Nach der starken Auftaktfolge sackt diese Episode im Vergleich deutlich ab.
Die Begeisterung ist weg
Rodan greift an, doch Gorō (Keith Silverstein) attackiert das Monster mit Jet Jaguar. Während des Kampfes wird der Roboter ziemlich mitgenommen, so sehr, dass Yun (Johnny Yong Bosch) die Maschine sogar zwischendrin Neustarten muss und derweil den Flugsaurier ablenkt. Kurz ehe jedoch das Duell weitergehen kann, fliegt das Ungeheuer davon, nur um dann tot am Boden zu landen.
Die Öffentlichkeit rätselt über das Wesen. Später stellt sich heraus, dass es noch ein zweites Exemplar gab, das tot angespült wurde. Und derweil alle versuchen, mit diesen Entwicklungen fertig zu werden, veröffentlicht Pelops II (Cassandra Lee Morris) Meis (Erika Harlacher) Notizen über außerdimensionale Lebensformen. Was ihr eine Einladung zu einem Gespräch mit Professor Li einbringt.
Die erste Folge von Godzilla Singular Point war großartig. Es machte Spaß, sie zu sehen. Weshalb ich auch frohen Mutes war, als ich mir Ein monströser Sommer anschaute. Nur um dann nach dem Abspann konsterniert festzustellen, dass ich dieses Mal keine Begeisterung verspürte.
Starker Beginn und Ende
Dabei hat die Episode starke Momente. Der Anfangskampf zwischen Jet Jaguar und Rodan ist spektakulär geworden. Und die Endszene, in der man eine enorm angewachsene Bedrohung sieht, sorgt dafür, dass man dann doch gespannt ist, wie es weitergeht.
Aber alles, was dazwischenkommt, ist nicht so gut geworden. Im Prinzip fühlt sich hier vieles wie eine Übergangsfolge an. Dass hier am Ende vieles vorbereitet wird, was dann in den nächsten Episoden aufgegriffen wird. Was auf Kosten der Charakterisierungen und Spannung geht.
Der größte Nervfaktor sind alle Szenen, in denen Mei und Pelops II auftaucht. Auch wenn die Serie zu einer Zeit herauskam, als die aktuelle KI-Entwicklung noch nicht einmal ansatzweise abzusehen war, wirkt hier vieles schon fast prophetisch. Denn die Protagonistin verlässt sich bei vielem auf die KI und lässt ihr sehr einiges an Freiraum. Was dann dazu führt, dass diese sie vor vollendete Tatsachen stellt und ohne zu Fragen ihre Notizen zusammenfasst, ihren eigenen Namen mit hinzufügt und anschließend veröffentlicht.
Sehr passiv
Es lässt Mei in keinem besonders guten Licht dastehen, dass sie dies einfach so hinnimmt, mit, wenn überhaupt, nur leisem Protest. Sie wirkt dadurch passiv und als jemand, der am Ende bereit ist, seine eigene Intelligenz, sein eigenes Denken auszulagern. Was dann doch sehr enttäuschend ist und Parallelen zu einer aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung aufweist.
Die Reaktionen der Öffentlichkeit werden in aller Ausführlichkeit und Bandbreite dargestellt. Was zwar einerseits interessant ist. Aber andererseits einem schon sehr bald auf die Nerven geht.
Und die Szenen, in denen die Otaki Factory und ihre Mitarbeiter auftauchen, wirken ebenfalls beliebig. Das große Problem hier ist auch, dass die Figuren sich nur rudimentär weiterentwickeln. Dass ihre Persönlichkeiten gefühlt auf der Stelle treten, was schade ist.
Die Anspielung kenne ich doch?
Aber andererseits gibt es dann auch einige wenige gute Momente. Wie etwa, als man mitkriegt, wie Rodan hier zu seinem Namen kommt. Oder als man von einer Art Prophezeiung hört, die von rotem Wasser spricht und einen Namen fallen lässt, der bekannt vorkommt.
Außerdem gibt es auch wieder einige Eastereggs. Vor allem der Abspann ist mit diesen gespickt, da bestimmte Szenen aus früheren Godzilla-Filmen erneut aufgegriffen und aus einem anderen Blickwinkel gezeigt werden. Das macht dann wiederum Spaß.
Aber ansonsten ist diese Episode enttäuschend. Hoffen wir, dass die kommenden Folgen besser sein werden.
Info
Regie: Daisuke Tsukushi, Takuma Suzuki
Drehbuch: Toh EnJoe
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