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Als Toru Minegishi noch jung war, waren ihm keine besonderen Schauspielqualitäten bescheinigt worden.

Wenn Aussehen nicht alles ist

Tōru Minegishi wurde am 17. Juli 1943 in Tokyo, Japan geboren. Im Laufe seines Lebens wirkte er an über 100 verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen mit.

Doch zu Beginn seines Lebens sah es nicht danach aus, als ob er wirklich Schauspieler werden würde. Er wuchs nach dem Krieg bei seiner Mutter auf – was mit seinem Vater geschah, ist unbekannt – die in Ginza ein Restaurant betrieb. In seinen jungen Jahren war er von der traditionellen japanischen Unterhaltungsform Rakugo fasziniert, und seine Mama nahm ihn oft mit auf Ausflüge. Über seinen Bildungsweg ist nichts bekannt.

Wohl aber, dass er 1963 sein Debüt in dem Film Roppongi no yoru: aishite aishite gab. Damals hatte Toru Minegishi noch den Künstlernamen Kenji Mine und galt, wegen seines Aussehens, als lebende Kopie von Keiichiro Akagi, der als ein japanischer James Dean galt. Doch Aussehen war nicht alles und so hatte er auch bald den Ruf, dass seine schauspielerischen Fähigkeiten nicht so besonders gut seien, was ihn besorgte.

Eine gloriose Rückkehr

Zwischen 1963 und 1968 legte er eine Pause von der Schauspielerei ein, wo er an seinen darstellerischen Fähigkeiten gearbeitet haben musste. Denn er feierte in diesem Jahr seine Rückkehr, unter anderem in dem Film Meguri-ai in einer Nebenrolle. Er änderte seinen Künstlernamen in Ryunosuke Minegishi ab und gewann bald darauf einen Newcomer Award der Producers Association.

Dies war der Startschuss für seine eigentliche Karriere. Bereits ein Jahr später sollte er in Onna tobakushi jûban shôbu einer der Hauptdarsteller sein, genau wie 1970 in dem Actionfilm Shinobi no shu. 1971 hatte er in Eingestandene Theorie der Schauspielerin hingegen nur eine Nebenrolle.

1972 war dann das Jahr, wo er das erste Mal im Fernsehen auftrat. Das war in der Fernsehserie Kiri no hata, wo er in allen fünf Episoden mitwirkte. Ein Jahr darauf wirkte er in dem Actionfilm Rica 2: Lonely Wanderer als männlicher Hauptdarsteller mit. 1975 änderte er ein weiteres Mal seinen Künstlernamen, dieses Mal endgültig in Toru Minegishi. 1977 hatte er eine kleine Rolle in dem Krimifilm Tod im Fahrstuhl, wo neben japanischen Darstellern auch amerikanische Schauspieler wie George Kennedy oder Broderick Crawford auftraten.

Große und kleine Rollen

Ebenfalls eine kleine Rolle sollte er 1979 in Kindaichi Kosuke no boken haben. Dafür fingen die 1980er Jahre für ihn wunderbar an, da er von 1981 bis 1982 in der Comedykrimiserie Secret Detective Teil des Maincasts war. 1984 war er Nebendarsteller in F2 Grand Prix, genauso wie ein Jahr später in dem Drama Shimaizaka. Und 1988 war er für drei Folgen Teil der Anthologiereihe New York Koi Monogatari.

1989 wirkte er in Godzilla – Der Urgigant mit. Seine Rolle war die des Lieutenant Goro Gondo. Parallel dazu wirkte er bis 1990 in der Dramaserie Katte ni shiyagare hey! Brother für 22 Folgen mit. 1993 trat Toru Minegishi in einer Episode von If: Moshimo auf.

Eine Nebenrolle hatte er auch 1995 in der Videoproduktion XX: Utsukushiki hyôteki. Und von 1994 bis 1996 war für drei Folgen in Furuhata Ninzaburô zu Gast. 2001 war er Teil des Maincasts der kurzlebigen Dramareihe Kizudarake no Love Song. 2005 wirkte er in dem Sentai-Film Sazer X: The Movie mit, ebenso wie man ihn 2008 in der deutsch-japanischen Produktion Der Rote Punkt als Fotoladenbesitzer sehen konnte. Sein letzter Kinofilm war die 2009 posthum erschienene Hong-Kong-Produktion Stadt der Gewalt mit Jackie Chan in der Hauptrolle.

Tōru Minegishi war von 1977 bis 1983 mit der Schauspielerin Tomoko Ai verheiratet, wobei unklar ist, ob die beiden während ihrer Ehe Kinder kriegten. Nach seiner Scheidung heiratete er nicht noch mal. In seinen letzten Lebensjahren interessierte sich für Triathlon und nahm auch an Rennen ein und verfasste auch ein Buch darüber. Doch 2008 zog er sich wegen gesundheitlichen Beschwerden von der Bühne zurück. Ursprünglich war es nur der Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall, bei dem sich jedoch am Ende herausstellte, dass es in Wahrheit Lungenkrebs war. An den Folgen von diesem verstarb er am 11. Oktober im Alter von 65 Jahren.

Tōru Minegishi im Web

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Götz Piesbergen
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