Während Peter Parker außer Landes ist, muss sich Miles Morales um New York kümmern.
Zwei Jahre nach dem Hit Spider-Man folgte mit diesem Spin-Off eine Fortsetzung, die uns die Fähigkeiten von Miles näher bringt und natürlich seinen Background vorstellt.
Handlung
Miles Morales hat gerade erst entdeckt, dass er ebenso Spinnenkräfte hat wie Peter Parker. Dieser nimmt ihn unter seine Fittiche und trainiert ihn. Er muss leider die Stadt für einige Wochen verlassen, denkt aber, dass Miles bereit dafür ist, die Stadt zu beschützen. Dieser kommt dabei nicht nur dem Tinkerer auf die Schliche, sondern findet auch heraus, dass Roxxon ein gefährliches Spiel spielt…
Rezension
Ich habe kaum Berühungspunkte mit Miles Morales, mein Wissen über ihn kommt hauptsächlich aus den animierten Spider-Verse Filmen. Das ist aber gar nicht schlimm, denn hier wird erneut eine eigenständige Geschichte erzählt. Erneut ist Manhattan der Ort der Handlung, dieses Mal liegt aber überall Schnee, denn es ist Weihnachtszeit.
Die Firma Roxxon hat einen neuen Energieträger erfunden – Nuform – hinter diesem ist auch die Tech-Terroristengruppe Underground her. Bei einer Rede von Rio Morales greift der Underground Roxxon an, dabei wird Rio verletzt. Miles greift ein, macht die ganze Sache aber nur schlimmer, denn seine Venom-Fähigkeiten (Bioelektrizität) reagieren mit dem Nuform, welches explodiert und die Brücke zerstört. Während Miles damit beschäftigt ist, Menschenleben zu retten, kann der Underground bzw. der Tinkerer mit dem letzten Kanister Nuform fliehen.
Im wesentlichen verfolgen wir hier zwei Handlungsstränge. Einmal die Hauptgeschichte rund um Roxxon/Underground und dann als Nebenstory der Kampf um Harlem – hier will ein geheimnisvoller Investor Land kaufen und so an Einfluss gewinnen, Miles kommt ihm aber auf die Schliche.
Während die Nebengeschichte bis kurz vor Schluss noch interessant ist, wartet man bei der Hauptgeschichte vergeblich auf einen Plottwist. Phin, die langjährige Freundin von Miles, ist der Tinkerer, dies ist seit der Brücke klar, sie ist auf Rache aus und zerstört dabei fast Harlem. Auch der Prowler – den wir schon früh als Akte von Miles Vater kennen lernen – ist keine Überraschung, denn wir lernen Aaron Davis direkt zu Beginn kennen. Und jeder, der ein wenig Wissen aus den Comics mitbringt, weiß direkt, was hier kommen wird. Eine Überraschung wäre es, wenn Aaron nicht der Prowler wäre.
Im Vergleich zum Vorgänger haben wir hier nur wenige bekannte Gesichter aus dem Marvel Universum. Rhino ist erneut dabei, der Prowler (Aaron Davis – Miles Onkel) ist ein Neuzugang, ebenso wie der Tinkerer. Der Kingpin ist quasi in einem Cameo zu sehen. Daneben gibt es eine Menge Support-Charaktere wie Ganke und Rio Morales, die Mutter von Miles, die für den Stadtrat kandidiert. Das ist eine magere Auswahl.
An der Technik hat sich nicht wirklich etwas geändert, auf der PS5 sieht das Spiel im Vergleich mit der PS4 Version des Vorgängers aber um einiges besser aus. Das Thwip der Netzdüsen und die Gespräche aus dem Kommunikator kommen nun über den Lautsprecher des PS5-Controllers. Dadurch klingt die Kommunikation anders, was der Immersion zu Gute kommt. Diese ist wie im Vorgänger einfach grandios – man fühlt sich regelrecht wie Miles, der neben seinen Aufgaben als Spider-Man auch noch seine Zeit auf der High School über die Runden bringen muss. Das Gameplay ist für Spieler des Vorgängers keine große Umgewöhnung – lediglich die Anzugfertigkeiten, die man durch das Freischalten von manchen Anzügen erlangen konnte, fehlen. Die Anzüge haben zwar immer noch einen Effekt, aber dieser ist an den Anzug gebunden. Die Anzugsfertigkeit aus dem Vorgänger war aber unabhängig vom getragenen Anzug.
Trotzdem hauen Miles‘ Fertigkeiten richtig rein. Neben den üblichen Fähigkeiten wie Netze und Spinnensinn, hat er auch noch Bioelektrische Fähigkeiten – mit diesen kann er sogenannte VENOM Fähigkeiten nutzen. Diese verändern die Spielweise deutlich und wecken damit ein „vertraut, aber anders“ Gefühl. Auch die Tarnung, die für ein paar Sekunden anhält ist hilfreich in brenzligen Situationen, macht das Spiel damit aber auch einfacher als den Vorgänger. Und man hat das Sammeln der Marken vereinfacht, denn es gibt nicht mehr so viele verschiedene Arten. Zu den Aktivitätsmarken gesellen sich nun noch Technikteile, das war es dann auch schon.
Es gibt wirklich nur wenig zu kritisieren – zum einen hätten wir die Notwendigkeit, das Spiel zweimal durchzuspielen, da man sonst keine Platin-Trophäe erreichen kann. Dann der Umzug von Brooklyn nach Harlem, da man keine neue Map machen wollte – was ich technisch und finanziell nachvollziehen kann, spielerisch ist es aber doch ein wenig ermüdend, die gleiche Map erneut freizuschalten. Und warum bekomme ich mehr Fertigkeitspunkte, als ich ausgeben kann?
Das Schwingen ist nach wie vor eine klasse Beschäftigung und erinnert mich an alte GTA-Zeiten (speziell Vice City und San Andreas), wo ich einfach nur durch die Gegend gefahren bin und der Musik gelauscht habe – hier hat man beim Schwingen aber noch mehr Möglichkeiten, sich zu beschäftigen.
Fazit
Eine gelungene Erweiterung der Welt, aber einfach zu kurz für ein (fast) Vollpreisspiel. Der Wiederspielwert ist gering, aber Fans des Vorgängers kommen voll auf ihre Kosten.
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Warpskala
Warpskala-
Story7/10
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Gameplay8/10
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Charakterauswahl6/10
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Technik8/10
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Immersion9/10
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