Jack Thompson kehrt in dieser Episode zurück, nur um sich wieder als Arschloch zu präsentieren.
Die Rückkehr des Arschlochs
Jack Thompson (Chad Michael Murray) kommt nach L.A., um Agent Carter und Sousa einzunorden. Er tut dies auf Geheiß seines Mentors Vernon Masters (Kurtwood Smith), der, ohne dass der Agent es weiß, für den Rat der Neun arbeitet. Die Warnungen seiner Untergebenen ignoriert er und tut genau das, was die Gegenseite möchte.
Peggy Carter (Hayley Atwell) beschließt deshalb, auf eigene Faust zu handeln. Sie holt die Hilfe von Howard Stark (Dominic Cooper), der ihr dann auch gleich tatkräftig unter die Arme greift. Er schafft es unter anderem Jason Wilkes (Reggie Austin) wieder sichtbar zu machen oder ihr eine Möglichkeit zu verschaffen, den Club zu verwanzen, in dem der Rat der Neun agiert. Doch das reicht noch nicht aus, um die Beweise zu liefern, um Jack Thompson zu überzeugen.
Anscheinend muss den Machern der Serie nach nur einer Episode klar gewesen sein, dass das aktuelle Setting so nicht funktioniert. Denn dass Peggy Carter in der neuen Umgebung sich nicht beweisen musste, zog Nullmaterie ein wenig den Zahn. Weshalb sie jetzt ihren Vorgesetzten Jack Thompson nach LA brachten, damit sie wieder jemanden bei der Arbeit hat, der sie auf Grund ihres Geschlechts nicht vollständig respektiert.
Nicht völlig antagonistisch
Das Ergebnis ist Der Arena Club. Und zum Glück macht die Serie jetzt nicht den Fehler, Jack Thompson komplett antagonistisch darzustellen. Im Gegenteil: Im Verlaufe der Folge werden immer mehr Hinweise fallengelassen, die darauf hindeuten, dass ein Umdenken stattfindet. Dass er anfängt, den Warnungen von Peggy Carter und Jack Sousa Glauben zu schenken. Es ist eine kleine, aber feine Aufbrechung seines Charakters, die ausreicht, um zu verhindern, dass er vollständig wie ein Arschloch wirkt. Dass man merkt, dass sich seine Figur etwas weiterentwickelt hat. Was ja in der ersten Folge der aktuellen Season noch nicht der Fall war.
Auch ist es schön, dass Howard Stark wieder da ist. Seine Präsenz ist eine deutlichere Belebung der Atmosphäre. Seine Exzentrik aber ebenfalls sein unbedingter Wille unter anderem Jason Wilkes zu helfen, sind klar Highlights der Episode. Weshalb es schade ist, dass er die Serie wohl in einer der nächsten Folgen vorerst wieder verlässt.
Es ist positiv, dass Agent Carter Jason Wilkes wieder zurückbringt. Sein Ableben war eine Schande, da die Figur viel Potenzial hatte, vor allem, was seine Beziehung zu Peggy anging. Dass er jetzt gewissermaßen gehandicapt ist, da er sich noch nicht vollständig materialisiert hat, macht ihn noch interessanter. Es dürfte spannend werden, wie sich sein neuer Status auf die Handlung auswirkt.
Jarvis muss sich weiterentwickeln
Doch auch die Gegenseite macht Fortschritte. Allen voran Whitney Frost durchläuft eine dramatische Entwicklung. Eine die klar macht, dass die Ereignisse des Finales der letzten Folge auf sie ebenfalls Auswirkungen hatte.
Derweil ihr Mann Calwin Chadwick die ganze Zeit eher passiv bleibt. Er bestimmt nicht, er reagiert. Und hat damit auch Erfolg, weil der Rat der neun seinen Kontrahenten im Rennen um den Senatsposten durch eine Schmutz-Kampagne aus dem selbigen nimmt. Er setzt also so gesehen auf das richtige Pferd, ist mit seiner Methode erfolgreich.
Wer bis hierhin gelesen hat, dem dürfte auffallen, dass ich nahezu alle Figuren genannt habe, bis auf Peggy, Jarvis und Sousa. Bei Jarvis liegt dies daran, dass er als Diener immer noch als eine Art besserer Comedy Relief dient. Bei ihm muss allerdings dringend was geschehen, damit der Charakter auf Dauer nicht eindimensional wirkt. Die passenden Zutaten sind schon vorhanden, wie beispielsweise die Präsenz seiner Ehefrau.
Ein unnötiges Liebesdreieck
Das große Problem ist die Darstellung von Peggy Carter. Über weite Teile der Folge ist sie die Alte. Aber dann gibt es auch Momente, wo sie zu passiv wirkt, wo sie John Wilkes quasi anhimmelt. Derweil man bei Sousa, ihrem Vorgesetzten merkt, dass er in sie verliebt ist. Es entwickelt sich also ein äußerst unnötiges und nicht gut umgesetztes Liebesdreieck.
Über weite Teile ist dies eine große Folge. Nur muss bei Peggy und Jarvis dringend was geschehen.
Info
Drehbuch: Jose Molina
Showrunner: Tara Butters, Michele Fazekas & Chris Dingess
Regie: David Platt
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