The Defenders kommen zusammen, um New York zu schützen.

Wenn sich eine kürzere Staffellänge als Vorteil erweist

Luke Cage (Mike Colter), Jessica Jones (Krysten Ritter) und Matt Murdock (Charlie Cox) machen sich auf den Weg in den Untergrund. Dort wollen sie die Hand stellen, derweil Claire Temple (Rosario Dawson) und Colleen Wing (Jessica Henwick) im Gebäude über ihnen die Bomben legen. Sie wissen, dass dies eine Mission ohne Wiederkehr sein kann, denn die Zeit hängt ihnen im Nacken.

Doch im Untergrund werden sie bereits von der Hand unter der Führung des Black Skys aka Elektra Natchios (Élodie Yung) erwartet. Als dann Danny Rand (Finn Jones) zu ihnen stößt, wird klar, dass ein Kampf unausweichlich ist. Die Konsequenzen der Auseinandersetzung könnten allerdings erheblich sein.

The Defenders ist Finale der gleichnamigen Miniserie. Kaum zu glauben, dass sie nach acht Folgen vorbei ist, wenn die vorherigen Serien immer 13 Episoden hatten. Doch es erweist sich, dass diese im Vergleich geringere Laufzeit für die Reihe deutlich von Vorteil war, da sie so weniger Gefahr lief, dass sie den Fokus verlieren würde.

Auch die Nebenfiguren erhalten Geltung

Dabei zeigt sich hier auch der Vorteil einer Serie. Denn während der Avengers“-Film ein Actionspektakel war, der die Folgen der Ereignisse in die Folgefilme des MCUs verbannte, wird hier ein erheblicher Anteil der Episodenlaufzeit darauf verwendet, dass dem Zuschauer gezeigt wird, wie die jeweiligen Figuren mit den Geschehnissen umgehen. Denn am Ende bleibt kein Charakter verschont, für jeden Protagonisten hat alles, was passiert ist, Konsequenzen.

The Defenders ist dabei nicht nur Höhepunkt und Abschluss der gleichnamigen Serie. Es ist ebenso Höhepunkt und Abschluss aller Serien und Staffeln des bisherigen Serien-MCUs, die vorher damals auf Netflix liefen. Was man daran merkt, dass hier in der Folge auch viel Wert daraufgelegt wird, dass die Nebenfiguren, die in dieser Reihe sonst keine große Rolle spielten, ihre Auftritte haben. Und so sieht man, wie Karen Page recherchiert und Trish Walker sich mit ihr unterhält. Oder wie Foggy Nelson am Ende Luke Cage und Claire Temple als Anwalt unterstützt.

Doch hauptsächlich dreht sich hier natürlich alles um den Kampf der Helden gegen die Hand, sowohl unter, wie auch über dem Boden. Es geht hier hoch her und es gibt durchaus Situationen, wo die Hand im Vorteil ist. So versucht Madame Gao einen Moment auszunutzen, wo Danny Rand alleine ist, um ihn mit ihren Worten davon zu überzeugen, ihrer Organisation beizutreten und die Unsterblichkeit zu erlangen. Doch natürlich hört die Iron Fist nicht darauf, womit sie jedoch schon gerechnet hat.

Die Show gestohlen

Es sind solche Augenblicke, wo sich in The Defenders zeigt, dass auch die Gegenseite gute Momente kriegt. Wobei gefühlt vor allem Madame Gao allen die Show stiehlt, mit ihrer ruhigen und augenscheinlich gebrechlichen Art und Weise. Die sie jedoch in der Sekunde, wo es ernst wird, fallen lässt und fleißig mitmischt. Doch auch Batoto und Elektra erhalten ihre Momente.

Wobei ausgerechnet letztgenannte in der Folge nicht ganz so gut zur Geltung kommt. Sie hat zwar exzellente Szenen, wo sie mit Matt Murdock alleine ist. Doch zuvor hat man das Gefühl, dass sie zu Gunsten der anderen zur Seite tritt. Auch wirkt sie als Anführerin der Hand längst nicht so charismatisch wie Sigourney Weavers Alexandra. Was aber kein Wunder ist, da die Schauspielerin in all ihren Auftritten in der Serie gefühlt alle in die Tasche steckte.

Dennoch bemüht sich The Defenders, dass der Black Sky und damit auch Elektra einen würdigen Abschluss erhalten. Was ihnen gelingt, auf eine höchstdramatische Art und Weise. Womit das eben genannte Manko teilweise ausgeglichen wird.

Am Ende ist das ein würdiger Abschluss. Bei dem am Ende jedoch auch die Zukunft vorbereitet wird. Jede der Charaktere hat sich geändert. Womit sich nur die Frage stellt, mit was sich dieses Serien-MCU, dass einst auf Netflix lief, als nächstes beschäftigen wird?

Infos:

Drehbuch: Lauren Schmidt Hissrich & Marco Ramirez
Showrunner: Marco Ramirez
Regie: Farren Blackburn

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Götz Piesbergen
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