Spotlight: John Hoyt

Lesezeit circa: 5 Minuten

John Hoyt hätte der erste Arzt der Star Trek-Fernsehgeschichte sein können.

Ein langer Weg zum Film

Der Schauspieler wurde am 05. Oktober 1905 in Bronxville, New York, geboren. Sein Geburtsname lautete John McArthur Hoysradt. Er ging auf die Hotchkiss School und die Yale University, wo er Teil der Redaktion des Campus Humor Magazins The Yale Record war. Nachdem er sowohl seinen Bachelor als auch seinen Master an der Universität gemacht hatte, arbeitete er als Geschichtslehrer an der Groton School für zwei Jahre.

Sein Schauspieldebüt hatte er 1931, als er in William Bolithos Stück Overture auftrat. Im Laufe der 30er- und 40er-Jahre trat er in diversen weiteren Broadwayproduktionen auf. Leider ist unbekannt, wie er zur Schauspielerei kam.

Seine Karriere im Film und Fernsehen fing 1945 an, als er in dem Kriegsdrama O.S.S. auftrat. Zu diesem Zweck kürzte er seinen Namen ab. Aus John MacArthur Hoysradt wurde John Hoyt. Ansonsten konzentrierte er sich in den 1940er-Jahren auf Kinofilme, wo er in einer großen Bandbreite an Genres schauspielerte. Er hatte zwar in dieser Zeit nie die Hauptrolle, war aber häufig Teil des Hauptcasts. So war er 1947 in My Favorite Brunette, 1948 in Sealed Verdict, und 1949 in Geheimakte Carlotta und Die Menschenfalle zu sehen.

John Hoyt

Von der Leinwand auf die Mattscheibe

In den 1950er-Jahren begann sich seine Karriere zu verändern. Trat John Hoyt zu Beginn des Jahrzehnts noch vermehrt im Kino auf, zum Beispiel in Gnadenlos gehetzt (1950), hatte er bereits im selben Jahr mit The Marionette Mystery seinen ersten Fernsehauftritt. Es sollten noch viele weitere folgen, sodass er gegen Ende der 1950er-Jahre mehr im TV als auf der Leinwand zu sehen war. Er hatte dabei vor allem Auftritte in Anthologie-Serien wie The Philco Television House, in dem im Prinzip kleinere Stücke für die Kamera gedreht wurden. Doch ebenso war er auch in Fernsehserien wie Rin-Tin-Tin zu sehen, wo er 1954 und 1955 in jeweils einer Folge auftrat.

In den 1960er-Jahren war der Schauspieler vor allem auf Westernserien spezialisiert. Er trat in der Anthologie-Serie Abenteuer im wilden Westen zwischen 1956 und 1961 viermal in unterschiedlichen Rollen auf. Ebenso war er in der Kultserie Rauchende Colts zu sehen. Doch auch außerhalb dieses Genres hatte er Auftritte. Er hatte in der Comedyserie Erwachsen müsste man sein (1958 und 1960) oder der Krimiserie Perry Mason (1958 bis 1964) verschiedene Rollen.

Doch am interessantesten war natürlich sein Auftritt in Star Trek. Ursprünglich war John Hoyt für die Originale Serie als der Arzt des Raumschiffes, Dr. Boyce, gecastet worden. Nachdem der Pilotfilm allerdings bei den Verantwortlichen des Senders durchgefallen war, wurde die gesamte Fernsehserie überarbeitet und ein neuer Doktor erschaffen, für den ein anderer Schauspieler gefunden wurde. Doch im Zweiteiler Talos IV – Tabu wurden Ausschnitte der originalen Pilotepisode wiederverwendet, weshalb man ihn auch in dieser Rolle zu Gesicht bekam.

Eine Karriere läuft aus

In den 1970er-Jahren begann seine Schauspielkarriere langsam auszulaufen. Er hatte zwar immer noch regelmäßig Auftritte. Doch waren dies längst nicht so viele wie noch in den anderen Jahrzehnten zuvor. Zwischen 1967 und 1971 trat er insgesamt siebenmal in verschiedenen Rollen in Ein Käfig voller Helden auf. Er spielte in der Planet der Affen-Serie von 1974 mit, wobei er da an der Seite von Mark Lenard auftrat. Und 1979 hatte er einen Auftritt in einer Folge von Kampfstern Galactica. Seine letzte Rolle war die von Grandpa Kanisky in Gimme a Break, den er von 1982 bis 1987 in 82 Episoden schauspielerte.

John Hoyt war in seinem Leben zweimal verheiratet. Das eine Mal war von 1935 bis 1960 mit Marian Virginia Burns, mit der er auch ein Kind hatte. Seine zweite Ehe war mit Dorothy Oltman Haveman von 1961 bis zu seinem Tod am 15. September 1991. Seine Todesursache war Lungenkrebs.

Well, you have to accept typecasting to a point because it’s your daily bread.

John Hoyt im Web

IMDb


Wir brauchen euren Support!

Viele Magazine im Web werden über Werbung finanziert. Wir haben bewusst darauf verzichtet, damit euer Erlebnis auf unserer Seite möglichst ungestört ist. Wir bieten euch News, Reviews, Artikel, Videos und einen Podcast zu mittlerweile fast allen Bereichen der Science-Fiction. Wir haben keinen Clickbait, keine Fakenews und auch keine Paywall.
Die Kosten steigen, die wenigen Einnahmen sinken, auch dank der derzeitigen Situation. Wir wollen uns keine goldene Nase verdienen, aber es wäre schade, wenn wir die Seite irgendwann deswegen einstellen müssten.

Es ist auch ganz einfach. Ihr könnt uns regelmäßig ab 1€ monatlich bei Steady unterstützen, einmalig per PayPal oder ihr werft einfach mal einen Blick in unseren warpShop. (Die Shirts sind erste Sahne, Ehrenwort!).

Wenn ihr euch für eine Tätigkeit bei uns interessiert, dann ist die Seite MITMACHEN genau richtig.
Für den Fall, dass ihr noch mehr Infos haben wollt, findet ihr diese unter SUPPORT US. Dort findet ihr auch unsere Ref-Links.

Wir danken euch.

Götz Piesbergen
Letzte Artikel von Götz Piesbergen (Alle anzeigen)

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: