Es gehört schon einiges dazu, das Dottie Underwood deutliche Furcht ausdrückt.
Das wahre Monster
Whitney Frost (Wynn Everett) hat die Macht im Rat der neun übernommen. Sie kontrolliert alle Tätigkeiten und bestimmt, was geschieht. Und sie ist zu allem bereit. Als beispielsweise Vernon Masters (Kurtwood Smith) bei seinem Verhör von Dottie Underwood (Bridget Regan)nicht weiterkommt, übernimmt sie kurzerhand und setzt ihre Fähigkeiten ein. Mit der Konsequenz, dass die eigentlich so abgebrühte russische Spionin auf ein Mal entsetzliche Furcht empfindet und bereit ist zu reden.
Derweil gelingt es Jason Wilkes (Reggie Austin), eine Apparatur zu bauen, mit der er seine physische Form wieder herstellen kann. Dies allerdings nur für kurze Zeit und auch nicht außerhalb des Apparats. Weshalb Peggy (Hayley Atwell) und Jarvis (James D’Arcy) aufbrechen, um mehr Nullmaterie zu besorgen. Doch tappen sie damit in eine Falle.
Bislang hat man Dottie Underwood als eine leicht verrückte und gleichzeitig ebenfalls eiskalte Frau kennengelernt. Als jemand, den man besser nicht unterschätzen sollte. Das zeigt auch diese Folge, als sie die Folter von Vernon Masters problemlos übersteht. Nur um dann, als Whitney Frost ihre Fähigkeiten an ihr einsetzt, Angst zu kriegen und auszusagen. Womit klar ist, dass diese das wahre Monster ist.
Eine eiskalte Frau
Das zeigt sich in dieser Folge wiederholt. Immer wieder sieht man, wie sie eiskalt und berechnend vorgeht. Wie sie ihre Leute wie Schachfiguren hin- und herbewegt, Befehle gibt und am Ende sogar billigend in Kauf nimmt, das Unschuldige schwer verletzt werden. Es ist damit klar, dass es ihr nur auf eins ankommt: Auf ihre eigene Macht, die sie um jeden Preis vergrößern will.
Man kriegt bei ihr eine Gänsehaut. Einfach, weil sie eine so gelungene Gegenspielerin ist. Und man hat das Gefühl, dass sie jetzt langsam auf dem Höhepunkt ihrer Macht ist. Nun ist niemand da, der sie kontrollieren kann. Im Gegenteil: Sie selber kontrolliert alles. Sogar, was die Presse über sie schreibt, weil sie der die trauernde Ehefrau vorgaukelt. Nur Peggy und Jarvis wissen die Wahrheit. Und sind am Ende doch hilflos.
Mit der Eiseskälte ist Whitney Frost allerdings nicht alleine. Sie hat sich mit Leuten umgeben, die genauso wie sie ticken. Die bereit sind, skrupellos zu agieren, nur um ans Ziel zu kommen.
Läuft
Vernon Masters ist so jemand. Schon zuvor hat man ja gesehen, dass er für die Ziele des Rats der neun bereit ist, alles zu tun, inklusive Ermittlungen der SSR gezielt auszubremsen. Zwar zeigt er eine gewisse Übelkeit, wenn er die Nullmaterienarben auf Whitney Frosts Kopf sieht. Doch ansonsten arbeitet er für sie bedingungslos und sorgt unter anderem dafür, dass Sousa in seinem eigenen zu Hause überfallen wird, so das Masters selbst die Leitung der kalifornischen SSR-Abteilung übernehmen kann. Und dann hat er die Chuzpe, Sousa, als er angeschlagen wieder zum Dienst erscheint, mit guten Genesungswünschen nach Hause zu schicken.
Es läuft also für die Gegenseite. Dank Whitney Frost scheinen sie von Erfolg zu Erfolg zu laufen. Wodurch natürlich die Heldenseite deutlich ins Nachtreffen gelangt und in dieser Folge Treffer um Treffer hinnehmen muss.
Dazu zählt, dass Peggy und Jarvis gefangen genommen werden. Das Whitney Frost Jason Wilkes trifft und ihn entführen lässt. Und das Jarvis Ehefrau Ana von Frost angeschossen wird und ins Krankenhaus muss.
Es ist eine spannende Folge. Vielleicht sogar die beste der aktuellen Season. Weil hier der Soapfaktor auf ein Minimum reduziert wird und die Ereignisse sich förmlich überschlagen. Es dürfte interessant werden, ob und wie es Peggy und ihren Verbündeten gelingt, sich aus der unterlegenen Position, in der sie sich aktuell befinden, wieder herauszuarbeiten. Aber das wird man in den noch verbleibenden drei Folgen sicherlich erfahren.
Info
Drehbuch: Brandon Easton
Showrunner: Tara Butters, Michele Fazekas & Chris Dingess
Regie: Metin Hüseyin
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