[Perry Rhodan Mission SOL 2 02] BARILS Botschaft

Lesezeit circa: 3 Minuten

Perry Rhodan unter Anklage – welche Ziele verfolgt der Ritterorden?

Cover Perry Rhodan-Mission SOL 2 Band 2 Barils Botschaft Zeichner: Arndt Drechsler © Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
© Pabel-Moewig Verlag KG

Titel: BARILS Botschaft
Autor: Madeleine Puljic
Titelbild: Arndt Drechsler
Erschienen: 03.04.2020

Synopsis

Perry Rhodan begibt sich auf den Zentralplaneten des Ritterordens von BARIL. Er steht dort unter Anklage, gegen die Ziele des Ritterordens verstoßen zu haben. Je nach Ausgang des Verfahrens steht sein Leben und das der kompletten SOL-Besatzung auf dem Spiel.

Viele Tests und einen Ausbruch aus dem Ordensgebäude später wird Perry nicht nur freigesprochen, sondern auch zu einem Adepten des Ordens. Er dient nun als Orbiter der Zentrifaal A-Kuatond und die SOL ist nun unter ihrem Kommando.
Überdies hat Perry Rhodan seinen ersten Gegner identifiziert: Den Ritter der Diplomatie, Semmaru.

Betrachtungen zu BARILS Botschaft

Während Kai Hirdt im Heft der Vorwoche Ritter des Chaos noch extremst auf die Tempotube drückte, nimmt hier Madeleine Puljic fast komplett jedes Tempo aus dem Heft. Das wirkt schon fast wie eine Vollbremsung. Kann man machen, wirkt dann aber wie hier doppelt auffällig, wenn über weite Strecken im Grunde nichts passiert. Soll jetzt kein Gemecker sein, hat aber offen gestanden meinen Geschmack knapp verfehlt. Ein Tick mehr Action in den ersten zwei Dritteln wäre mir lieber gewesen.

Inhaltliche Fragezeichen

Offenbar habe ich in der Vorwoche auch nicht genau genug gelesen. Es geht wohl um eine Waffe, die BARIL im Auftrag der Chaosmächte erbaut. Nachdem sie lange Zeit mit den Ordnungsmächten locker liiert war. Was übrigens im argen Widerspruch zu der ganzen Philosophie BARILS steht. Denn in den heiligen Schriften, die zitiert werden, wird klar ausgesagt, dass BARIL den dritten Weg, also die Neutralität, gewählt habe.

Diese Wahl der Neutralität geschah wohl im Wissen um das Schicksal der Vorgänger-Superintelligenz der Galaxis Yahouna. Die bezeichnenderweise YAHOUN hieß.

Oder ist vielleicht BARIL gar nicht in den Bau dieser Waffe involviert und einige Ritter handeln hier eigenmächtig? Darauf weist das Verhalten des intriganten Diplomaten Semmaru hin. Es scheint, als habe dieser gewaltig Dreck am Stecken, dienten seine Intrigen doch dem Ziel, Perry Rhodan und die SOL ins Jenseits zu befördern.

Schön, wenn auch irgendwie zu erwarten, die Tatsache, dass ausgerechnet A-Kuatond am Ende dafür sorgt, dass Perry Rhodan überleben darf. Ausgerechnet die Hardlinerin und kampfgeile Zentrifaal. Aber war in der Serie ja schon oft der Fall, dass der vermeintlich größte Feind am Ende doch der bessere Verbündete war.

Mein Fazit

Kann ich „BARILS Botschaft“ etwas abgewinnen? Ja. War es trotz des sehr ruhigen Plots spannend? Bedingt. Natürlich ist eine gewisse „Wie geht es jetzt weiter“-Spannung da. Klar ist es nicht uninteressant, die Prüfungen Perrys mitzuerleben und seine Ausbruchsversuche. Mir war es einfach zu ruhig, zu entschleunigt, während am Ende die Handlung ein wenig abgehetzt und schnellstens auf ein Ende getrimmt erschien. In Sternchen ausgedrückt landet das Heft bei mir bei 6 von 10 Sternen.

„Wenn du genug gelacht hast, kannst du eine Nadel in diese Dinger stechen?“

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Mario Staas
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Mario Staas

Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.

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