So manches an dieser Folge wird forciert, was sich entsprechend auch auf den Gesamteindruck auswirkt.
Auf zu neuen Missionen
Der Botaniker Praxideke Meng (Terry Chen), auch Prax gerufen, und weitere Flüchtlinge von Ganymed sind auf einem Frachter eingepfercht. Er trauert um seine Tochter Mei (Leah Jung), von der er meint, dass sie starb, als die Spiegel runterfielen. Doch dann muss er mit ansehen, wie diejenigen der Flüchtlinge, die aus den inneren Welten kommen, von den anderen getrennt und durch eine Luftschleuse hinausgestoßen werden. Er selbst kommt mit diesen auf Tycho an.
Wo die Lage am Eskalieren ist. Dawes (Jared Harris) schickt einen vergifteten Abschiedsgruß an Fred Johnson (Chad L. Coleman) ab, der einige der Gürtler, die mit auf der Station sind, zu einer Rebellion animieren. Die am Ende nur durch die Crew der Rosinante aufgehalten werden kann, die unterdessen Prax ausfindig gemacht haben und durch ihn eine Spur zu einem weiteren Protomolekül finden wollen.
Scheiterhaufen ist über weite Teile eine starke Folge, die sehr daran arbeitet, die diversen Figuren weiterzuentwickeln. Um dann am Ende einen Cut zu machen und die Rosinante auf eine neue Mission zu schicken. Doch bis dahin muss natürlich noch einiges geschehen.
Verrat und seine Auswirkungen
Man hat es hier vorwiegend mit zwei starken Plots zu tun. Der eine ist der, in dem man die Erlebnisse von Prax miterlebt. Der andere fokussiert sich auf die Auswirkungen von Dawes Verrat.
Im Vergleich ist die Handlung um Prax dabei am stärksten. Einfach, weil es hier emotional am heftigsten zugeht. Man hat zum einen der Flüchtling, der seine Tochter vermisst und um sie trauert. Nur um dann kurze Zeit später mitzukriegen, wie eine enge Vertraute von ihm durch die Luftschleuse geschickt wird, weil sie aus den inneren Welten kommt. Um anschließend, als er die Tat auf Tycho meldet, nicht weiterzukommen, weil er keine Infos über den Schiffsnamen oder Schiffsoffiziere hat. Im Prinzip ist er, als er von James und Naomi gefunden wird, am Ende.
Weshalb die Entdeckung, dass seine Tochter doch noch am Leben sein könnte, für ihn der Hoffnungsschimmer ist. Hierdurch wird er elegant in den Plot um das Protomolekül angebunden, von dem man ja inzwischen weiß, dass es davon im Sonnensystem Reste gibt. Obwohl Fred Johnson ja angeblich alles vernichtet hat.
Das geht etwas sehr schnell
Das ist dann der andere Plot, der diese Folge bestimmt. Denn Fred Johnson hat diesbezüglich gelogen, wie Anderson Dawsen herausgefunden hat. Und der dies weidlich ausnutzt, um die Position Johnsons zu unterminieren. Was anschließend zu der Rebellion führt, bei der die Rebellen die Atomraketen auf die Erde abfeuern wollen. Damit allerdings nicht so einfach weiterkommen.
Dies führt dann auch zu einem Schwachpunkt der Folge. Im Prinzip kriegt die Crew der Rosinante davon Wind und beschließt, aktiv zu werden. In dem sie dem Raum, in dem die Rebellen und ihre Geiseln sind, den Sauerstoff abdrehen.
Nur dass dies gefühlt sehr schnell passiert. Quasi von jetzt auf gleich kollabieren die Leute im Raum, so als ob der Sauerstoff schneller verbraucht ist, als man es sehen kann. Und das wirkt wenig glaubwürdig.
Das schadet
Auch die Handlung um Alex Kamal und Amos Burton wirkt forciert. Es ist zwar löblich, dass die Serie versucht, die Figuren auszubauen, was ja in den Romanen erst sehr viel später geschieht. Aber es wirkt einfach nicht wirklich glaubwürdig und schadet mehr, als dass es nützt, da die Charaktere so an Glaubwürdigkeit verlieren.
Trotzdem ist dies eine gute und unterhaltsame Folge.
Informationen
Regie: Kenneth Fink
Drehbuch: Robin Veith
Showrunner: Mark Fergus, Hawk Ostby, Naren Shankar
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