In der gefühlt ersten normalen Episode steht etwas mehr der Klamauk im Vordergrund.
Es fühlt sich normal an
Die Gesichtslosen stehlen Getreide aus der Stadt. Doch Jae (Major Curda) und seine Leute versuchen, sie aufzuhalten. Was ihnen nicht ganz gelingt, da sie fliehen können.
Einige Zeit später wird dem Luftbändiger die Verantwortung übertragen, auf die beiden Avatar aufzupassen. Wo sich schon bald herausstellt, dass Uki (Kimberly Woods), die Feuerbändigerin aus Jaes Gruppe, anscheinend etwas über das Schlaflied weiß, dass Pavi (Saheli Khan) aus ihrer Erinnerung her kennt. Doch Uki ist nicht zum Dienst erschienen, weshalb das Trio versucht, sie zu finden. Was allerdings nicht so einfach ist.
Nachdem die ersten drei Folgen von Avatar – Die Sieben Häfen jede Menge Sachen eingeführt haben, ist Die Gesichtslosen die erste Episode, die sich normal anfühlt. Auch wenn hier natürlich immer noch einiges geschieht und weitere neue Konzepte vorgestellt werden. Was dann ebenfalls Elemente sind, die für kommende Folgen wichtig werden.
Herrlichstes Chaos
Aber zum ersten Mal sind die eingeführten Sachen nicht so weltbewegend wie noch zuvor. Man lernt einen neuen Antagonisten kennen, derweil sich die Handlung überwiegend auf Jae fokussiert, wie er versucht, mit den beiden Avataren Uki aufzuspüren. Was sehr chaotisch abläuft.
Denn einmal mehr merkt man, wie unterschiedlich die beiden Schwestern sind. Und gleichzeitig doch noch so jung. So hat Pavi jede Menge merkwürdige Angewohnheiten und beispielsweise keine Scheu, Krümel von abgelegter Kleidung zu lecken, um so herauszufinden, woher diese kommen. Derweil Nishas erste Lösungsansatz Gewalt ist und erst dann nachzudenken.
Es wirkt schon fast herzergreifend, wie sehr Jae dabei versucht, den beiden energiegeladenen Zwillingen Herr zu werden. Und damit im Prinzip regelmäßig scheitert, weil sie ihm nicht so wirklich gehorchen, sondern ihren eigenen Kopf haben. Was allerdings nicht heißt, dass er inkompetent ist. Im Gegenteil: Vor allem am Ende der Episode sieht man, was er kann, als er sich zeitweise gegen zwei Gesichtslose zur Wehr setzen kann. Oder als er versucht, die entführte Uki zu retten. Das zeigt, dass die Wahl, ihn als Mentor der Avatare auszuwählen, durchaus richtig war. Nur alleine ist eben schwer.
Rätsel bleiben offen
Die Gesichtslosen sind eine Gruppe von Bändigern, die die Stadt bestehlen. Sie scheinen aus der Wüste zu kommen und sind beim Bändigen ernst zu nehmende Gegner. Gesichtslos heißen sie deshalb, weil sie ihre wahren Gesichter hinter Masken verstecken. Was natürlich zu der Frage führt, wieso sie dies tun? Was ist ihr Geheimnis? Sie sind skrupellos genug, um wichtiges Eigentum der Stadt zu entführen. Aber sie gehen bei ihren Raubzügen nicht über Leichen, sondern versuchen heimlich zu agieren. Vermutlich, um so nicht von den Wachen erwischt zu werden.
Das Rätsel, woher Uki das Lied kennt, bleibt natürlich in dieser Folge ungelöst. Es wird vermutlich in einer der nächsten Episoden aufgegriffen. Es wäre außerdem zu schön gewesen, wenn es in dieser Hinsicht jetzt bereits einen massiven Handlungsfortschritt zu vermelden gegeben hätte. Aber es ist ein Ansatz, der viel Potenzial bietet.
Im Prinzip ist dies eine nette Folge. Mit jeder Menge Humor, allerdings auch spannenden Momenten, sowie einigen Fragen mehr, die man am Ende der Episode hat. Trotzdem kann sich nicht so begeistern wie die letzten beiden Folgen.
Wenn der Humor nicht zündet
Das Problem ist, dass der Humor an einigen Stellen nicht zündet. Vor allem die Gags, die auf Pavis merkwürdigen Angewohnheiten aufbauen, ermüden ganz schnell. Ja, man weiß mittlerweile, dass in vielerlei Hinsicht schräg ist. Dass sie im Prinzip ein Loch als Magen hat. Dass sie mit Dreck, Schmutz und Chaos keinerlei Probleme hat. Nur würde man sich wünschen, dass hierauf nicht so sehr herumgeritten wird. Denn die Scherze ermüden sich schnell.
Interessant ist, dass am Ende angedeutet wird, dass in der Stadt langsam die Existenz des neuen Avatars bekannt wird. Wobei das rote Aufleuchten in den Augen des Zeugens für Aufsehen sorgt. Es wirkt merkwürdig und man fragt sich, woher es kommt.
Am Ende ist dies eine gute Folge.
Info
Regie: Kenji Ono
Drehbuch: Lauren Bradley
Showrunner: Ethan Spaulding
Lust, in unserem Team mitzumischen? Dann schaut doch mal auf unsere MITMACHEN Seite.
Warpskala
Warpskala- Avatar: Die sieben Häfen – 4 – Die Gesichtslosen - 2. November 2026
- Elfies Zauberbuch – 1 – Die verhexte Insel - 2. November 2026
- Stargate SG-1 – 5 – Die Seuche - 1. November 2026

