Spotlight: Danny Glover

Lesezeit circa: 5 Minuten

Danny Glover ist vor allem für seine Rolle als Roger Murtaugh in der Lethal-Weapon-Reihe bekannt.

Diese Rolle verkörperte er vier Mal und über einen fünften Auftritt in seiner Paraderolle gibt es seit einiger Zeit Gerüchte. Ihn darauf zu reduzieren, wird dem am 22. Juli 1946 in San Francisco, Kalifornien, als Daniel Lebern pp geborenen Mimen aber absolut nicht gerecht.

Seine Eltern waren beide Postbeamte und in der NAACP (National Association for the Advancement of Colored People) aktiv, die sich für die Rechte von Schwarzen in den USA einsetzt. Dies hat sicher auf seinen eigenen Charakter abgefärbt, denn er selbst ist heute auch politisch aktiv und gilt als Humanist.

Nachdem er ein Studium an der San Francisco State University abgebrochen hatte, arbeitete er in der Stadtverwaltung, bevor er sich dem ebenfalls in San Francisco ansässigen American Conservatory Theater anschlossHier reifte sein Wunsch Schauspieler zu werden. Nachdem er einige Auftritte im Theater absolviert hatte, kündigte er seinen Job in der Verwaltung und zog nach Los Angeles. Da war er bereits 28 Jahre alt.

Die ersten Rollen

Seine erste verzeichnete Rolle war 1979 die eines TV-Reporters in der Serie B.J. und der Bär. Im gleichen Jahr war er auch im Clint-Eastwood-Klassiker Flucht von Alcatraz als Insasse zu sehen. Mit solchen kleinen Rollen ging es erstmal weiter, seine erste größere Rolle war die des Jesse John Hudson in Polizeirevier Hill Street, den er immerhin viermal verkörperte. Seine erste herausragende Rolle war 1984 der Bösewicht in Der einzige Zeuge mit Harrison Ford. In Die Farbe Lila spielte er 1985 an der Seite von Whoopi Goldberg zum ersten Mal die Hauptrolle. Der Film wurde für 11 Oscars nominiert. Insgesamt spielte er zu der Zeit in drei Filmen mit, die für den Oscar “Bester Film” nominiert wurden.

Eine Lethal Weapon

Den großen Durchbruch sollte Danny Glover aber erst im Actiongenre erleben. 1987 stand er zum ersten Mal als Roger Murtaugh neben dem von Mel Gibson gespielten Martin Riggs vor der Kamera. Weitere Auftritte als gemäßigter Kollege vom durchgeknallten Namensgeber der Reihe folgten 1989, 1992 und 1998. Anders als bei anderen Actionfilmen griff diese Reihe auch immer mal wieder brisantere Themen auf. Sklaverei, Depression, Jugendbanden und nicht zuletzt auch die Apartheit. Dies natürlich immer mit einem seichten Unterton, aber deutlich mehr, als man es von Actionfilmen der 80er gewohnt war.

Danny Glover

Im Kampf gegen Aliens

Die Rolle als Murtaugh dürfte ihm Türen geöffnet haben, denn 1990 trat er die Nachfolge von Arnold Schwarzenegger im Kampf gegen die außerirdischen Jäger in Predator 2 an. Auch wenn der Film nicht die Klasse seines Vorgängers erreichte – in der IMDb steht er auf Platz drei der bisher vierteiligen Reihe –, ist es dieser Film, der die Reihe ins gleiche Universum einführte wie die Alien-Filme. Und damit Filme wie Alien versus Predator überhaupt erst möglich machte. Auftritte in der Science Fiction sollten sich aber als spärlich herausstellen. Im Endzeitfilm 2012 – Das Ende der Welt spielte er 2009 den Präsidenten Thomas Wilson und in Space Warriors – Das verrückte Weltraumcamp 2013 den Commander eines Spacecamps. Dafür spielte er in den Fortsetzungen von Bad Ass den harten Hund Bernie, den Kumpel des noch viel härteren Frank Vega, der von Danny Trejo aus den dritten Teil der Predators-Reihe dargestellt wurde.

Im Kampf gegen Unterdrückung

Danny Glover ist politisch sehr aktiv und wurde diverse Male wegen Hausfriedensbruchs verurteilt, als er zusammen mit anderen demonstrierte. 1994 unternahm er zusammen mit Alfre Woodard (Star Trek – Der erste Kontakt), Angela Bassett (Critters 4), Alexandra Paul (Christine) und Delroy Lindo (The Core – Der innere Kern) eine Tour in Südafrika, um vor allem die schwarze Bevölkerung zur Teilnahme an der ersten demokratischen Wahl des Landes zu animieren. Als Botschafter des guten Willens war er in Äthiopien aktiv und spendete eine Million Dollar an TransAfrica. Er bezeichnet sich selbst als Sozialist.

Privates

Von 1975 bis 2000 war Danny Glover mit Asake Momani verheiratet, seine Tochter Mandisa, die beim Film als Produktionsassistentin arbeitet, stammt aus dieser Ehe. 2009 ehelichte er Eliane Cavalleiro. Sein jüngerer Bruder Martin arbeitet ebenfalls beim Film. Die beiden durften bereits in Lethal Weapon 3 & 4 sowie Maverick zusammenarbeiten. 2016 war er Gast bei der German Comic Con in Dortmund.

Every day of my life I walk with the idea I am black no matter how successful I am.

Danny Glover im Web

Bildquelle: 5of7@Flickr


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Marco Golüke
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