Auch für den Sohn eines der stärksten Superhelden der Welt ist aller Anfang schwer.
Das erste Mal
Ein Team der geheimen Global Defense Agency (GDA) versucht den Guardians of the Globe zu helfen, doch ist für die meisten jegliche Hilfe zu spät. Nur Omniman (Steven Yeun) kann noch versorgt werden. Der Direktor der GDA, Cecil Stedman (Walton Goggins), nutzt derweil alle Möglichkeiten, um herauszufinden, was vorgefallen ist. Unter anderem auch, in dem er den okkulten Detektiven Damien Darkblood (Clancy Brown) anheuert.
Derweil die Erde von feindlichen Aliens angegriffen. Mark Grayson (Steven Yeun) versucht als Invincible sie zu stoppen, ist jedoch, da dies sein erster richtiger Superheldenkampf ist, sehr schnell überfordert. Zum Glück kommt das Teen Team, das durch die Anweisungen ihres Anführers Robot (Zachary Quinto) den Tag retten kann. Zumindest vorerst, denn die Außerirdischen greifen bereits bald wieder an.
Ganz schön optimistisch baut die Welt von Invincible weiter aus, derweil es gleichzeitig auch den Hauptplot weiter vorantreibt. Der sich jedoch weniger mit Ominimans mörderische Tat beschäftigt. Als vielmehr, wie sein Sohn erste Superheldenerfahrungen sammelt.
Ein schneller Lerner
Es ist interessant zu sehen, wie realistisch die Reihe dies behandelt. Denn Mark mag zwar das Herz auf dem rechten Fleck haben. Doch eine Invasion Außerirdischer zu bekämpfen, ist noch mal etwas völlig anderes, als normale Ganoven festzunehmen. Weshalb er auch schnell überfordert und nahe der Panik ist.
Dabei werden diese Aliens, die Flexianer, wie sie genannt werden, durchaus innovativ behandelt. Es handelt sich um eine wiederkehrende Bedrohung, die jedes Mal aus ihren vorher begangenen Fehlern lernt, um danach so gefährlicher auftreten. Doch genauso, wie die Bedrohung stärker wird, sieht man auch, wie schnell Invincible lernt und seine anfängliche Ängstlichkeit und Überforderung überwindet.
Mit dafür sorgt das Teen Team und vor allem deren Mitglied Atom Eve, die zufälligerweise auf dieselbe Schule wie Mark geht. Sie bringt ihm vieles bei und sorgt auch dafür, dass er am Ende selbstbewusster wird. Den Rest erledigen dann ihre Teamkameraden.
Viele neue Figuren
Dabei zeigt sich, dass die Welt von Invincible erstaunlich vielschichtig ist. Was bei Marvel und DC über Jahre hinweg entstanden ist, wirkt hier ebenso, obwohl die Serie und ihre Vorlage noch neu sind. Aber so lernt man beispielsweise Damien Darkblood kennen, der wie eine Mischung aus dem Dämon Etrigan und John Constantine wirkt und anscheinend eine gewisse Vergangenheit hat. Oder auch Cecil Stedman, den Direktor der GDA, der ein wenig an einen Nick Fury erinnert. Nur eben ohne einen offenkundigen geheimdienstlichen Hintergrund.
Aber genau wie der Direktor von S.H.I.E.L.D. ist Cecil Stedman vor allem am Ergebnis interessiert. Der Weg dorthin ist ihm egal, weshalb er auch nur allzubereit ist, jede Möglichkeit zu nutzen, um voranzukommen. Und da er sehr respekteinflößend auftritt, stellt sich ihm diesbezüglich keiner in den Weg.
Interessant ist auch, dass in dieser Folge Omniman aus dem Koma erwacht und vorgibt, nicht zu wissen, wer seine Teamkameraden umgebracht hat. Es ist faszinierend, wie für ihn alles weiter wie gehabt abläuft, bis eben auf die Tatsache, dass er ein Mörder ist und sein Sohn mittlerweile ebenfalls ein Kostüm trägt. Es wirkt irritierend, wie normal sein Verhalten wirkt. Wobei sich am Ende in einer Szene zeigt, dass er immer noch der mörderische Held ist, als den man ihm am Ende der letzten Folge kennengelernt hat. Nur dass es dieses Mal die Flexianer trifft und nicht irgendwelche Menschen oder Mithelden.
Wieder brutal
Erneut zeigt sich die Serie als äußerst brutal und blutig. Aber das sorgt eben mit dafür, dass die Reihe realistisch wirkt, soweit man dies bei einem Superheldensetting überhaupt sagen kann. Es zeigt sich, dass in einer Welt voller übermächtiger Wesen und anderen Lebensformen der menschliche Körper sehr schnell kaputt geht.
Das Einzige, was an dieser Episode nicht gut funktioniert, ist der letzte Part. Wo Mark im Weltall gegen einen sehr starken Außerirdischen kämpft und sich das als ein Test herausstellt, der jedoch gleichzeitig auf falschen Infos basiert. Dieser Teil wirkt in dieser Folge wie ein Fremdkörper, weil er auch nicht so wirklich gut in die restliche Handlung integriert worden ist. Was insofern schade ist, als dass Allan der Alien ein sympathischer Zeitgenosse ist.
Trotzdem ist dies immer noch eine starke Folge.
Informationen
Regie: Paul Furminger
Drehbuch: Simon Racioppa
Showrunner: Simon Racioppa
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