Laurence Luckinbill kann von sich sagen, dass er nicht nur im wirklichen Leben berühmte Verwandte hat.

Ein Schauspieler, der sich vor sensiblen Themen nicht scheut

Laurence Luckinbill gehört zu den Schauspielern, deren Schauspielkarriere überwiegend im Theater stattfand. Zwar kann er auf eine beachtliche Anzahl an Film- und Fernsehauftritten zurückblicken, allerdings ist diese dafür, dass sie mehrere Jahrzehnte seines Lebens umfasst, sehr übersichtlich.

Geboren wurde der Darsteller am 21. November 1934 in Fort Smith, Arkansas. Er ging von 1951 bis 1952 auf das Fort Smith Junior College und machte 1956 seinen Bachelorabschluss an der University of Arkansas. 1958 setzte er noch einen Master of Fine Arts von der Catholic University of America oben drauf. Er studierte die Schauspielerei am HB Studio in New York City und drückte 1980 noch einmal die Universitätsbank, dieses Mal allerdings in der New York City University.

Die Schauspielkarriere von Laurence Luckinbill fing 1968 an. In diesem Jahr trat er in einer Episode der Krimiserie Heiße Spuren auf. 1970 war er in dem Drama Die Harten und die Zarten Hank. Der Film basierte auf dem gleichnamigen Theaterstück und hatte dieselben Darsteller wie eben jenes. Dabei setzte es sich sehr sensibel mit dem Thema Homosexualität auseinander. Im selben Jahr hatte er auch für zwei Folgen eine Rolle in der Miniserie The Bold Ones: The Senator.

Und immer wieder Krimis

1971 spielte er in So gute Freunde mit. Es war erneut ein Film, der auf einem Theaterstück basierte. Von 1972 bis 1973 war er Hauptdarsteller in der Krimiserie The Delphie Bureau, wo er einen Regierungsagenten darstellte. Allerdings lief die Serie nur für neun Folgen. Und von 1973 bis 1974 war er gleich zweimal zu Gast in der Mysteryserie The Wide World of Mystery, wo er jeweils verschiedene Charaktere schauspielerte.

1976 war er regelmäßiger Gast in der kurzlebigen Hard Boiled Detektivserie City of Angels. In demselben Jahr war Laurence Luckinbill auch Hauptdarsteller in dem Actionfilm The Money, wo übrigens Danny DeDivito Nebendarsteller war. Von 1974 bis 1979 trat er dreimal in verschiedenen Rollen in der Krimiserie Barnaby Jones auf. 1980 spielte er in Ike: The War Years Major Richard Arnold, derweil der Titelcharakter von Robert Duvall dargestellt wurde.

1984 stellte der Schauspieler in der Komödie Geheimsache Schweinebacke den korrupten Bürgermeister Franklyn dar. 1985 war er der Erzähler in dem Doku-Drama Space – Ein Mann greift nach den Sternen, das die Geschichte der amerikanischen Raumfahrt von nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1970er-Jahre nacherzählte.

Wenn der Präsident zu einem berühmten Halbbruder wird

Es war 1987, als Laurence Luckinbill in dem Fernsehfilm Lyndon Johnson den gleichnamigen US-Präsidenten darstellte. Das sollte sich als wichtig erweisen, da William Shatner, als er eines Abends Fernsehen guckte, über den Film stolperte und von der Darbietung des Darstellers sehr begeistert war. So begeistert, dass er ihn für die Rolle des Sybok, Spocks Halbbruder, in Star Trek V – Am Rande des Universum ansprach. Wofür der Schauspieler auch sofort zusagte, da er von dem Skript sehr angetan war.

Es sollte auch zugleich seine letzte große Rolle sein, da er danach seine Schauspielkarriere langsam ausklingen ließ. Er trat in den 1990ern noch ein paar Mal auf, unter anderem zwischen 1985 und 1994 in Mord ist ihr Hobby. Sein letzter Auftritt war nach mehreren Jahren Pause 2005 in The Exonerated, wo er den Strafverfolger gab.

Laurence Luckinbill war von 1965 bis 1975 mit der Schauspielerin Robin Strasser verheiratet. Seit 1980 ist er in einer Ehe mit Lucie Arnaz. Das ist insofern von Bedeutung, als dass diese Darstellerin die Tochter von niemand Geringerem als Lucille Ball ist. Über das Familienleben seiner Ehefrau mit seiner berühmten Schwiegermutter produzierte und schrieb er das Drehbuch für die 1993er-Doku „Lucy and Desi: A Home Movie“. Er ist außerdem der Onkel von Lucy und Lana Wachowski, den Köpfen und Machern des Matrix-Universums.

Laurence Luckinbill im Web

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Götz Piesbergen

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