Zum ersten Mal überkreuzen sich die Plots der verschiedenen Handlungsfiguren.
Es kommt zu Überschneidungen
King (Clancy Brown) versucht Talia (Kimoy Lee) aus den Fängen von Maelstrom zu befreien. Doch das läuft kolossal schief, weil er einfach nicht mehr der Alte ist. Erst, als sich seine Tochter einmischt, kann die Gruppe besiegt werden. Wobei sie deswegen unglücklich ist.
D (Nazeeh Tarsha) und Roman (Valeria Rodriguez) dringen immer weiter ins Gebäude ein. Am Ende findet der Nomade einen Datensplitter und setzt ihn sich impulsiv sein. Doch das hat zur Konsequenz, dass er auf ein Mal von einem Bewusstsein namens Capri (Brittany Lauda) übernommen wird und er Amok läuft.
Endlich ist es so weit. Endlich überkreuzen sich die diversen Handlungsfäden richtig und man kriegt eine ungefähre Ahnung, worauf die Handlung am Ende hinauslaufen wird. Insofern macht 0+2=1 alles richtig.
Ein gefährlicher Datensplitter
Wobei die Überschneidung der jeweiligen Handlungsebenen bereits schon deutlich vorher angeteasert wird. Als man nämlich zu Beginn ein Gespräch zwischen Talias Stiefvater Kiril und einem Untergebenen mitkriegt. Wo dieser über einen Plan redet, den er verfolgt. Einen Plan, bei dem ein bestimmtes Objekt eine wichtige Rolle hat. Das rein zufälligerweise der Datensplitter sein könnte, den sich D einsetzt.
Es scheint sich dabei um eine künstliche Intelligenz namens Capri zu handeln. Was insofern spannend wäre, als das KIs in der Welt von Cyberpunk entweder kontrolliert oder, im Falle von sogenannten Rogue KIs, eigentlich hinter der Blackwall stecken. Womit verhindert werden soll, dass sie es normalen Menschen unmöglich machen, im Cyberspace zu agieren. Insofern wäre die Existenz von Capri dramatisch.
Und man sieht ja, zu was diese fähig ist. Wie sie scheinbar mühelos Ds Körper übernimmt. Und so jede Menge Chaos anstiftet. Wie sie problemlos alles Mögliche hacken kann, derweil der Nomade verzweifelt versucht, sie aufzuhalten und wieder die Kontrolle zurückzuerlangen.
Wie ein Kind mit unmenschlichen Fähigkeiten
Dabei wirkt sie wie ein Kind. Nur eben eines mit schier unmenschlichen Fähigkeiten. Sie spielt herum, genießt das Chaos, zelebriert es regelrecht. Und lässt D wie jemanden wirken, der kaum hinterherkommt. Sein einziger Vorteil ist hierbei seine Hartnäckigkeit, dass er nicht klein beigibt und sich auch nicht verdrängen lässt.
Roman selbst ist in diesem ganzen Chaos unfreiwilliger Zeuge. Er filmt alles mit seiner Kamera, hält ständig drauf. Auch wenn sein eigenes Leben dabei in Gefahr gerät. Interessant ist hierbei eine Szene von Beginn der Folge. Wo er sich angesichts verwesender Körper übergibt und dabei meint, dass er zwar schon tote Menschen gesehen hat. Aber noch nie solche. Wo sich dann wirklich die Frage stellt, was er alles schon erlebt haben muss?
Der Plot um King und Talia ist derweil von seinen rührenden Bemühungen gezeichnet, sie aus der vermeintlichen Gefahr von Maelstrom zu retten. Wobei hier nur einmal mehr offensichtlich wird, wie sehr er mittlerweile nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Er versucht, die Gang zu bedrohen. Wird aber am Ende nur verprügelt und muss dann von Talia gerettet werden.
Da scheint etwas vorgefallen zu sein
Die damit mit Maelstrom bricht, gegen ihren Willen. Dabei schafft sie das, was ihr Vater nicht schafft, nämlich diese zu besiegen. Hierzu nutzt sie die Cyber-Upgrades, die sie bislang schon hat.
Interessant ist, dass sie bei dem Gedanken, dass ihre Mutter sie holen kommt, einen mittleren Nervenzusammenbruch erhält. Den dann King mit einer Cyberpsychose verwechselt. Wo sich allerdings die Frage stellt, wieso sie so zusammenbricht. Da möchte man gerne wissen, was vorgefallen ist. Schließlich scheint dies ebenfalls Anlass dafür zu sein, dass sie sich mit Cyberware vollgestopft hat.
Vielleicht wird das in den kommenden Folgen noch enthüllt. Ebenso, ob und welche Rolle Kiril dabei spielt. So oder so, ist dies die erste Episode, die wirklich rundherum spannend und gelungen ist. Bitte in Zukunft mehr davon!
Info
Regie: Kodai Nakano
Drehbuch: Masahiko Otsuka
Story: Bartosz Sztybor
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