[Perry Rhodan NEO 2] Utopie Terrania

Lesezeit circa: 3 Minuten

Das Jahr 2036: Perry Rhodan und die Astronauten der STARDUST sind in der Wüste Gobi gelandet.

Utopie Terrania
© Pabel-Moewig Verlag KG

Titel: Utopie Terrania
Autor: Christian Montillon
Titelbild: Dirk Schulz / Horst Gotta
Erschienen: 14.10.2011

Zur Handlung in Utopie Terrania

Die Stardust wird von chinesischen Militärkräften umstellt. General Bai Jun übernimmt das Kommando. Der Energieschild um die Stardust schützt Perry Rhodan und seine Leute, doch können sie sonst weiter wenig ausrichten, sind quasi Gefangene. Clark G. Flipper sabotiert den Energieschild, um zu fliehen, und nach seiner Freundin zu suchen, die im Himalaya verschollen sein soll. Perry Rhodan kann die größte Katastrophe noch verhindern.

Thora greift ein und zeigt mit einem Beiboot der AETRON, was sie alles kann und lehrt den Chinesen ein gewisses Maß an Respekt.

Derweil befindet sich Allan D. Merchant weiter auf der Flucht. Er wird von Homer G. Adams gefunden und gerettet. Adams ist der reichste Mensch der Welt und sucht Mutanten.

Gegen Ende ruft Perry Rhodan die Völker der Erde auf, zu ihm in die Gobi zu kommen. Er stellt seine Vision einer geeinten Menschheit mit einer Stadt in der Gobi als Hauptstadt vor. Seine Utopie Terrania…

Gedanken zu Utopie Terrania

Man kann der NEO-Serie viele Vorwürfe machen. Zum Beispiel, dass sie gute Ideen der Originalhefte unter den Tisch fallen lässt. Was man ihr nicht vorwerfen kann: Mangelnde Spannung. Zumindest in Utopie Terrania. Die Charaktere der Protagonisten werden ausreichend beleuchtet und entwickelt. Ihre Motivationen und Handlungen werden so auch für spätere Hefte nachvollziehbarer.

Auch schön, dass Perry Rhodan hier nicht gleich mit arkonidischen Technik-Gadgets im Grunde sofort die Oberhand hat. Sicher, der Energieschirm schützt ihn. Gleichzeitig aber wird die Gobi so zum Gefängnis für ihn und seine Handvoll Leute.

Glaubhaft wirkt die immer wieder eingestreute Reaktion der Welt auf Perrys Alleingang und die Entdeckung der Arkoniden. Es kommt zu Aufruhr, zu Selbstmorden, kurz, zu zivilem Chaos. Das dürfte wohl in unserer Welt nicht unähnlich sein. Der Weg in eine neue Zukunft, die so nicht auf dem Plan stand, ist immer schmerzhaft.

Ein Hauch Kritik

Vielleicht ist aber auch dieser gesteigerte Realismus einer der wenigen Kritikpunkte, die ich NEO gegenüber gut gelten lassen kann. Wirtschaftschaos, Klimakatastrophe, in NEO sind diese Dinge noch deutlicher sichtbar als heute bei uns. Aber sie sind sehr glaubhaft als Entwicklung, auch bei uns. Und man möchte doch der Realität eigentlich beim Lesen entfliehen. Ich zumindest. Wenn sich dann ob der geschilderten Welt ein Stück Beklemmung beim Leser breit macht, dann ist das nicht immer positiv. Das tut dem guten Heft aber dennoch keinen Abbruch, es sei nur angemerkt.

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Mario Staas
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