[Perry Rhodan 260] Gespenster der Vergangenheit

Lesezeit circa: 3 Minuten

Sie sind älter als Atlan – denn sie leben auf dem Planeten ohne Zeit…

Gespenster der Vergangenheit
© Pabel-Moewig Verlag KG

Erschienen: 1966
Autor: Kurt Mahr
Zeichner: Johnny Bruck

Handlung

In „Gespenster der Vergangenheit“ ist die CREST III auf der Flucht. In einem Versteck ortet sie seltsame Impulse und fliegt hin, um nachzusehen. Man findet einen Planeten, auf dem Menschen aus allen möglichen Epochen der Erde leben. Die „Meister der Insel“ kennen also Terra. Auf dem „History“ getauften Planeten leben diese Erdmenschen wie mit einem Zellaktivator, sie altern nicht. Überdies werden die Woolver-Zwillinge, die den Planeten untersuchten, von sechs identisch aussehenden Tefrodern angegriffen. Grund genug für Perry, in der Folgewoche noch einmal vorbeizuschauen.

Kritik

Was jetzt eingangs noch spannend und sehr mysteriös klingt, wird im Heft selber durch haarige und eigentlich völlig unnötige Action zunichte gemacht. Abgesehen vom unnötigen „Rumgeballer“ ist der Actionteil zudem auch noch überflüssig. Man entdeckt Menschen aus allen Epochen, und auch wenn da sicher nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, so ergibt es kaum oder gar keinen Sinn, dass sich diese gegenseitig bekriegen, schon gar nicht mit schweren Waffen und Panzern. Wenn man Menschen von Terra wie in einem Zoo hält, setzt man doch eigentlich alles daran, diese am Leben zu erhalten. Noch unlogischer, jeder Mensch benutzt die Waffen seiner Epoche. Wenn sich schon verschiedene Gruppen zusammentun, wie hier die Franzosen und die Steinzeitmenschen, sollte es doch möglich sein, den Urzeitwilden zumindest Pfeil und Bogen zu bauen.

Und es ist für mich komplett nicht nachvollziehbar, wieso die Menschen auf „History“ einerseits Jahrtausende leben und sich andererseits just im Moment des Auftauchens der Woolvers anfangen, die Köpfe einzuschlagen. Wären diese Auseinandersetzungen der Normalzustand, wären einige Menschengruppen, zum Beispiel die Urzeitbarbaren, angesichts der Waffen ihrer Gegner, längst ausgelöscht. Um vorzugreifen, ja, es könnten alle Duplos sein, duplizierte Wesen. Wozu aber dann der Aufwand, sie unsterblich zu machen, wenn man doch jederzeit Nachschub hat?

Auf die „Haben-Seite“ buche ich, dass trotz obiger Mäkelei „Gespenster der Vergangenheit“ an sich schnell durch war und man tatsächlich einen Hauch des viel bemühten „Sense of Wonder“ spüren konnte. Das Mysterium „Meister der Insel“ wird hier noch weiter verdichtet. Welches Interesse haben diese Wesen an der Erde?

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Mario Staas

Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.
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