Review: Star Trek TNG 88 – Beweise

Lesezeit circa: 4 Minuten

Die Enterprise durchfliegt ein Wurmloch. Doch der Crew fallen Ungereimtheiten auf.

Beweise – Clues
Staffel 4 – Folge 14

Inhalt

Nachdem die Enterprise scheinbar ein Wurmloch durchflogen hat, fallen sämtliche Besatzungsmitglieder bis auf Data in Ohnmacht. Als sie wieder erwachen, teilt der ihnen mit, dass sie nur für dreißig Sekunden außer Gefecht waren. Offensichtlich hatte die Passage durch das Wurmloch einen negativen Effekt auf das Nervensystem der Crew. Doch nach und nach mehren sich die Anzeichen, dass an dieser Geschichte etwas nicht stimmt, und ihnen allen in Wahrheit 24 Stunden „fehlen“: Sie sind einen Tag lang bei Bewusstsein gewesen, doch sie können sich nicht mehr daran erinnern, was an diesem Tag geschah. Und Data bleibt bei seiner Aussage, dass seine Kameraden nur dreißig Sekunden lang bewusstlos waren. Captain Picard sieht sich daher mit der Möglichkeit konfrontiert, dass der Androide, zum ersten Mal seit er ihn kennt, nicht ehrlich zu ihm ist …

Fazit

Wieder einmal haben wir es hier mit einer Episode zu tun, bei der die Crew der Enterprise und auch wir Zuschauer vor ein Rätsel gestellt werden. Der Teaser macht neugierig auf den Fortgang der Story, als wir sehen, wie die gesamte Brückencrew bewusstlos zusammenbricht. Als sich die Hinweise darauf mehren, dass der Crew ein kompletter Tag abhanden gekommen ist, beginnen wir uns zu fragen, was mit Data nicht stimmt, der eigentlich genau wissen müsste, was passiert ist. Sein ganzes Verhalten in dieser Folge ist absolut atypisch, man fragt sich, was und aus welchem Grund er seinen Freunden etwas verheimlicht.

Beweise

Doch leider ist die letztendliche Auflösung des Rätsels alles andere als überzeugend: Wir erfahren, dass das vermeintliche Wurmloch nur eine Schöpfung äußerst zurückgezogen lebender Wesen namens Paxanern ist, die ihre Existenz um jeden Preis verheimlichen wollen. Wann immer ein Schiff durch ihr künstlich erschaffenes Wurmloch fliegt, setzten sie dessen Crew außer Gefecht und löschen ihr Kurzzeitgedächtnis. Doch im Fall der Enterprise gab es ein Problem, da sie Datas Gedächtnis nicht zu löschen vermochten. Nachdem Captain Picard die Paxaner dazu überredet hat, auch die Erinnerungen ihrer Begegnung mit der Enterprise ein weiteres Mal zu tilgen, damit ihre Existenz auch weiterhin geheim bleibt, ergibt sich jedoch ein echtes Plot Hole: Sobald die Enterprise eine Sternenbasis oder einen anderen Planeten erreicht, müsste der Besatzung doch eigentlich wieder auffallen, dass ihnen diesmal sogar zwei Tage fehlen, da die Uhren des Schiffes ja mit denen der restlichen Galaxis nicht mehr übereinstimmen. Dieser doch recht gewaltige Logikfehler trübt den ansonsten durchaus positiven Gesamteindruck der Folge stark. Nachdem sie in den ersten beiden Akten viel Spannung aufbaut ist die unplausible Auflösung nur umso enttäuschender.

Doch schlecht ist die Folge deshalb noch lange nicht. Dadurch, dass sie langsam ein Mysterium aufbaut, erzeugt sie eine große atmosphärische Dichte. Auch Datas ungewöhnliches Verhalten fesselt den Zuschauer. Und obwohl die Folge – wie bei solchen Geschichten üblich – auch keine tiefe Botschaft vermittelt, bietet sie doch gute Unterhaltung auf gewohnten Star Trek-Niveau.

Wenn man großzügig über die Mängel am Ende der Episode hinwegsieht, bekommt man eine spannende und auch originelle Geschichte serviert.

Nebenbei bemerkt: Der Auftakt der Folge, in dem Captain Picard mal wieder ein Abenteuer als Privatschnüffler Dixon Hill auf dem Holodeck erlebt, bildet eine interessante Zusammenfassung ihrer Kernaussage, dass wir Menschen, wann immer wir auf ein Rätsel stoßen, den unwiderstehlichen Drang verspüren, es lösen zu müssen.


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