Mit dieser Episode widmet sich die Serie dem nächsten Star Trek-Volk, von dem man lange nichts gehört hat.
Fokus auf die Orioner
Die Enterprise trifft unterwegs auf ein Raumschiff des orionischen Syndikats. Der Kapitän lädt Jonathan Archer (Scott Bakula) und einige andere Offiziere mit zu sich aufs Schiff ein, wo sie erfolgreich einen Handelsvertrag verhandeln. Zur Feier des Tages schenkt er ihnen drei orionische Sklavinnen, die mit an Bord der Enterprise kommen.
Doch schon bald zeigt sich, dass diese nicht das sind, was sie vorgeben zu sein. In Wahrheit scheinen sie irgendwie die Männer zu manipulieren, sie nach und nach dazu zu bringen, ihren Willen zu tun. Nur die Frauen scheinen immun zu sein, ebenso wie „Trip“ Tucker (Connor Trinneer). Ihnen bleibt nicht mehr viel Zeit, eine Katastrophe aufzuhalten.
Mit Die Verbindung widmet sich die vierte Enterprise-Staffel einem weiteren Volk, das lange vernachlässigt worden ist. Die Rede ist von den Orionern, die nur kurze Auftritte in Der Käfig und Talos IV – Tabu hatten. Sie wurden allerdings im weiteren Verlauf häufig erwähnt und in der TAS-Episode Die Piraten von Orion lernte man sogar die gelbhäutigen Orioner kennen. Weitere Serienauftritte sollten sie jedoch nicht wirklich erhalten.
Eine interessante Enthüllung
Deshalb ist diese Episode auch so bedeutsam. Weil man hier etwas sieht, was in der Enterprise-Serie lange vernachlässigt worden ist: Nämlich dass hier die Vorgeschichte zu Sachen präsentiert wird, die in den anderen Reihen nur erwähnt oder kurz gezeigt wurden. Was in diesem Fall eben die Orioner sind.
Und man erfährt einiges über diese. So stellt sich heraus, dass in Wahrheit die Frauen das Sagen haben, dank ihrer Pheromone, mit denen sie Männer dazu bringen können, sich ihrem Willen zu unterwerfen. Was sie ja an Bord der Enterprise beweisen, als sie nach und nach das Schiff unter Kontrolle bringen.
Es ist durchaus ein interessanter Einfall, der dieser Spezies etwas Einmaliges und Außergewöhnliches verleiht. Etwas, was im Vergleich vielleicht nur die Deltaner haben (weshalb man in den Rise of the Federation-Romanen auch davon liest, wie die Orioner einmal versuchen, diese unter Kontrolle zu bringen), die jedoch in der Enterprise-Serie noch nicht aufgetaucht sind. Deshalb ist man umso gespannter, ob und wie es der Enterprise-Crew gelingt, die Kontrolle durch die Sklavinnen abzuschütteln.
Chance verpasst
Und es ist durchaus interessant zu sehen, wie sich nach und nach nahezu alle Männer zum Affen machen. Wie sie um die Wette trainieren, wie sie alles Mögliche versuchen, um die Gunst ihrer neuen Göttinnen zu gewinnen. Das starke Geschlecht wirkt also einmal nicht so stark.
Leider vergibt die Folge die Chance, die weibliche Crew der Enterprise besser darzustellen. Bis auf Hoshin, die sich über Migräne beklagt, und T’Pol, die sich vornehm zurückhält, ist da nichts. Stattdessen gebührt die Ehre, das Schiff zu retten, ausgerechnet dem Mann Trip Tucker, der auf Grund seiner Gedankenverschmelzung mit T’Pol gegen den Einfluss der Orioner immun ist.
Das ist natürlich eine passende Erklärung dafür, dass er es am Ende des Tages ist, der die Enterprise rettet. Und damit endgültig klar macht, dass er wieder an Bord der Enterprise ist. Von wegen Leihgabe! Dies macht im Nachhinein seinen Plot noch unglaubwürdiger, als er es ohnehin schon war.
Ganz nett, aber ansonsten unlogisch
Am Ende hat diese Folge einige nette Szenen, wie beispielsweise als Dr. Phlox sich quasi im Vorbeigehen eine Muntermachspritze setzt. Aber gleichzeitig gibt es auch unlogische Momente, als die Crew feststellt, dass die Sklavinnen Pheromone zur Kontrolle nutzen und sie in den Arrest stecken. Wo sie von einem Mann bewacht werden, anstatt von einer Frau. Weshalb sie entsprechend schnell freikommen.
Letzten Endes ist dies eine nette Episode, auch wenn sie ihre eigentliches Potential nicht nutzt.
Infos
Drehbuch: Manny Coto
Regie: Allan Kroeker
Showrunner: Manny Coto
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