Spotlight: Danny Trejo

Lesezeit circa: 6 Minuten

Es ist fast unmöglich, Danny Trejo nicht schon mal gesehen zu haben.

Erinnert ihr euch an Ted? Den kuscheligen Teddybär mit der vulgären Klappe von Seth MacFarlane? Der sagte über Samuel L. Jackson „Sie haben schon mal einen Film gesehen, ja? Er ist der Schwarze.“ Gleiches gilt für Danny Trejo, nur in seinem Fall ist er der Mexikaner. Die IMDb weist momentan 403 Credits für den Schauspieler aus. Er spielt üblicherweise einen im Umgang mit Klingen geschulten Bösewicht oder Antihelden. So ist seine bekannteste Rolle die des Machete im gleichnamigen Film von 2010. In diesem spielt er einen Ex-Cop, der es mit den Regeln nicht so ernst nimmt und dabei seine namensgebende Waffe schwingt. Diese Rolle spielte er außerdem in der Fortsetzung und allen vier Spy-Kids-Filmen.

Keine leichte Kindheit

Danny Trejo wurde am 16. Mai 1944 in Los Angeles geboren. Als Kind und Jugendlicher geriet er oft in Schwierigkeiten und war sehr früh drogenabhängig. Er kam des öfteren ins Gefängnis und das brachte ihn am Ende sogar nach San Quentin, das als das härteste Gefängnis von Kalifornien gilt. Hier entdeckte er sein Boxtalent und gewann zwei Anstaltsmeisterschaften. Eine Profikarriere scheiterte an seiner kriminellen Vergangenheit. Aber es eröffnete ihm auch eine Chance. Nach seiner Zeit in San Quentin durchlief er ein Rehabilitationsprogramm und sprach später noch bei Veranstaltungen des Programms. Dort traf er den Mitarbeiter eines Filmstudios.

Die erste Rolle

Bekanntlich ist das erste Mal immer am schwersten. Danny Trejo wurde 1985 als Statist für den Film Express in die Hölle  engagiert. Der Drehbuchautor Edward Bunker kannte ihn aber aus San Quentin und wusste von seinem Boxtalent. Also wurde er zum Boxtrainer für Hauptdarsteller Eric Roberts befördert, was wiederum den Regisseur des Films, Andrei Sergejewitsch Michalkow-Kontschalowski, auf ihn aufmerksam machte, und so wurde er im Film sogar der Gegner von Eric Roberts. Er musste dabei zwar nur boxen, aber irgendwie fängt man ja immer an. Mit 33 Jahren gab es dann die ersten richtigen Rollen und das gleich in vier Filmen. Es waren kleine Rollen, aber sie sorgten weiter für Bekanntheit.

Danny Trejo in Predators
Danny Trejo in Predators

Weitere Rollen …

Es ging weiter mit seiner Karriere. Alle Rollen aufzuzählen würde den Rahmen deutlich sprengen, deswegen erwähnen wir hier nur ein paar Stationen. Er spielte so z.B. im Stallone-Film Lock up (1989) und in der Hasselhoff-Serie Baywatch (1991 & 1992) mit. Über letztere sagte er mal, dass er es nicht fassen konnte, dafür bezahlt zu werden, hübsche Frauen in Bikinis anzusehen. Einen ersten größeren Part hatte er im Film Desperado (1995) von Robert Rodriguez. Die beiden entdeckten hier, dass sie über ein paar Ecken verwandt waren. Es ist also kein Wunder, dass Rodriguez ihn seitdem gerne besetzt. So spielte er auch ein Jahr später im Film From Dusk Till Dawn den vampirischen Barkeeper Razor Charlie. Ebenso wurde er in Rob Zombies Halloween  von 2007 besetzt und gelangte im gleichen Jahr auch für eine kleine Rolle in die Serie Stargate: Atlantis. 2009 spielte er auch im von Star-Wars-Fans geliebten Film Fanboys mit. Auf seine erste Hauptrolle musste er bis 2010 warten. Robert Rodriguez schrieb für den Charakter Machete aus seiner Spy-Kids-Reihe einen eigenen Film, der aber mehr auf ein erwachsenes Publikum zugeschnitten war. Die Fans waren durch einen fiktiven Trailer im Vorprogramm des Filmes Planet Terror angeheizt worden, und wollten den Film über Machete, obwohl er ja gar nicht geplant gewesen war.

Ebenfalls 2010 spielte er Cuchillo in Predators, dem dritten Teil der Predator-Reihe. Hier hatte er keinen besonders langen Auftritt, denn seine Rolle musste als Falle für den Rest der Gruppe herhalten und starb schon früh im Film. Im Jahr 2012 bekam er seine zweite Hauptrolle. Im Film Bad Ass spielte er einen Vietnamveteranen, der durch Zivilcourage zum Helden wird und sich dann selbst um die Aufklärung eines Mordes kümmert. Der Film basiert auf dem als AC Transit Bus Fight bekannt gewordenem YouTube-Video. In diesem Fall traf er auf Ron Perlman als Bürgermeister, in der Fortsetzung Bad Ass 2: Bad Asses leistete Danny Glover ihm Gesellschaft, der die Hauptrolle im zweiten Predator-Film gespielt hatte. Auch Machete bekam 2013 eine Fortsetzung mit dem Namen Machete Kills. Beide Reihen bekamen bzw. bekommen auch einen dritten Teil.

Über Arbeitsmangel kann sich Danny Trejo jedenfalls nicht beschweren, derzeit sind 27 Projekte mit ihm auf der IMDb gelistet, die noch nicht veröffentlicht wurden.

Markenzeichen

Danny Trejo wird vor allem für seinen markanten Look gecastet. Tätowierungen, Muskeln, Narben im Gesicht, sein Schnauzbart und die langen, meist zum Zopf gebundenen Haare und seine grummelige Stimme sorgen für eine direkte Assoziation mit Ärger, obwohl der Schauspieler gerade einmal 1,67 m groß ist. Entgegen seinem Aussehen gilt er als einer der angenehmsten Kollegen unter den Schauspielern. Obendrein hält er den Rekord als der am meisten getötete Schauspieler. Er brach damit den Rekord von Sir Christopher Lee, der ebenfalls in vielen Filmen und meist als Bösewicht mitgespielt hatte.

Privates

Danny Trejo war ab 1997 mit Debbie Trejo verheiratet. Über das Datum der Scheidung gibt es unterschiedliche Angaben, wikipedia.org sagt, dass es bereits 2009 so weit war, die IMDb meint, es war erst 2017. Auch über die Anzahl der Kinder sind sich die beiden Webseiten uneins. Wiki schreibt von drei Kindern, IMDb von zweien. Danny Trejo besitzt mehrere Restaurants in Los Angeles und sogar eine eigene Bier- und Kaffee-Marke. Im August 2019 beobachtete er einen Autounfall und befreite ein fünfjähriges Kind aus seinem Kindersitz in dem umgekippten SUV.

Everything good that has happened to me has happened as a direct result of helping someone else. Everything.

Danny Trejo im Web


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Marco Golüke
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Marco Golüke

Marco ist Jahrgang 78 und mit He-Man, Star Trek, Star Wars, Galaxy Rangers, Babylon 5 und was es nicht noch alles gibt groß geworden. Er ist der Chefredakteur und Herausgeber dieses Magazins und kümmert sich somit auch um alles Organisatorische.

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