[Perry Rhodan 288] Das Sonneninferno

Lesezeit circa: 3 Minuten

Sie erschaffen die Anti-Sonne – und zerstören die Straße zwischen den Sternen.

Das Sonneninferno
© Pabel-Moewig Verlag KG

Titel: Das Sonneninferno
Autor: K. H. Scheer
Titelbild: Johnny Bruck
Erschienen: 1967

Handlung

Perry Rhodan und seine neuen Verbündeten greifen auf breiter Front die Tefroder an. Diese Ablenkung wird benötigt, damit man das Sonnensechseck sprengen kann. Der Plan gelingt.

Altmeister am Zug

Altmeister Scheer kommt hier mit ungewohnt leisen Tönen zum Zug. Keine Lobhudeleien auf die allem und jedem überlegenen Terraner und kein Krachen und Rummsen bei der Technik.
Stattdessen werden die neuen Verbündeten Perrys, die Maahks, als Wesen mit Gefühlen und Humor beschrieben. Die sich zwar der kalten Logik unterordnen, aber eben doch auch Gefühle haben. Schön.

Maahks und Terraner

Lustig nahezu schon die Szenen mit den terranischen und maahkschen Salutschüssen. Dass solche militärischen (und meiner Meinung nach überflüssigen) Ehrenbezeigungen Grund für Missverständnisse sein können, wurde hier plastisch eingebunden.

Bleibt der Einsatz des Hyperinmestrons. Eine fürchterliche Waffe. Nicht nur bedarf es eines immensen Aufwands, um eine Antimateriesonne zu erschaffen und loszusenden. Auch die Wirkung an sich ist einfach erschütternd. Und in meinen Augen unlogisch in Teilen. Man möge mich berichtigen, wenn ich Denkfehler habe. Im Roman wird die neu erschaffene Antimateriesonne auf den Weg gebracht. Der Abstand auf den Sonnentransmitter muss einige Lichtminuten betragen haben, der Weg zum Zielstern entsprechend lang. Soweit ok.

Die Superwaffe

Als dann aber das Sonneninferno losbrach, meckerte mein Hirn wieder los. Sicher, der Hyperanteil der Explosion, der andere Sonnen auch zur Explosion anregte, war überlichtschnell. Die Novae an sich aber nicht. Selbst in einem dichten Sternengebiet mit wenigen Lichtstunden Abstand der Sterne zueinander dürfte der Weg aus dem Inferno heraus nicht so drastisch ausfallen wie hier geschildert.

Raumschlachten

Gewürzt wurde „Das Sonneninferno“ mit einer Massenschlacht an Raumschiffen. Angenehm war hier dieses Mal, dass die Schlachten an sich nicht geschildert wurden. Man durfte nur von Verlusten und Zahlen in der Form hören wie sie in einem echten Kommandostand wohl auch auftauchen dürften. Das war ein wenig anders als bisherige Schlachten. Schade nur, dass die Maahks die Hauptlast tragen mussten.

Ich frage mich übrigens, wieso die Meister der Insel hier nicht viel eher und mit weit größeren Duplo-Flotten aufgewartet haben. Haben sie viel zu spät die Produktion angeworfen?

Fazit zu „Das Sonneninferno“

Bleibt am Ende ein ordentliches Heft und die Feststellung, dass gegen Zyklusende die Hefte in sich qualitativ angestiegen sind und Ideen auch zu Ende gedacht werden, meistens zumindest. Schade, dass man diese Qualität in den Heften 200 bis 270 nur selten geliefert bekam.

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Mario Staas

Mario Staas

Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.

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