Zum Abschluss der Staffel gibt es endlich die heiß ersehnte Konfrontation zwischen Batman und dem Joker.
Wie sieht die Interpretation aus?
Durch das Jokergift verwandelt sich Alfred (Jason Watkins). Er wird größer, stärker und wahnsinniger. Nur mit Mühe und Not gelingt es Batman (Hamish Linklater), ihn niederzuringen und wieder zu sich zu bringen. Und derweil sein Butler das Gegenmittel herstellen soll, macht sich der dunkle Ritter auf, der Stadt zu helfen.
Denn diese wird von einer Heerschar an Verwandelten heimgesucht. Auch das GCPD ist nicht sicher. Doch noch ehe Batman vor Ort sein kann, wird er von dem wahren Drahtzieher angegriffen. Er nennt sich der Joker (Matthew Needham) und das Duell mit ihm fordert den dunklen Ritter ziemlich heraus.
Endlich ist es so weit. Endlich kommt es zur Konfrontation zwischen Batman und dem Joker. Dabei stellt sich natürlich die Frage, ob und inwieweit Das Chaos im Herzen der Welt den Erzfeind des dunklen Ritters interpretieren würde.
Das Mysterium… wird nicht geklärt
Bislang trat der Joker kaum in Erscheinung. Selbst sein Auftreten in der letzten Folge, in Der Tod kommt um Mitternacht warf am Ende mehr Fragen als Antworten auf. Er war ein Mysterium, von dem das Einzige, was man mit Sicherheit wusste, sein merkwürdiges Aussehen war. Mit seiner bleichen Haut und grünem Haar stach er visuell hervor, doch was seine Persönlichkeit anging, blieb er ein Rätsel.
Allerdings bemüht sich diese Folge nicht wirklich, jenes Mysterium aufzuklären. Der Joker erhält zwar deutlich mehr Screentime und kann von seinen Plänen und Visionen schwadronieren. Man erhält auch einen guten Eindruck von seiner Persönlichkeit. Aber am Ende bleibt dies dennoch unbefriedigend.
Der Joker, der hier auftritt, ist natürlich wieder eine radikale Neuinterpretation. Er ist verrückt, so viel ist klar. Die Art und Weise wie er Batman als seinen Schüler bezeichnet, wie er davon redet, dass Gotham eine Kloake ist, die er reinigen will, das alles sind starke Indizien dafür. Doch darüber hinaus ist da nicht wirklich viel. Darüber hinaus bleibt er blass und undefiniert.
Es fehlt ein Origin
Er bleibt ein Fragezeichen. Jemand, dessen Herkunft unbekannt bleibt. Es gibt hier und da Anzeichen, dass er in seiner Vergangenheit traumatische Erfahrungen gemacht hat. Wie etwa, als er empfindlich darauf reagiert, als Batman ihn als Monster bezeichnet. Oder wenn er von dem Moment der Wahrheit redet, der sich ihm offenbart hat. Aber es sind eben nur Bruchstücke, nichts Konkretes. Wobei außerdem ein Teil der Indizien in der deutschen Synchronisation flachfällt, da er im Original mit einem deutschen Akzent spricht.
Es muss jetzt nicht die große Originstory sein. Selbst in den Comics ist der Ursprung des Jokers ein Mysterium, da es nie den einen definitiven Ursprung gab. Aber zumindest Ansätze davon, kleinere Andeutungen, wo er her kam, was ihn antreibt und wieso er so sehr auf Batman fixiert ist, das wäre schön. Das, was man in dieser Folge diesbezüglich erhält, bleibt unbefriedigend.
Immerhin ist das Duell zwischen den beiden eins auf Augenhöhe. Der Joker zeigt sich im physischen Kampf Batman ebenbürtig. Als jemand, der es im Laufe des Duells schafft, wiederholt den dunklen Ritter mehrmals schwer zu verletzen. Wobei jener am Ende dennoch der lachende Letzte ist, weil er es geschafft hat, seinen Gegenspieler in eine Falle zu locken.
Wie Zombies
Im Vergleich dazu sind die Szenen aus Gotham und dem GCPD besser, weil gelungener. Ein wenig wirken die Eindrücke, die man hier erhält, wie an eine Zombiegeschichte. Wie Untote, aber dafür intelligent, stolzieren die Verwandelten umher, sind äußerst blutrünstig und reichen die Infektion via Bisse weiter. Grusel kommt auf, wenn man beispielsweise sieht, wie Jim Gordon langsam durch einen Biss verwandelt wird, woraufhin Barbara und Montoya fliehen müssen. Oder wenn ein verwandelter Harvey Bullock Flass verfolgt und jener im Kampf mehrere Male auf ihn schießt. Was diesen aber kaum beeindruckt.
Am Ende ist kein großartiger Abschluss. Vor allem was mit dem Joker passiert, erweckt den Eindruck, als ob hier auf eine Fortsetzung hingearbeitet wird. Die allerdings, Stand aktuell, in den Sternen ist.
Info
Drehbuch: Geoffrey Thorne
Showrunner: Bruce Timm
Regie: Matt Peters
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