[Review] Star Trek Lower Decks 05 – Mondtrümmer und Liebesleid

Lesezeit circa: 5 Minuten

Mondtrümmer und Liebesleid beschreibt perfekt, um was es in der nunmehr fünften Lower Decks-Folge geht.

Ein Mond und jede Menge Chaos

Die Cerritos trifft die Vancouver in dem Mixtus-Sonnensystem, wo ein Mond kurz davor steht, zu kollabieren. Davon würden zahlreiche Welten betroffen sein, die allesamt besiedelt sind. Doch die Bewohner weigern sich aus diversen Gründen, dass der Trabant kontrolliert zerstört wird. Captain Carol Freeman (Dawnn Lewis) gelingt es, die Probleme nach und nach zu lösen, bis nur noch eine Welt überbleibt. Bei der stellt sich am Ende heraus, dass sie von nur zwei Personen bewohnt wird, die noch dazu sehr reich sind und sich im Prinzip nur aus Bequemlichkeit einer Lösung verweigern. Das regt den Schiffsführer der Cerritos so sehr auf, dass sie schließlich die Explosion des Mondes befiehlt, wodurch die Situation gelöst wird.

Die Ensigns Sam Rutherford (Eugene Cordero) und D’vana Tendi (Noël Wells) sind von der Präsenz der deutlich neueren Vancouver und der Tatsache, dass man dort das T88-Werkzeug nutzt, sehr begeistert. Sie besuchen das andere Schiff und begegnen dem Chefingenieur, der sie gleich für eine Routineaufgabe rekrutiert und ihnen das Utensil gibt. Nachdem sie erfolgreich waren, bietet er ihnen an, auf die Vancouver zu transferieren, was sie nach einiger Überlegung ablehnen. Doch Docent, so der Name des Ingenieurs, ist davon nicht begeistert. Mit Mühe und nach einer Verfolgungsjagd können sie ihn schließlich dazu bringen, ihre Sicht nachzuvollziehen und erhalten jede Menge T88.

Brad Boimler (Jack Quaid)  ist in Barbara Brinson verliebt. Seine Kollegin Beckett Mariner (Tawny Newsome) hört dies mit und zieht ihn auf. Doch dann kommen ihr schreckliche Erinnerungen hoch, weshalb sie vermutet, dass Barbara in Wahrheit ein Parasit oder ähnliches ist, die den „armen“ Boimler als neues Futter ansieht. Verzweifelt versucht Mariner deshalb alles, um zu beweisen, dass ihr Kamerad in Gefahr ist. Doch am Ende stellt sich heraus, dass der Wirt ausgerechnet Boimler ist, weshalb die Beziehung nach Sicherstellung des Parasiten vorbei ist.

Mondtrümmer und Liebesleid

Paranoia lässt grüßen

Mondtrümmer und Liebesleid ist eine umwerfende Folge! Es ist mit die beste von Lower Decks und beweist einmal mehr, zu was die Serie in der Lage ist, nämlich Humor mit bester Charakterarbeit zu vermischen, plus eben auch diverse Easter Eggs der gesamten Star Trek-Historie.

Wirklich jede der Lower Decks-Hauptfiguren kommt in dieser Episode zur vollen Geltung. Was auch daran liegt, dass sie ihre jeweiligen Erlebnisse als Paar erleben und nicht solo. Wodurch mehr Charakterarbeit in die einzelnen Szenen gesteckt werden kann, da hier dann zwei Protagonisten profitieren, anstatt nur einer.

Sehr schön ist beispielsweise der Hauptplot um die Furcht von Mariner, dass Boimlers neuste Flamme in Wahrheit ein Parasit oder Ähnliches sei. Natürlich wird dies in Mondtrümmer und Liebesleid überspitzt dargestellt, doch diese Befürchtung basiert eben auf realen Erlebnissen des Charakters. Die Rückblende in dieser Episode ist übrigens gelungen, da man so zum ersten Mal einen kleinen Einblick in die Vergangenheit von Beckett Mariner kriegt. Man hat zwar oft gehört, dass sie bereits auf anderen Schiffen diente, doch dieses Mal sieht man es auch!

Endlich mal jemand mit Kompetenz

Gelungen an Mondtrümmer und Liebesleid ist dabei ebenso, wie die Beziehung zwischen Boimler und Brinson dargestellt wird. Natürlich ist der Ensign ein ums andere Mal Quelle des Humors, weil er entweder tollpatschig um seine Liebe kämpft oder aber Mariners Aktionen ihn nicht gerade in einem guten Licht dastehen lassen. Trotzdem wirkt die Beziehung durchaus authentisch, auch wenn sie am Ende als Produkt des Parasiten enthüllt wird.

Auch der Plot rund um Rutherford und Tendi ist gut gelungen, da einmal mehr bewiesen wird, dass beide ziemliche Nerds sind. Was sie für das Werkzeug bereit sind, zu tun, ist herrlich! Ebenso, wie klar gemacht wird, dass sie der Cerritos erhalten bleiben, eben weil das Schiff alt ist und seine Macken hat. Entsprechend stimmt auch hier die Charakterisierung.

Und dann ist da natürlich auch der Plot rund um den Mond, um den sich Captain Freeman kümmern darf. Und im Vergleich zu den vorherigen Folgen kommt sie dieses Mal erstaunlich kompetent rüber. Der Moment, wo sie genug von allem hat, erinnert an einen Benjamin Sisko und deutet an, dass sie durchaus Potential besitzt, wenn sie nicht zu sehr wie eine Lachnummer dargestellt wird.

Mondtrümmer und Liebesleid ist spannend inszeniert und hat jede Menge gelungenen Humor. Auf Englisch heißt die Folge Cupid’s Errant Arrow, also Amors fehlgeleiteter Pfeil, was eine Anspielung auf die Beziehung zwischen Boimler und Brinson ist. Der deutsche Folgenname passt da nicht ganz so gut, weil er einfach nur eine simple Beschreibung des Inhalts der Episode ist.


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Götz Piesbergen

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