Kurz vor Ende der Serie zeigt sich nochmal die hässliche Seite der Menschheit.
Das Ende kommt näher
Die Koalition der Planeten wird gegründet, wobei die Leistungen, die die Enterprise zur Gründung beigetragen hat, geflissentlich unter den Tisch gefallen lassen werden. Viel Zeit, sich darüber zu ärgern, bleibt den Offizieren des Raumschiffes allerdings nicht. Denn eine schwer verletzte Frau stolpert in den Konferenzraum und gibt eine Haarwurzel an T’Pol (Jolene Blalock) weiter, ehe sie zusammenbricht.
Es stellt sich heraus, dass die Wurzel von einem vulkanischmenschlichen Kind stammt. Dessen Eltern niemand geringeres als T’Pol und Chris Tucker (Connor Trinneer) sind, sehr zu deren Überraschung. Und das Baby befindet sich ausgerechnet in der Hand der xenophoben Organisation Terra Prime. Natürlich setzt die Crew der Enterprise alle Hebel in Bewegung, um den Nachwuchs ausfindig zu machen. Doch so einfach wird das nicht sein.
Es geht dem Ende zu. Dämonen ist jetzt die drittletzte Episode der Star Trek – Enterprise-Serie. Und passend dazu wird noch mal alles aufgefahren, was möglich ist.
Es ist (noch nicht) so weit
Zum einen wird die Entstehungsgeschichte der späteren Föderation vorangetrieben. Zum anderen wartet die Episode mit Peter Weller als Gastdarsteller auf. Und zuguterletzt wird hier ein dramatischer und überwiegend spannender Plot präsentiert.
Klar ist, dass die Koalition der Planeten noch nicht die spätere Föderation ist. Das sieht man unter anderem daran, dass die Gründungszeremonie in einem lapidaren Konferenzraum stattfindet und am Tisch auch Spezies vertreten sind, von denen man weiß, dass sie die Föderation nicht mit gegründet haben. Wieso dann bestimmte Mitglieder später nicht mehr dabei sind, lässt sich in dieser Episode erahnen. Denn am Ende gibt es immer noch jemanden, der die alten Streitigkeiten über die neue Ära stellt.
Der Plot um Terra Prime wird dabei vor allem von dem Charisma Peter Wellers getragen. Er ist der unbestrittene Kopf der Organisation, der kaltblütig entscheidet, welcher seiner Gefolgsleute leben darf und wer nicht. Wer gefährlich wird, der wird schnell obsolet und segnet das Vorzeitige.
Eine interessante Figur
Es ist dabei diese Kaltblütigkeit, mit der er seinen Hass vorträgt, der die Figur so interessant macht. Er ist niemand, der in heißblütigen Tiraden ausbricht. Sondern ruhig und schon fast emotionslos seine Pläne vorträgt. Und dem das Ziel wichtiger ist, als die Leben derjenigen, die ihn dabei unterstützen.
Nur an einer Stelle wird eine kleine Schwäche von ihm enthüllt. Es scheint so, als ob er auf ein bestimmtes Mittel angewiesen ist. Es bleibt unklar, ob es eine Droge ist oder ein Medikament. Aber so, wie er sich darauf stürzt, muss es für ihn von ungeheurer Bedeutung sein.
Die Crew der Enterprise spielt in dieser Folge den Jäger. Sie versuchen, Terra Prime auf die Schliche zu kommen, sie zu finden und zu stellen. Dabei wirft Jonathan Archer seinen gesamten Einfluss in die Waage und lässt sogar zu, dass Malcolm Reed seinen Kontakt zu Sektion 31 wieder aufleben lässt, um an weitere Infos zu kommen. Wenn die Serie noch länger gelaufen wäre, hätte dies sicherlich Konsequenzen nach sich gezogen.
Mitunter sehr vorhersehbar
Über weite Teile ist dies eine spannende und gute Folge. Dass sie nicht super geworden ist, liegt vor allem daran, dass sie in einigen Stellen sehr vorhersehbar geraten ist. Wo man wirklich das Gefühl hat, dass sich hier nicht getraut wurde, einen anderen Ansatz zu wählen.
So trifft Travis Mayweather eine alte Flamme wieder, die als Journalistin arbeitet. Sie kommt ihn überraschend auf der Enterprise besuchen und lässt anscheinend die Beziehung zu ihm wiederaufleben. Dass das jedoch nicht mit rechten Dingen zu geht, das kann man allerdings schon sehr früh erahnen. Immerhin hat die Figur, die ja ansonsten sträflichst vernachlässigt worden ist, damit einiges zu tun.
Auch die Tatsache, dass die Undercovermission, die T’Pol und Trip Tucker im letzten Teil der Folge unternehmen, nicht ganz plangemäß verläuft, überrascht nicht. Hier wurde zu offensichtlich alles für die nachfolgende Folge vorbereitet.
Dennoch kann man insgesamt sagen, dass diese Episode durchaus gelungen ist.
Informationen
Drehbuch: Manny Coto
Regie: LeVar Burton
Showrunner: Manny Coto
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