Spotlight: Mark Lenard

Lesezeit circa: 4 Minuten

Der Name Mark Lenard sagt dir nichts? Dann kennst du ihn vielleicht als Sarek, den Vater von Spock.

Mark LenardDer Erste seiner Art

Der Schauspieler wurde als Leonard Rosenson am 15. Oktober 1924 in Chicago, Illinois, geboren. Seine Eltern waren russische Juden, die in die USA emigrierten. Er selbst wuchs in der Kleinstadt South Haven, Michigan, auf, wo seine Familie ein Tourist Resort besaß. Er trat 1943 der US Army bei und wurde zum Fallschirmjäger ausgebildet. Doch er schaffte es nie, in den Einsatz zu kommen, ehe der Krieg vorbei war, und wurde 1946 als Technischer Sergeant entlassen.

Immerhin war die Zeit bei der Army auch der Start für seine Ausbildung als Schauspieler. Mark Lenard studierte danach an der University of Michigan Theater und Sprache. In beiden Fächern erlangte er einen Master-Abschluss. Seine Schauspielkarriere fing 1951 an und Mitte der 1960er-Jahre zog er mit seiner Familie um nach Los Angeles. Das war für ihn der Durchbruch. So spielte er zum Beispiel einen der Drei Weisen in dem Film »Die größte Geschichte aller Zeiten«.

Zu »Star Trek« kam er in der ersten Staffel. In »Spock unter Verdacht« stellte er den ersten Romulaner dar, der im Fernsehen zu sehen war. Seine große Rolle war allerdings die von Sarek, Spocks Vater. In der originalen Serie stellte er den Charakter das erste Mal in der Episode »Reise zu Babel« dar und sprach die Figur in der »Animated Series«, in der Folge »Yesteryear«. Weitere Auftritte waren in den »Star Trek – Filmen« III bis VI sowie in den »The Next Generation«-Folgen »Sarek« und »Wiedervereinigung?« Teil I. Jene Episode war sein letzter Auftritt sowohl als Spocks Vater, wie auch in »Star Trek« allgemein.

Übrigens tauchte er ebenfalls in »Star Trek – The Motion Picture« auf, allerdings nicht als Vulkanier, sondern als klingonischer Kapitän. Er war damit der erste Schauspieler innerhalb des Franchises, der einen Romulaner, einen Vulkanier und eben einen Klingonen darstellte.

Mark LenardBis ins hohe Alter aktiv

Auch außerhalb von »Star Trek« war er ein sehr aktiver Darsteller. Er tauchte in dem Clint Eastwood-Film »Hängt ihn höher« auf, hatte eine dauerhafte Rolle in der Western Comedy-Reihe »Here Comes the Bride« und hatte einen Gastauftritt in »Unsere kleine Farm«. Er trat in mehreren Episoden von »Mission Impossible« auf, an der Seite von Leonard Nimoy.

Mark Lenard war bis ins hohe Alter als Schauspieler aktiv. 1993 tourte er beispielsweise gemeinsam mit Walter Koenig durch die USA. Sie zeigten das Stück »The Boys in Autumn«, in dem ein Erwachsener Huck Finn seinen Kindheitsfreund Tom Sawyer nach vielen Jahren wiedertrifft.

Am 22. November 1996 verstarb der Schauspieler an einem Multiplen Myelom, einer Krebserkrankung. Er war zum Zeitpunkt seines Todes 72 Jahre alt. Er hinterließ seine Ehefrau Ann Amouri, mit der er seit 1960 verheiratet war, sowie zwei Kinder.

The screen captures your persona. It’s not my personality, but it captures something in me that is there, something you cannot create or fake. That’s something about acting: the camera catches something or it doesn’t. Those who are successful are those who have been captured, who have presence and screen personality.

Mark Lenard im Web


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Götz Piesbergen
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