[ENT 027] Die Schockwelle Teil 2

Lesezeit circa: 5 Minuten

In „Die Schockwelle Teil 2“ befindet sich Captain Archer in einer veränderten Zukunft, während die Crew sich in den Händen der Suliban befindet.

Staffel 2, Episode 27 – Februar 2152
„Die Schockwelle – Teil 2“ – „Shockwave – Part 2“

Die Handlung

Im 31. Jahrhundert sind Archer und Daniels bemüht, einen Weg zurückzufinden. Doch auch die gesamte Zukunft ist verändert. Eine Föderation hat nie existiert und auch ein Monument wird von

Die Schockwelle Teil 2
Archer kontaktiert T’Pol durch die Z

Daniels vermisst. Mit dem Handscanner und Kommunikator von Archer bastelt Daniels ein Kommunikationsgerät, mit welchem Archer später Kontakt zu T’Pol aufnimmt. Die Crew wurde unterdessen unter Arrest gestellt und T’Pol mithilfe von Drogen verhört. Trip, Malcolm, Hoshi, Phlox und T’Pol hecken einen Plan aus, um wieder Herr über das Schiff zu werden, und haben auch Erfolg damit. Unterdessen konnte durch den Plan ein Gerät aus Daniels Quartier geholt werden, welches Silik an sich nimmt, um endlich erneut Kontakt zum „Future-Guy“ zu bekommen. Doch auch diese Handlungsweise sah der Plan vor und Archer gelingt es dadurch, in seine Zeit zurückzukehren. Er überwältigt Silik, nimmt ihn als Geisel und entflieht in einem Zellenschiff. Archer folgt der Enterprise und gelangt zurück an Bord. Bei dem Treffen mit dem vulkanischen Schiff D’Kir sieht erst einmal alles nach dem Ende der Mission aus. Dies kann allerdings durch eine logische Einbringung T’Pols verhindert werden, auf welche die Vulkanier äußerst ungehalten reagieren. Sie können allerdings nicht weiter über die Angelegenheit argumentieren und beenden das Meeting. Die Enterprise darf ihre Mission fortsetzen.

Rezension von „Die Schockwelle Teil 2“

Wie bereits zuvor angekündigt, werde ich hier eine Gesamt-Schlussfolgerung darlegen, da es sich um eine Fortsetzung handelt.

Diese Episode und die vorherige ist meiner Meinung nach recht solide. Sie fing supertoll an, fand ein spannendes Ende am Ende des ersten Teils und wurde recht gut beendet. Doch leider muss ich sagen, dass die Lösung des Problems doch etwas mit der Brechstange durchgeführt wurde. Denn plötzlich kann Daniels aus einem primitiven Scanner und einem einfachen Kommunikator ein Kommunikationsgerät basteln, welches in Lage ist, durch die Zeit zu kommunizieren und ein holografisches Bild zu erzeugen. Der Plan Archers, ein Gerät aus Daniels Quartier holen zu lassen, welches sicherlich Silik an sich nimmt und nutzt, war doch etwas unsinnig. Woher wussten Daniels und Archer, dass Silik dies tun wird? Denn er nutzt das Gerät nur, da er bisher keinen Kontakt zu seinem Befehlshaber bekommen konnte. Das wiederum wussten die beiden ja nicht, wodurch der Plan eigentlich keinen Sinn ergibt und vor allem nicht funktionieren würde. Auch wenn Silik ein durchschaubarer und flacher Charakter ist, ist dies trotzdem nicht stimmig. – Sorry.

Die Charakterentwicklung, auf beide Episoden betrachtet, bewegt sich in einem gewohnten Bereich. Travis Mayweather bleibt weiterhin noch etwas hölzern, Trip bekommt auch keine neuen Eckpunkte, Malcolm hat noch immer seine mysteriöse Aura und Phlox bleibt stabil auf seinem Level. Archer hat dieses Mal erneut Fortschritte gemacht, denn er fährt Achterbahn mit seinen Gefühlen. Ich sehe einen enthusiastischen Archer, einen zerrütteten und niedergeschlagenen und ich spüre erstmalig die Last, welche auf seinen Schultern liegt, selbst. Er vermittelt aber auch die Wut, welche er auf die vulkanische Delegation hat, sehr gut.

Die Schockwelle Teil 2
Die Enterprise unter Suliban Feuer

T’Pol macht in meinen Augen den bisher größten Sprung in ihrer Entwicklung, da sie Partei für die Menschen ergreift und trotzdem logisch argumentiert. Sie zerpflückt förmlich den Botschafter

Soval und stellt ihn bloß und das lediglich mit Widerlegung all seiner unlogischen Argumente. – Ich hatte einen wahrlich großen „Jawoll“- Moment! Gänsehaut inbegriffen.

Leider ist alles zu einem stumpfen Ende gekommen, aber das habe ich bereits befürchtet. Wirklich schade, denn die Episode hatte wahrlich gut begonnen, lieferte ordentlich Potenzial und dann wurde es leider versaut. Ich denke, es wäre besser gewesen, sich nochmals mehr Zeit zu lassen und die Geschichte stimmig zu beenden, indem man einen Dreiteiler daraus gemacht hätte. Dies hätte sicherlich dazu geführt, dass erneut ein Spannungsbogen hätte aufgebaut werden können und die Story ein würdiges Ende bekommen hätte. – Schade drum.

Von der Technik her konnte ich mich bislang noch gar nicht beschweren, denn die genutzte CGI und SFX wirkt weder überladen, noch wirkt es so, als wäre das Budget knapp. Super Balance bisher.

Fun Facts

    • Das Buch „Das romulanische Sternenimperium“, welches Archer in der zerstörten Bibliothek im 31. Jahrhundert findet, stellt eine Art Spoiler dar. Die Romulaner sollen in Zukunft einen erzählerischen Aspekt darstellen. – Schade, dass die Serie zuvor abgesetzt wurde, denn die fünfte Staffel sollte dies beinhalten.

Der deutsche Titel

Da es sich hierbei um den zweiten Teil handelt, verweise ich auf meine Titel-Rezension des ersten Teils.

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Martin Kistner

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Martin Kistner

Martin ist Jahrgang 1988 und neben seiner Leidenschaft für Star Trek auch Gamer, Modellbauer und Autor.

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