Doctor Who
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Review: Doctor Who 170 – Village of the Angels

Lesezeit circa: 5 Minuten

Ein abtrünniger Engel lockt den Doctor in ein britisches Dorf in den 60ern, wo sie Claire wieder trifft.

The Angel has the TARDIS!

Ein weinender Engel hat die TARDIS gekapert und navigiert durch den Zeitvortex. Über ein Abbild auf Yaz’ Handy konnte er sich manifestieren. Das Abbild eines Engels wird zum Engel. Das wird zum Credo dieser Folge. Der Doctor (Jodie Whittaker) kann die Situation natürlich schnell retten, aber die TARDIS muss nach der Aktion erst mal rebooten. Um die Zeit zu nutzen, sehen sich die drei dort um, wo sie gelandet sind: in Medderton, 1967,  einem kleinen Dorf an der Küste von Devon.

Village of the Angels

Sie treffen ein älteres Ehepaar, das gerade versucht, über das Telefon der TARDIS den Notruf zu wählen. Sie sind auf der Suche nach ihrer Großnichte Peggy (Polly Polivnicki), die spurlos verschwunden ist. Da zeitgleich der Schallschraubenzieher Alarm schlägt, trennen sich die drei. Dan (John Bishop) und Yaz (Mandip Gill) kümmern sich um die aufgeregten Rentner und der Doctor folgt dem Signal. 

The Rogue Angel

Sie findet im Keller eines Hauses des Psychiaters Eustacius Jericho (Kevin McNally) eine Frau, die ihr schon bekannt ist. Claire Brown (Annabel Scholey), die Yaz und den Doctor in der ersten Folge The Halloween Apokalypse vor Dans Haus ansprach, hängt gerade am „Lügendetektor“, um ihren Visionen auf die Spur zu kommen. Schon in Liverpool hörte sie die Stimme eines Engels, der ihr die Worte TARDIS und Medderton in den Verstand pflanzte. Sie recherchierte im Internet und fand heraus, das 1901 und 1967 alle Anwohner auf einen Schlag verschwanden. Durch einen Engel wurde sie ins Jahr 1965 transportiert und ist nun seit zwei Jahren in den 60ern gestrandet. Mit Hilfe des Psychiaters Jericho versucht sie herauszufinden, was da in ihr steckt.

Village of the Angels

Kurz nachdem der Doctor Jerichos Haus betritt, ist dieses von unzähligen weinenden Engeln umstellt, die es nach und nach schaffen einzudringen. Sie verbarrikadieren sich soweit es geht, und der Doctor klinkt sich in Claires Verstand ein, um sich selbst ein Bild zu machen. Sie trifft dort auf etwas, das sie nicht erwartet hat. 

Quantum Extraction  

Dan und Yaz machen sich auf die Suche nach Peggy und treffen nach kurzer Zeit auf einen Engel. Dieser schickt sie ins Jahr 1901 ins verlassene Medderton, dort finden die beiden auch das Mädchen. Auch die Kleine empfängt Informationen von den Engeln und hat sich mit ihrer Situation scheinbar abgefunden. Sie führt Dan und Yaz an den Rand des Dorfes, wo sie auf die Unendlichkeit des Alls blicken. Hier nennt Peggy einen Begriff, den die Engel ihr nannten: Quantum Extraction. Das Dorf wurde aus Raum und Zeit extrahiert, um einen abtrünnigen Engel zu isolieren.

Village of the Angels

Nebenschauplatz Puzano

Über die Episode verstreut sehen wir auch, wie es mit Bel (Thaddea Graham) und Vinder (Jacob Anderson) weitergeht. Sie sucht ihn auf dem Planeten Puzano, wo das junge Glück seine Flitterwochen verbringen wollten. Hier trifft sie auf Namaca Ost Parvess Po (Blake Harrison), der sie zu einem Ort bringt, an dem es Hoffnung geben soll. Eine unbekannte Wohltäterin „rettet“ dort die Überlebenden des Flux und verspricht ihnen, sie in Sicherheit zu bringen. Azure (Rochenda Sandall) und Passenger (Jonny Mathers) erscheinen auf einem Berg, aber Bel kennt die Passenger-Technik und weiß, was den heimatlosen Menschen bevorsteht.

Village of the Angels

Fazit zu Village of the Angels

Um es kurz zu machen: The Village of the Angels ist bisher für mich die beste Episode der Staffel. Das kommt einerseits daher, da hinter den weinenden Engeln immer eine gute Story steckt, die mehrere Zeitperioden überspannt und immer menschliche Schicksale hinterlässt. Angefangen mit Sally Sparow in Blink, über die Begegnung in der Byzantium oder Amy und Rorys Finale in New York. Dazu kommt natürlich auch das Grusel-Element, das durch die Natur der Engel entsteht, da sie sich nur bewegen können, wenn man gerade nicht hinschaut. 

Andererseits ist es endlich mal eine zusammenhängende Geschichte, wenn sie natürlich auch im großen Storybogen Flux aufgegangen ist. Claire Brown ist eine sehr interessante Figur, deren Hintergrund hoffentlich noch näher beleuchtet wird, und auch Professor Jericho passt gut als väterlicher, solider Part in die Gruppe. Wie auch schon Angel Bob auf der Bynzantium finden die Engel einen Weg zu kommunizieren, was es natürlich viel einfacher macht, die Geschichte weiter zu erzählen. Ich hoffe wirklich, dass der mega gute Cliffhanger nicht wieder in den ersten Minuten der nächsten Folge aufgeklärt wird und man die Chance nutzt, den Doctor mal vor ein Problem zu stellen, das nicht mal eben gelöst wird, in dem sie mit dem Schallschrauber winkt. Dieser wird nach meinem Geschmack wieder zu inflationär eingesetzt. 

Was irgendwie nicht so in den Flow der Episode passt, ist die Geschichte um Bel und Vinder. Es stehen nur noch zwei Folgen aus und man muss die Geschichte weiter führen, aber trotzdem stört es die Story um das verfluchte Dorf Medderton. 

Stefanie Maus

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