[Perry Rhodan 3028] Die Kristallgetreuen

Lesezeit circa: 3 Minuten

Atlan im Zentrum von Intrigen – der Frieden in M 13 ist bedroht „Die Kristallgetreuen„.

Die Kristallgetreuen
© Pabel-Moewig Verlag KG

Autor: Uwe Anton
Zeichner: Dirk Schulz
Erschienen: 30. August 2019

Atlan undercover

Atlan mehr oder minder undercover im Auftrag des Thantur-Barons Larsav da Ariga. Er kann auf Zalit eine Verschwörung gegen den Baron aufdecken.

Gedanken zur Handlung

Vorweg sei gesagt, dass ich diese Sorte Handlung eher weniger mag. Ist halt nicht meins. Dennoch wurde ich mit einer ordentlich durchdachten und spannenden Handlung überrascht. Gut, der Titel ist etwas irreführend, denn es geht eben nicht nach Arkon, sondern nach Zalit.

Bei den Arkoniden hat sich nach Wegfall Arkons als Hauptplanet nicht so viel geändert. Das Imperium mag in unzählige Baronien zerbrochen sein, dennoch wird bei den Arkoniden der Adel weiterhin hoch geschätzt. Also ein Arkon, wie es der Leser gerne möchte und auch verdient.

Zu Adel und Hof gehören natürlich auch Ränkespiele und Intrigen. Gab es hier dann auch. Dabei sind mir dann aber doch ein paar Fragen gekommen.

So ist es für mich zum Beispiel nicht ganz klar, ob Zalit jetzt DAS Nervenzentrum der Arkoniden ist. Scheint so, aber irgendwie blieb dies dann doch etwas diffus.

Ich frage mich, inwieweit die Widerstandsbewegung gegen den Thantur-Baron mit den Ladhonen kollaboriert hat. Wir erinnern uns an das Heft der Vorwoche, wo die Piraten Insiderwissen haben mussten, um die Flotte von Larsav da Ariga so zielgerichtet wegzupusten.

Auch fehlt mir ein wenig die Information, was denn nun im System des Planeten Trandafir weiter geschieht. Ist der Planet und damit die Möglichkeit der aufgewerteten Hyperkristalle nun in Hand der Ladhonen oder nicht?

Möglicherweise habe ich diese Infos hier auch überlesen. Wie gesagt ist diese Art Handlung nicht so ganz mein Fall und da möge man mir beim Lesen eine gewisse Nachlässigkeit verzeihen.

Ein wenig Kritik an „Die Kristallgetreuen“

Immerhin haben wir hier einen glaubhaft agierenden Atlan und einen wie gewohnt unrobotisch daherkommenden TARA-Psi. Die Verschwörung kann enttarnt und gestoppt werden. Seltsam dabei nur, dass die arkonidischen Geheimdienste diesen Geheimbund seit Jahren auf dem Schirm haben und keine Erfolge ausweisen können. Sobald Atlan auftaucht, aber nur einige wenige Tage ausreichen, das Übel auszumerzen. Atlan ist in solchen Dingen sehr erfahren und ja der Geheimbund agiert gerade in diesen Momenten sehr offen. Der Zeitpunkt der Machtübernahme ist da. Irgendwie habe ich das Gefühl, ein Heft mehr hätte der ganzen Story etwas besser getan. So wie hier wirkt das Ganze dann doch etwas arg gestaucht.

Ich mochte „Die Kristallgetreuen“ trotz allem und freue mich auf die weiteren Atlan-Abenteuer.

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Mario Staas

Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.
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Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.

2 Gedanken zu „[Perry Rhodan 3028] Die Kristallgetreuen

  • 14. September 2019 um 10:07
    Permalink

    Tach Mario.
    Tüchtig tüchtig, dass und wie du Perry multizyklisch (erneut) erliest.
    Zu diesem Heft: glaube, du hast nichts überlesen – zumindest fiel mir diesbzgl. auch nichts auf (müsste dann also sehr gut versteckt worden sein, was UA zuzutrauen wäre;-) ).
    Du schreibst es exakt, auch mir war’s v.a. zu komprrimiert, zu sehr auf den Atlan-zentrierten Zeitpunkt gebracht, dass sich die Gos’Pothora‘ zunehmend offen zeigen und Atlan altgedient erfahren wie durch Butter schneiden kann. Insb. die „Flucht“ der Kristallgetreuen ging mir zu hastig und anscheinend reichlich ohne „doppelten Boden“, sprich nennenswerte Sicherheiten. Da hätte ich von einem Vize-Baron und (ehem.) Mascant mehr Weitsicht erwartet. Bloß implizit bleibt, dass die Getreuen mit den ladhonen zusammenarbeiteten, was m.E: aber eigentlich mittel- bis langfristig nichts als Irrsinn sein kann. Zwar da Ariga kurzfristig einen ausgeteilt (ohne Atlan wäre er ja auch tot / wenigstens gefangengenommen), aber reichlich Flotte (UND Leute) verloren in evtl. also inszenierter Schlacht, was mit „Bauernopfer“ nur zynisch zu bezeichnen wäre und strategisch …gewagt ist. Mal sehen, ob wir überhaupt je nochmal allzu direkt von dort hören, ob da Ariga den Planeten doch noch zurückerobern konnte. Fürchte nämlich nein, vom Setting her erinenrte mich nämlich voriger Roman an einen aus dem Sternenozeanzyklus:
    https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Die_Welt_der_Hyperkristalle
    (Parallele die ark. Vorgehensweise, um in entsprechender Lage an Hyperkristalle zu kommen)

    Gut Lies

    *Gos’Pothora =Kristall’Getreue; Pothroa =Getreue (sg.&pl.); Thora =Treue/treu???? Thora da Zoltral =die Treue von Zoltral? Fände ich etymologisch interessant

    Gruß Eldhoverd/Dominic

  • 14. September 2019 um 23:55
    Permalink

    Lieben Dank für Deinen Kommentar. Ja, ich befürchte, das Setting wird nicht nochmal aufgeklärt. Sicher nicht schlimm, aber es lässt mich dennoch verwundert zurück. Zumindest ein Doppelband wäre hier in meinen Augen passender gewesen.
    Dass Atlan zum „richtigen“ Zeitpunkt erscheint, rein zufällig, nun… Das ist der Serienform geschuldet, die ganze Serie besteht ja nur aus Zufällen. Daran habe ich mich gewöhnt, und rein aus Autorensicht kann ich dies nicht allzusehr monieren.

    Interessant deine Rückführung auf Thora fand ich ich nice, ist mir offen gestanden so nicht aufgefallen 🙂

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