Mit dieser Folge zeigt die Serie ihre Vielseitigkeit und Wandlungsfähigkeit, ohne es damit zu übertreiben.
Es wird düster
Die Beziehung zwischen Caleb (Sandro Rosta) und Tarima (Zoë Steiner) entwickelt sich weiter. Doch dann zeigt sich, dass sie sehr starke telepathische Fähigkeiten besitzt und so aus Versehen in seinem Geist mehr über seine Mutter herausfindet. Wonach die beiden sich streiten und fürs erste trennen.
Gleichzeitig planen das Kriegscollege und die Sternenflottenakademie gemeinsam eine Mission. Auf der während des Brands gestrandeten USS Miyazaki soll ein Team die Energieversorgung wieder herstellen und so das Schiff erneut betriebsbereit machen. Derweil ein anderes auf der Athena zurückbleibt und es von dort aus unterstützt. Doch dann greifen die sogenannten Furien das Außenteam an. Und die einzige Möglichkeit, sie zu retten, besteht ausgerechnet darin, mit Nus Braka (Paul Giamatti) zusammenzuarbeiten.
Star Trek – Starfleet Academy hat sich in seinen bisherigen Folgen als äußerst wandlungsfähig erwiesen. In Series Acclimation Mil stand unter anderem der Humor im Vordergrund, derweil Vox in Excelso von dem Wortgefecht zwischen Jay-den und Caleb geprägt war. Komm Fort ist dagegen eine düstere, dramatische und äußerst intensive Episode.
Ein nettes Gimmick
Es ist vor allem wieder, wie beim Pilotfilm, eine Folge, von der alle Kadetten profitieren. Erneut kriegt jeder seinen Moment, kann wachsen, sich weiterentwickeln. Wobei von den jungen Nachwuchsoffizieren Caleb und Tarima dann doch noch mal etwas mehr im Vordergrund stehen. Was dem Sehvergnügen jedoch keinen Abbruch tut.
Die Ereignisse auf der Miyazaki sind grandios. Die Furien sind eine interessante neue Spezies, über die man gerne in Zukunft mehr erfahren möchte. Sie werden als Mensch-Alien-Hybriden bezeichnet und gelten als gnadenlos und unbarmherzig. Außerdem sind sie noch dazu Kannibalen. Sie werden in dieser Episode als eine enorme Gefahr dargestellt, die wie Raubtiere agieren.
Dass dabei, um die Kontrolle über die Brücke zu erhalten, ausgerechnet Comics eine große Rolle spielen, ist natürlich ein kleines, nettes Gimmick. Hierbei wirkt die Machart so, als ob das Heft von dem aktuellen Comic-Lizenzinhaber IDW illustriert wurde. Womit diese Folge dann auch sozusagen indirekt Werbung für dessen Werke ist.
Zurückhaltung ist keine Schwäche
Doch das wahre Highlight sind die Szenen mit Nus Braka, Admiral Charles Vance und Captain Nahla Ake. Hier kann man wirklich drei grandiose Schauspieler dabei beobachten, wie sie sich gegenseitig die Bälle zuspielen und zur Höchstleistung auffahren. Nus Braka tritt großspurig auf, Charles Vance macht seiner Abneigung gegen diesen kein Geheimnis derweil Nahla Ake ernst und zurückhaltend auftritt.
Dabei darf man diese Zurückhaltung nicht als Schwäche auslegen. Im Gegenteil: Es ist der Ernst der Lage, der sie dazu bringt, ihre sonstige Unkonventionalität mal für einen Moment zu vergessen. Denn gleichzeitig wird auch ihre Intelligenz betont. Sie weiß, dass Nus Braka etwas im Schilde führt. Und lange Zeit wirkt es so, als ob sie ihm auf der Spur ist, dass sie seinen wahren Plan herausfinden wird.
Bis im Finale alles auf den Kopf gestellt wird. Wo man zuvor meinte, dass die Sternenflotte und damit auch die Föderation endlich wieder die Kontrolle über die Situation erlangt, zeigt sich auf ein Mal, dass Nus Braka alles geplant hat. Er war es, der in Wahrheit die ganze Zeit die Fäden zog. Der dann noch dazu Ake am Ende verhöhnt.
Woher der Hass?
Man fragt sich dabei die ganze Zeit, wieso er die Föderation und vor allem Ake so hasst? Er reitet vor allem auf einem persönlichen Opfer herum, dass sie vor Jahren während einer Mission gebracht hat. In jedem Fall scheint sein Hass persönlich zu sein und besonders tief zu gehen. Und er hat ja bereits angekündigt, dass er wiederkehren würde. Angeblich um ein besonderes Geschenk vorbeizubringen. Angesichts dem, was er zuvor geleistet hat, kann dies nichts gutes bedeuten.
Am Ende der Folge bleibt eine verwundete Sternenflottenakademie zurück, derweil das Kriegscollege große Opfer beklagen muss. Alle Beteiligten mussten eine bittere Lektion lernen und als Zuschauer feiert man dies. Denn das Ergebnis ist eine weitere, großartige und intensive Folge.
Info
Regie: Larry Teng
Drehbuch: Kenneth Lin & Kiley Rossetter
Showrunner: Alex Kurtzman, Noga Landau
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