Man hat es dieses Mal mit einer soliden Folge und einigen netten Plottwists zu tun.
Eine wunderbare Rückkehr
An einer Universität sterben diverse Studenten. Renee Montoya (Michelle C. Bonilla) wird mit den Ermittlungen beauftragt. Die allerdings ein Geheimnis hat: Sie bietet der flüchtigen Harley Quinzel (Jamie Chung) Unterschlupf, die schon bald auf den Fall aufmerksam wird. Und beschließt, der Langeweile zu entkommen und auf eigene Faust aktiv zu werden.
Wobei sie nicht die einzige Maskierte ist. Auch Batman ermittelt. Und tut sich mit Harley Quinn zusammen, um herauszufinden, wer hinter den Morden steckt.
Die Auftritte von Dr. Harley Quinzel waren in der ersten Season ein wiederkehrender Plot. Sie war eine Psychologin, die gute Connections zur Polizei hatte und irgendwann als sie anfing, Menschen zu ermorden. Weshalb sie in Laufstall des Wahnsinns auf Batman stieß und am Ende fliehen musste. Seit damals hat man nichts mehr von ihr gehört und gesehen.
Jammern auf hohem Niveau
Weshalb die Überraschung umso angenehmer war, dass sie jetzt in Plötzliche Panik zurückkehrte. Wobei man zu Beginn der Episode nicht drum herum kommt, etwas irritiert die Stirn zu runzeln.
Denn man erfährt, dass sie die ganze Zeit bei Renee Montoya, in die die Psychologin verliebt war, Unterschlupf gefunden hatte. Das ist jetzt per se nichts Schlimmes. Aber es wäre schön gewesen, wenn diese Enthüllung besser vorbereitet worden wäre. Wenn in den vorherigen Folgen es einige Andeutungen gegeben hätte, dass die Polizistin ein solches Geheimnis hat.
Allerdings ist dies Jammern auf hohem Niveau. Denn abgesehen davon gibt es an dieser Folge nichts zu Meckern. Vor allem deshalb auch, weil sie das Beste aus einer ungewöhnlichen Situation macht. Nämlich der Tatsache, dass Harley Quinn und Batman zusammen arbeiten.
Der Feind meines Feindes ist mein Freund
Der Kunstgriff, der das ermöglicht, ist die Existenz eines gemeinsamen Feindes. Der in diesem Fall mit Furchtgas arbeitet und in der Maske eines Pestdoktors auftritt. Und auch wenn die Folge es nicht explizit sagt, so ist klar, dass man es hier in diesem Fall mit Scarecrow zu tun hat.
Wobei die Serie es natürlich nicht lassen kann, den Zuschauer aufs Glatteis zu führen. Man ist zunächst der Meinung, dass die Reihe hier eine Figur wieder bewusst anders interpretiert, als man es aus der bisherigen Lore kennt. Nur um anschließend einen Plottwist zu erleben, der zeigt, dass die Ähnlichkeiten zur Comicvorlage dann doch stärker sind, als gedacht.
Dabei lebt die Folge davon, dass man dieses ungewöhnliche Team bei der Arbeit zuschauen kann. Harley kann es nicht lassen, als Batman ständig zu analysieren und Diagnosen anzustellen. Derweil der dunkle Ritter ihr misstraut, auch wenn sie in dieser Episode keine Anstalten trifft, ihn übers Ohr zu hauen oder zu sonst wie zu hintergehen. Das macht Spaß und es zeigt, wie gut diesem Batman mal ein Sidekick tun würde. Denn die Dynamik ist gleich eine komplett andere.
Fehler ohne Konsequenzen
Ansonsten überrascht „Plötzliche Panik“ damit, dass sie zulässt, dass Batman einen tödlichen Fehler begeht. Ohne zu viel zu verraten, aber hier lässt die Folge den dunklen Ritter auf ein Mal menschlich wirken. Weil er sich nicht aufteilen kann und Prioritäten setzen muss. Die sich im Nachhinein als die Falschen herausstellen.
Allerdings hätte man sich mehr Konsequenzen gewünscht. Im Prinzip geschieht der Fehler und hat keine Folgen. Es kann sein, dass das noch in den kommenden Episoden aufgegriffen wird. Aber ich würde dafür nicht meine Hand für ins Feuer legen.
Am Ende hat Batman eine Situation, in der er wie ein Badass wirken kann, was ihm sehr gut steht. Es zeigt dabei, wie enorm sein Wille ist, wobei man das bereits wusste. Aber es wirkt trotzdem wunderbar.
Eine bittersüße Szene
Und in der finalen Szene lässt sich Harleen Quinzel verhaften, allerdings nicht ohne sich von Renee Montoya zu verabschieden. Die Gefühle passen und können überzeugen. Man kauft es den Figuren ab, dass dies ein bittersüßer Abschied ist. Doch damit ist Harley Quinn nicht aus der Serie geschrieben. Sie kann, da sie im Knast sitzt, jederzeit wieder zurückkehren.
Es ist am Ende eine gute bis sehr gute Folge. Zwei Kleinigkeiten kann man bemängeln, doch ansonsten ist sie gelungen.
Info
Drehbuch: Julie Benson & Shawna Benson
Showrunner: Bruce Timm
Regie: Christopher Berkeley
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