Manchmal sind Dinge nicht so, wie man sie erwarten würde. David Eliot kann das gut bestätigen.

Der letzte Teil
David Eliot steht so kurz davor. So kurz davor, den ersten Platz auf der Rangliste der Meisterzauberer zu erreichen. Wäre da nicht Vincent King, sein größter Rivale und ihm dicht auf den Fersen.
Zunächst scheint es so, als ob David einen unerreichbaren Vorsprung hat. Doch dann geschehen lauter merkwürdige Ereignisse, die am Ende dafür sorgen, dass der Vorsprung immer weiter schmilzt. Dass das nicht mit rechten Dingen zu gehen kann, ist David schon klar. Doch ist Vincent wirklich derjenige, der für all dies verantwortlich ist?
Mit Der Verfluchte Gral liegt die zweite und leider ebenfalls letzte Adaption der David Eliot-Reihe vor. Die letzte auch deswegen, weil Anthony Hororwitz, der die Vorlage geschrieben hatte, auf Grund des Erfolgs von Harry Potter darauf verzichtete, die Serie weiter fortzuführen. Weshalb die Geschichte relativ offen endet.
Die Freunde fehlen
Nicht offen ist die Frage nach dem Kreativteam. Erneut sind Maxe L’Hermenier als Autor und Clément Lefèvre für die Illustrationen zuständig. Daran hat sich also nichts geändert.
Beiden gelingt es, eine packende und spannende Geschichte zu inszenieren. Das Interesse von David, erster zu werden, passt, wenn man bedenkt, dass seit dem letzten Band ein Jahr vergangen ist. Und in dieser Zeit hat sich vieles getan. So ist Jeffrey, einer der besten Freunden von Eliot, bei einem Chemieunterricht gestorben und besucht jetzt als Geist immer wieder seine Freunde.
Allerdings muss man das auch bemängeln. Dass nämlich die besten Freunde von David aus dem letzten Band dieses Mal kaum eine Rolle spielen. Jeffrey ist wie gesagt tot und Jill Green taucht zwar auf. Trägt jedoch nur wenig zum aktuellen Geschehen bei.
Eine gute Auflösung
Doch davon abgesehen, hat man es mit einer spannenden Story zu tun. Einer, in der von Anfang an klar wird, dass hier einiges auf dem Spiel steht. Wenn man sieht, wie eine Gruppe von Individuen, bei denen es sich anscheinend um Vertreter der mächtigsten Gruppen Englands handelt, versammeln um den Untergang von Groosham Grange zu planen. Und man sich fragt, was genau sie vorhaben?
Diese Frage beschäftigt einen immer mehr im Fortlauf der Geschichte. Auch wenn sie zunächst nichts mit dem Wettbewerb zu tun hat, an dem David und Vincent teilnehmen. Doch als sich die mysteriösen Fehler häufen, ahnt man schon, dass die Verschwörer wohl direkt oder indirekt ihre Finger im Spiel haben.
Ohne zu viel zu verraten, aber die Auflösung dieses Rätsels ist gut gelungen. Sie kommt aus dem Nichts, wirkt allerdings auch nicht so, wie aus dem Hut gezaubert. Weil im Nachhinein viele der Ereignisse gut erklärt werden.
Es sieht besser aus
Und so gibt es jede Menge spannende Momente. Momente, in denen David zeigt, dass er nicht auf den Kopf gefallen ist. Und Momente, in denen er zeigt, was er alles in dem Jahr schon gelernt hat.
Im Vergleich zum ersten Band haben sich auch die Illustrationen von Clément Lefèvre verbessert. Sein Stil ist etwas cartooniger geworden, wobei er für die Antagonisten von Beginn des Albums einen sehr karikaturenhaften Stil wählt. Die Farbwahl ist sehr schön geworden und man hat das Gefühl, er hat sich dieses Mal die Zeit besser eingeteilt.
Schade nur, dass dies der letzte Band ist. Man möchte doch zu sehr wissen, wie die Geschichte weitergeht.
Autoren: Maxe L’Hermenier
Zeichner: Clément Lefèvre
Verlag: Splitter
Sonstige Informationen: Produktseite
Lust, in unserem Team mitzumischen? Dann schaut doch mal auf unsere MITMACHEN Seite.
Warpskala
Warpskala- James Bond 007 – Liebesgrüße aus Moskau (1963) - 29. April 2026
- Tarzan der Gewaltige (1960) - 28. April 2026
- David Eliot – 02 – Der Verfluchte Gral - 27. April 2026

