionen auf. Sie wirkte 1992 in einer Folge von Agatha Christie’s Poirot mit und war 1999 in der Serie Polterguests ein letztes Mal zu sehen.

Am 28. September 2007 verstarb die Schauspielerin. Es ist unbekannt, wie viele Kinder sie hatte. Klar ist nur, dass ihre Enkelin Lily James (Cinderella) in ihre Fußstapfen trat.

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Götz Piesbergen
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