Mit dieser Folge liefert die Serie ein Staffelfinale ab, das im positivsten Sinne ein „WTF?“-Gefühl hervorruft.
Das beste Ende
Gaal (Lou Llobell) und ihre Leute können dank der Hilfe des Hari Seldons (Jared Harris) aus dem Gewölbe auf die Raumstation gelangen, auf der sich auch das Maultier (Pilou Asbæk) befindet. Die Gruppe gelangt zu ihm, woraufhin es zum direkten Duell zwischen den beiden Psi-Talenten kommt. Und dieses Mal ist Gaal vorbereitet. Allerdings ahnt sie nicht, welche Überraschung sie am Ende erwartet.
Bruder Dämmerung (Terrence Mann) bereitet sich für den Ritus des Aufstiegs vor. Er lässt sich die Kleidung des Bruder Finsternis anziehen, weicht dann aber von dem Programm ab. Er stiehlt sich davon und zerstört schließlich nahezu alle anderen Klone von sich und seiner Brüder. Nur ein Baby lässt er über, um so Demerzel (Laura Birn) und den zurückgekehrten Bruder Tag (Lee Pace) in eine Falle zu locken.
Mit Der letzte Cleon endet die dritte Foundation-Staffel. Und es ist, ungelogen, das beste Ende, welches die Serie bislang hatte. Weil hier wirklich alles stimmt. Ebenso, wie es jede Menge Plottwists und überraschende Enthüllungen gibt.
Die Anzeichen sind da
Es zeichnen sich hier vor allem zwei Spannungsfelder ab. Das eine ist auf Trantor an sich, wo Bruder Dämmerung plötzlich beginnt vollkommen durchzudrehen. Und in seinem Wahnsinn alle Cleons, die noch nicht dekantiert worden sind, zu vernichten. Es ist ein gruseliger Moment, wenn man sieht, wie er sein Zerstörungswerk anrichtet.
Dabei baut die Episode dies geschickt auf. Die ersten Minuten wirken wie Parallelen zu dem Aufstieg Cleon XII aus Der Geist des Mathematikers. Man sieht, wie er den letzten Tag begrüßt, wie er die Kleidung des Bruder Finsternis anzieht und sich bei den Schneidern bedankt. Und danach beginnt er durchzudrehen.
Wobei es schon vorher Anzeichen dafür gab. Die Art und Weise, wie er beim Sprechen teilweise die Zähne fletschte, wie er ironisch anmerkt, das Demerzel ihn auch im hohen Alter gut umhegt hat, all das sind heimliche Hinweise dafür, dass da was am Kochen ist. Und dass er jetzt durchdreht, kommt ebenfalls nicht aus dem Nichts. Schon die ganze Zeit wurde angedeutet, dass er mit seinem drohenden Schicksal haderte. Wie er immer und immer wieder versucht hat, Gründe dafür zu finden, ihn aufzuschieben. Ehe er am Ende der letzten Folge sich scheinbar resigniert gefügt hat. All dies, ebenso wie die Abweisung von Quent, dürften der Auslöser für sein Durchdrehen gewesen sein.
Die Finsternis ist da
Und man hat das Gefühl, dass er seine Taten von langer Hand geplant haben muss. Ja, er ist bei ihrer Durchführung eindeutig verrückt. Aber die Art und Weise, wie er alles zerstört, deutet daraufhin, dass dies keine spontane Aktion ist.
Die Erlebnisse von Gaal sind im Vergleich zunächst actionreicher. Dabei zeigt sich, wie gut die Psi-Kräfte von Hari Seldons Schützling gewachsen sind. Und wie sie die Erfahrungen und Erinnerungen ihres bisherigen Lebens dafür nutzt, um sozusagen Abwehrkräfte gegen das Maultier aufzubauen.
Oh! Mein! Gott!
Das Duell zwischen den beiden ist spannend. Und es ist grandios zu sehen, wie die Siegessicherheit des Maultiers langsam aus seinem Gesicht weicht und Entsetzen Platz macht. Denn er merkt, dass er unterlegen ist. Was er ja auch ist, da Gaal Dornick ihn schließlich besiegt und tötet.
Kommt jetzt kein großer Zeitsprung?
So oder so, es wird spannend werden! Hoffentlich dauert es bis zur vierten Season nicht mehr so lange.
Informationen
Regie: Roxann Dawson
Drehbuch: Jane Espenson & Eric Carrasco
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Warpskala
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