Spotlight: Todd Bryant

Lesezeit circa: 4 Minuten

Einen Großteil seiner Karriere setzte Todd Bryant seinen Körper für andere ein.

Schläge für den Star kassieren

Todd Bryant wurde am 8. Oktober 1963 in Santa Monica, Kalifornien, geboren. Sein Interesse an der Schauspielerei begann, als er zehn Jahre alt war und bei einer Bühnenproduktion von „Oliver!“ mitwirkte. Allerdings besuchte er weder eine Schauspielschule, noch studierte er irgendwann Theater.

Stattdessen fing er mit 12 Jahren an, auf die berühmte Hollywood Stunt Akademie des Stuntman-Veteranen Paul Stader zu gehen. Er war der jüngste Stuntman dieses Bildungsinstituts. Er blieb dort, bis er 18 wurde und vermutlich seinen Abschluss machte.

Und das ist auch die Erklärung dafür, wieso Todd Bryant seinen Körper für andere einsetzte. Denn zu den Aufgaben eines Stuntmans gehört es unter anderem, als Double eines bekannten Schauspielers eine gefährliche Aktion darzustellen. Es kann sein, dass der Doppelgänger entweder Schläge einsteckt oder durch die Gegend geschleudert wird.

Hochgearbeitet von unbekannt bis bekannt

Einer seiner ersten Einsätze war 1982, als er in einer Episode von T. J. Hooker auftrat. Allerdings wurde er für seine Mühen noch nicht mal in den Credits gelistet. Das war kein Einzelfall, da das in der Frühzeit der Karriere öfter geschah.

Erst ab 1998 legte sich dies und Todd Bryant wurde immer in den Credits der jeweiligen Episoden gelistet. Gleichzeitig, etwa ab Der Hollywoodkiller (1997), begann er ebenfalls als Stunt Coordinator zu arbeiten. Interessanterweise trat in diesem Film auch Ron Perlman auf, dessen Stunt Double er in Hellboy und Star Trek: Nemesis wurde.

Im Laufe der Jahre machte er Stunts in den verschiedensten Filmen und Serien. Er arbeitete in Alien – Die Wiedergeburt (1997), Matrix (1999), Angel: Jäger der Finsternis (2001 – 2002) oder zuletzt in Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga (2020). Dort war er das Stunt Double für Will Ferrell.

Kleinere und größere Rollen

Doch gleichzeitig ist Todd Bryant ebenso als Schauspieler aktiv gewesen. Die Anzahl seiner Auftritte ist zwar überschaubar, aber vor allem für Star Trek-Fans sehr interessant.

Sein erster Auftritt war 1982, als er einen namenlosen Ingenieurskadetten in Star Trek II – Der Zorn des Khan darstellte. Danach trat er in kleineren und größeren Rollen auf wie beispielsweise Freitag der 13. Teil V – Ein neuer Anfang (1985) oder Mord ist ihr Hobby (1989). In Star Trek V – Am Rande des Universums (1989) spielte er den klingonischen Captain Klaa und wurde für seine Performance gelobt. Ebenfalls einen Klingonen stellte er auch zwei Jahre später in Star Trek VI dar, wo er einen Kurzauftritt als Übersetzer hatte. Sein letzter Auftritt war 2014 in der Fernsehserie Revolution.

I enjoy it thoroughly. To me, it’s more fun than playing a good guy because I can be totally free as a bad guy and do anything I want with it. That’s why I like it.

Todd Bryant im Web


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Götz Piesbergen
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Götz Piesbergen

Götz ist Jahrgang 78 und unser Mann fürs literarische Star-Trek-Universum.

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