Es werden in dieser Episode sehr viele Sachen enthüllt, die sicherlich noch für Turbulenzen sorgen dürften.
Die Zügel werden angezogen
Königin Sareth (Ella-Rae Smith) muss sich einer medizinischen Untersuchung unterziehen, die ihre Fruchtbarkeit sicherstellen soll. Dabei deutet Demerzel (Laura Birn) an, dass sie, die Dienerin des Imperiums, am Tod ihrer Familie verantwortlich sein könnte. Etwas, was Bruder Tag (Lee Pace) dann auch später in einem persönlichen Gespräch bestätigt.
Unterdessen werden Bruder Constant (Isabella Laughland) und Bruder Poly (Kulvinder Ghir) den Cleons vorgeführt. Doch der Empfang läuft anders ab, als gedacht, als sich Hari Seldon (Jared Harris) über Constant manifestiert und sich ein Rededuell mit Bruder Tag liefert. Was für die Foundation allerdings anders ausgeht, als gedacht, nämlich schlecht.
Es geht langsam aber sich dem Staffelfinale zu. Weshalb die Zügel der verschiedenen Plots angezogen werden und so langsam dafür gesorgt wird, dass die diversen Handlungen sich zuspitzen. Dabei vertraut Notwendiger Tod darauf, dass die ganzen Enthüllungen, die es in dieser Folge gibt, hierfür sorgen, dass man als Zuschauer gespannt bleibt, ob und wie es weitergehen wird.
Keine beneidenswerte körperliche Position
Dabei muss man vor allem Königin Sareth bemitleiden. Ist sie zu Beginn der Folge noch optimistisch, dass sie schon bald in dem Imperium das Sagen haben wird, muss sie dann später feststellen, dass sie nicht mehr wirklich frei ist. Sie ist in einer Art goldenen Käfig gefangen, gefangen von dem Imperium, von dem sie hoffte, dass es ihr auf der Suche nach Wahrheit helfen könnte. Doch ausgerechnet eben jene zeigt sich als das letzte Element, dass den Käfig abschließt. Und ihr bleibt nur ein kleiner Akt der Rebellion, als sie sich heimlich mit Bruder morgen trifft. Von dem sie möchte, dass er das Kind zeugt, dass sie bald austragen soll.
Es ist natürlich eine heftige Entwicklung, die hier stattfindet. Aber auch eine, auf die die Folge von Anfang hin arbeitet. Denn die Untersuchung, der sie sich unterziehen muss, muss für sie ziemlich demütigend sein. Mit gespreizten Beinen in einem Stuhl sitzen, derweil ein männlicher Arzt ihre Fruchtbarkeit untersucht, beobachtet von ihrem und Vertretern des imperialen Hofstabs. Sie macht zwar gute Mine zum bösen Spiel, aber man merkt doch, wie sehr sie dies mitnimmt.
Die Enthüllungen von Demerzel und Bruder Tag tun dabei ihr Übriges. Wobei sie daran nicht ganz unschuldig ist, da sie die Androidin von oben herab behandelt und nicht wie eine treue Dienerin. Kein Wunder also, dass diese in schon fast boshafter Natur andeutet, für den Tod ihrer Familie verantwortlich zu sein.
Die Gesetze gelten nicht
Es gibt hier eine interessante Enthüllung. Denn in einer Szene sagt Demerzel, dass sie nicht mehr an die drei Robotergesetze gebunden ist, sondern nur noch an ein Gesetz. Die Gesetze, erfunden von Foundation-Autor Isaac Asimov persönlich, besagen, dass ein Roboter keinen Mensch verletzen darf, dass er gegenüber Befehlen gehorsam sein muss, außer diese stehen im Konflikt mit dem ersten Gesetz. Und dass er sich selber schützen soll, solange die beiden ersten Gesetze nicht verletzt werden.
Bislang war ich davon ausgegangen, dass die Serie dies einfach nur zugunsten der Dramatik ignoriert hat. Aber dieser eine Moment zeigt, dass dem nicht der Fall ist. Vielmehr orientiert sich Demerzel nur an einem einzigen Gesetz: Nämlich das Imperium beschützen. Unter diesen Aspekten werden natürlich so einige ihrer Taten erklärbar.
Parallel dazu sieht man, wie die beiden Botschafter der Foundation den Imperialen vorgeführt werden. Die Zeremonie geht dabei für diese mächtig in die Hosen, weil zum einen Hari Seldon eingreift. Und zum anderen Bruder Tag andere Ereignisse dazu nutzt, um die vermeintliche Vorherrschaft des Imperiums zu betonen. Doch läuft dieser Empfang wirklich nicht nach Plan? Angesichts der weitreichenden Pläne und Rückversicherungen, die Hari Seldon, als er noch am Leben war, einbaute, darf man das bezweifeln. Vielmehr wäre es verwunderlich, wenn am Ende es dem Gründer der Foundation nicht in die Karten spielt und man nur noch nicht sieht, wie das dann geschehen soll.
Sehr naiv
Im Vergleich dazu sind die Ereignisse auf Ignis nicht ganz so überzeugend. Hier irritiert es, wie naiv Gaal Dornick agiert. Sie schlägt die Vorahnungen und Verdachtsmomente ihrer Tochter in den Wind, derweil sie immer mehr und mehr in die Rolle einer Art Lehrerin und Anführerin für die Mentalisten schlüpft. Die Serie versucht diese Ignoranz dadurch zu erklären, dass sie unbedingt den Tod von Salvor Harnik verhindern möchte. Aber das will irgendwie nicht zünden.
Immerhin kann Tellem wieder als Antagonistin überzeugen. Die für ihren Wunsch, ihre Art zu beschützen, bereit ist, alles zu tun. Sogar die Tochter ihrer Nachfolgerin auszuschalten. Wenn man bedenkt, wie sie mit Hari Seldon umgegangen ist, würde es nicht überraschen, wenn sie ähnlich auch mit ihr umgehen wird.
Und dann ist da noch Hober Mallows Bemühungen, die Spacer davon zu überzeugen, vom Imperium abtrünnig zu werden. Was dann nach hinten losgeht und zu einer Begegnung mit General Riose und seinen Leuten führt. Dieser Plot dient überwiegend nur dazu, die überlegene Technologie der Foundation unter Beweis zu stellen und gleichzeitig die Saat des Verrats bei dem General zu legen. Die jedoch noch nicht aufgeht.
Wenn Fortschritt gezeigt wird
Es ist eigentlich ein netter Plot, der allerdings insgesamt nicht gegen die Handlung auf Trantor ankommen kann. Im Prinzip wird hier nur enthüllt, wie fortgeschritten die Technik der Foundation ist, was dann später von Bruder Tag dazu genutzt wird, um der Foundation quasi den Krieg zu erklären. Mehr nicht.
Dennoch ist dies am Ende immer noch eine gute Folge.
Informationen
Regie: Mark Tonderai
Drehbuch: Eric Carrasco & David Kob
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