In dieser Folge wird die Hauptstory pausiert, um die Vergangenheit von Tony Tony Chopper ausführlich darzustellen.
Ein Merkmal wird erfüllt
Derweil sich Nami (Emily Rudd) von ihrer Erkrankung erholt, findet Ruffy eine Jolly Roger-Flagge. Kureha (Katey Sagal) nimmt dies zum Anlass, um ihren „Gästen“ die Geschichte von Chopper (Körper: N’kone Mametja, Stimme und Gesicht: Mikaela Hoover) zu erzählen.
Dieser wurde einst von dem Hiriluk (Mark Harelik) gefunden und groß gezogen. Er war neben Kureha der einzige Arzt, der Wapol entkommen war, als dieser alle Ärzte der Insel für sich nahm. Hiriluk träumte davon, dass er eine Medizin finden könnte, die alles heilen kann. Doch dann bricht bei ihm eine tödliche Krankheit, von der einst meinte, sie geheilt zu haben, wieder aus. Und er beschließt einen Abgang, mit dem er ein Zeichen setzen kann. Vor allem für seinen jungen Schützling, mit dem er vor kurzem noch gebrochen hatte, ehe ihm dieser schwer verletzt einen Pilz gab, der ihn angeblich heilen sollte.
Es ist eines der Hauptmerkmale von One Piece. Dass alle wichtigen Figuren, vor allem diejenigen, die Teil der Strohhutpiraten werden, eine tragische Hintergrundstory erhalten. So auch jetzt hier in Reindeer Shames.
Wie süß!
Für nahezu eine ganze Episode wird daher die Haupthandlung pausiert. Um so die Vergangenheit von Tony Tony Chopper näherzubringen. Jetzt könnte man meinen, dass dies eine wagemutige Entscheidung ist, vor allem da nur noch eine Folge in dieser Staffel verbleibt und die aktuelle Handlung abgeschlossen werden muss.
Aber da kann man ruhig Vertrauen in die Serie fassen. Sie wusste und weiß schon, was sie macht. Außerdem ist diese Rückblende eben notwendig, um die Figur dieses menschlichen Rentiers dem Zuschauer näherzubringen. Und hier kann man nur sagen, dass das der Serie voll und ganz gelungen ist.
Zunächst einmal ist da die Tatsache, dass Chopper wirklich knuffig aussieht. Es wirklich faszinierend, wie gut mittlerweile die CGI-Technologie ist, dass es geschafft wird, einen komplett am Computer entstandenen Charakter so lebensecht wirken zu lassen, dass man von seinem Charme wie gefangen genommen wird. Und das ist nicht gelogen.
Es geht mehr in die Tiefe
Sein ganzes Aussehen, sein ganzes Verhalten, seine Unschuld, die er ausstrahlt: All dies wird aus der Mangavorlage exzellent in die Realverfilmung rübertransportiert. Und gleichzeitig erfährt man auch seine tragische Vergangenheit.
Hier geht die Realverfilmung im Vergleich zur Mangavorlage deutlich mehr in die Tiefe. Die Beziehung zwischen Chopper und Hiriluk wird deutlich mehr beleuchtet und vieles ergibt mehr Sinn. Man hat wirklich das Gefühl, dass hier eine Vater-Sohn-Beziehung entsteht, auch wenn die beiden natürlich nicht wirklich miteinander verwandt sind.
Hiriluk wird dabei als ein Idealist dargestellt. Der einen großen Traum hat und dafür bereit ist alles zu tun. Der sich aber gleichzeitig mit Kureha ständig in der Wolle liegt und die beiden nach kurzer Zeit sich gegenseitig diverse „Nettigkeiten“ an den Kopf schmeißen.
Ein Ende, das zu Herzen geht
In jedem Fall wird gut rübergebracht, wieso Hiriluk für Chopper das große Vorbild ist. Sein Traum, die Erschaffung einer alles heilenden Medizin ist nachvollziehbar und man spürt die ganze Zeit, die Liebe zu seinem Ziehkind. Auch wenn er dann am Ende der Folge es zu einem Disput zwischen den beiden kommt.
Doch gerade dieses Ende, dieses Finale geht einem zu Herzen. Derweil gleichzeitig auch der Hass auf Wapol vertieft wird. Es zeigt sich, dass Hiriluk für seinen Idealismus bereit ist, in den Tod zu gehen. Wobei er sowieso anscheinend kurz davor steht zu sterben. Die Ansprache, die die Figur hält, ist verdammt gut geworden. Und sein Ende stimmt einen traurig.
Das eigentliche Ende der Folge kündigt dann die Wiederankunft von Wapol an. Das, und der Kurzauftritt von Miss All Sunday deutet daraufhin, dass es zum Staffelfinale heiß hergehen wird!
Informationen:
Drehbuch: Elizabeth Hunter
Regie: Lukas Ettlin
Showrunner: Matt Owens und Joe Tracz
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