Kampfstern Galactica 07 – Die lange Patrouille

Lesezeit circa: 11 Minuten

Starbuck meldet sich freiwillig, um mit dem Prototyp einer neuen Viper einen Aufklärungsflug durchzuführen, als der Kampfstern Galactica in ein neues Sternensystem vordringt.

Der Weg ins Unbekannte

Alles, was zwischen der kolonialen Flotte und einem neuen Sternensystem liegt, ist ein Asteroidengürtel. Auf der Brücke des Kampfstern Galactica stehen Adama, Apollo, Boomer, Tigh, Athena und sogar Boxey und schauen gespannt zu, wie sich langsam der Staub lichtet und am Horizont neue Sternbilder erscheinen. Einzig Boxey ist wenig beeindruckt.

Da in unmittelbarer Nähe keine Lebenszeichen geortet werden, sieht Adama erstmal davon ab, den Prototyp einer neuen Aufklärungsviper sofort einsetzen. Er erkundigt sich nach dem freiwilligen Piloten und ist überrascht, als er von Apollo erfährt, dass es sich um Starbuck handelt. Apollo erzählt, dass der Freiwillige an die Spitze der Warteliste für das wiedereröffnete Restaurant auf der Rising Star aufrückt. Athena berichtet, dass Starbuck sie zum Essen eingeladen hat, sie aber leider absagen musste, da sie zum Dienst auf der Brücke eingeteilt wurde. Daraufhin gibt Adama ihr frei, damit sie diesen Abend vor der gefährlichen Mission mit Starbuck verbringen kann.

Wechselspiel der Herzen

Zur gleichen Zeit kommen Starbuck und Cassiopeia mit einem Shuttle auf der Rising Star an. Sie werden von einem Kellner begrüßt, der Starbuck in seiner Ausgehuniform umschmeichelt. Starbuck bittet ihn um ein Séparée, was der Kellner jedoch zunächst ablehnt, da man diese lange im Voraus buchen muss. Erst als Starbuck ihm ein Geldstück zusteckt, macht er dies möglich. Als Cassiopeia und Starbuck es sich gemütlich machen, ordert Starbuck eine Flasche vom besten Ambrosa. Auch dies wird zunächst vom Kellner abgelehnt, durch ein weiteres Trinkgeld wird aber auch dies möglich. Cassiopeia verlässt den Raum, um sich frisch zu machen, und Starbuck zündet sich zur Entspannung seine Zigarre an. Mit der Entspannung ist es aber gleich wieder vorbei, denn plötzlich kommt Athena zur Tür herein und fällt ihn um den Hals. Der Kellner stößt mit der Flasche Ambrosa hinzu und lässt sich nur kurz seine Überraschung anmerken. Unter einem Vorwand bugsiert Starbuck Athena in ein zweites Séparée, was ihn wieder ordentlich Trinkgeld kostet. Nach einigem Hin und Her kommt für Starbuck fast schon die erlösende Durchsage, dass er sich auf der Galactica melden soll. Der Kellner lobt Starbuck für seine Kühnheit, nicht wegen der gefährlichen Mission, sondern wegen seiner gleichzeitigen Verabredung mit den beiden Damen. Als Athena und Cassiopeia jedoch ihre Séparées verlassen, treffen sie im Flur aufeinander. Ihnen ist sofort klar, was Starbuck mit ihnen abgezogen hat.

Redon-Viper 1

Da die Sensoren der Galactica nun doch Lebenszeichen geortet haben, wurde Starbuck sofort zurückbeordert, um mit der neuen Viper die Umgebung zu erkunden. Im Gegensatz zu einem normalen Einsatz trägt er jedoch keine Uniform, um bei einer möglichen Landung Zivilisten nicht zu erschrecken. Es könnte ja sein, dass diese noch nie vom Krieg, Zylonen oder den Kolonien gehört haben. Apollo und Boomer wünschen ihm Glück, vor allem auch, da die Redcon Viper zwar wahnsinnig schnell ist, dafür jedoch auf Waffensysteme verzichtet werden musste. Die beiden sind aber auch ein bisschen neidisch, da die Viper mit dem ersten sprechenden Computer ausgestattet ist. Bevor Starbuck startet, wird er angewiesen, nur die Kurzstreckenortung zu verwenden, ansonsten aber auf Übertragungen zu verzichten. So soll vermieden werden, dass die Zylonen auf ihn aufmerksam werden. Sollte er dennoch auf Zylonen treffen, darf Starbuck auf keinen Fall zur Flotte zurückkehren, um die Position des Flüchtlingskonvois nicht preiszugeben.

Nach dem Start testet Starbuck die Redcon Viper durch unterschiedliche Manöver und beginnt eine Unterhaltung mit dem Bordcomputer CORA. CORA verfügt über eine weibliche Stimme, die mit Starbuck kokettiert. Er überlässt ihr die Kontrolle und ist beeindruckt von der Leistung der Maschine. Nach einem Scan der Umgebung meldet sie ihm zwei Raumschiffe mit Unterlichtgeschwindigkeit. Dabei handelt es sich um eine Fähre und einen Jäger, der diese verfolgt. Über Funk fordert der Pilot des Jägers die Fähre auf, sich zu ergeben. Starbuck übernimmt wieder die manuelle Kontrolle der Viper und setzt sich zwischen die beiden Raumschiffe. Als er seine Triebwerke direkt vor dem Jäger zündet, ist dieser kurzzeitig blind und verliert die beiden anderen Schiffe aus dem Sichtfeld.

Die Fähre landet auf einem Asteroiden. Starbuck folgt ihr und pirscht sich vorsichtig an das Raumschiff heran. Fast gelingt es dem Piloten, Starbuck hinterrücks zu überrumpeln, was jedoch misslingt. Schließlich behauptet der Pilot, dass er Agrarzubehör für Farmer transportiert und von einem Piraten angegriffen wurde. Starbuck ist skeptisch und untersucht daher die Ladung. Landwirtschaftliches Zubehör kann er wirklich nicht finden, jedoch Kisten voller Ambrosaflaschen. Der Pilot gibt an, dass diese sehr alt und kostbar sind. Starbucks Interesse ist geweckt und er lässt sich auf das Gespräch ein. Kurz dreht er dem Räuber seinen Rücken zu, um die Fracht genauer zu untersuchen, nun schlägt ihn dieser doch nieder. Als nächstes stielt er die Viper und startet ins All. CORA fordert ihn zwar auf, sich zu identifizieren, hindert ihn jedoch nicht daran, die Viper in Betrieb zu nehmen und ins All zu steuern. Leider aktiviert er eine Langstreckenübertragung, was auch auf Baltars Basisstern empfangen wird, der sich noch hinter dem Asteroidengürtel befindet. Baltar schickt Jäger los, um den Funkspruch zu verfolgen. Auch auf der Galactica registriert man diese Signale, der verwendete Code kann jedoch nicht entschlüsselt werden. Tigh muss davon ausgehen, dass Starbuck getötet und die Viper gekapert wurde, im schlimmsten Fall von den Zylonen. Entweder ist die Übertragung für Zylonen bestimmt oder aber sie werden dadurch aufmerksam und könnten so die Flotte entdecken. Apollo und Boomer erhalten daher den Befehl, die Viper zu orten und abzuschießen, ohne vorher nochmals Kontakt aufzunehmen.

In der Zwischenzeit ist Starbuck aufgewacht und entdeckt, dass seine Viper zusammen mit dem Piloten verschwunden ist. Daraufhin startet er die Transportfähre, um den Dieb zu verfolgen. Kaum dass er gestartet ist, wird er von weiteren Jägern abgefangen. Es gelingt ihm zwar, diese davon zu überzeugen, dass er nicht der ursprüngliche Pilot war, allerdings bleibt ihm keine andere Wahl, als sich von ihnen zu einem weiteren Asteroiden eskortieren zu lassen, wo er sogleich gefangen genommen und abgeführt wird.

Erbsünde und die Folgen

Apollo und Boomer können die Redcon-Viper zwar nicht einholen, folgen ihr jedoch. Da sie nicht entdeckt werden, können sie den Abstand immer weiter verringern.

Starbuck, der wieder niedergeschlagen wurde, findet sich nach seinem Erwachen in einer Gefängniszelle wieder. An den Wänden befinden sich Zeichnungen von Planetenkonstellationen und anstelle von Wasser gibt es offensichtlich Ambrosa zu trinken. Er ist nicht alleine, alle anliegenden Zellen sind ebenfalls belegt. Die anderen Insassen begrüßen ihn freundlich und wollen seinen Namen wissen. Allerdings wird ihm nicht geglaubt, als er ihnen den Namen Starbuck nennt, denn dies sei ja schließlich kein Vergehen oder zumindest ein unbekanntes Originalvergehen. Zuerst ist Starbuck verwirrt, kann aber schließlich in Erfahrung bringen, dass keiner der Insassen wirklich ein Vergehen begangen hat, sondern dass es sich um die Nachfahren der Missetäter handelt. So lauten ihre Nahmen Betrüger 7, Aufrührer 11 oder Sünderin 58. Während der Gefangenschaft produzieren die Gefangenen Ambrosa. Sie gehen fest davon aus, dass dieser Alkohol an die Kolonialkrieger geliefert wird, um sie so im Krieg gegen die Zylonen zu unterstützen. In Wahrheit wird der Ambrosa jedoch kistenweise eingelagert und verlässt nie den Planeten.

Athena bittet Cassiopeia, auf die Brücke der Galactica zu kommen. Bei all den Differenzen möchte Athena, dass Cassiopeia von Starbucks Schicksal erfährt. Kurz nachdem sie von Athena auf den aktuellen Stand gebracht wurde, kommt eine weitere verschlüsselte Übertragung herein. Zur Überraschung der Brückencrew erkennt Cassiopeia den Code, mit dem die Nachricht verschlüsselt wurde. Cassiopeias Vater war Händler und hat sie oft mitgenommen. Schon als Kind durfte sie für ihn Funksprüche absetzen. Es handelt sich um einen zivilen Code, der von Händlern genutzt wird.

Apollo und Boomer sind mittlerweile in Schussreichweite zur Redcon-Viper. Apollo fasst das Ziel schweren Herzens ins Visier. Auf der Galactica erkennt Cassiopeia in dem Code eine Anforderung von Koordinaten. Gerade rechtzeitig, denn Adama kann den Befehl, die Viper zu zerstören geradeso noch zurücknehmen. Apollos und Boomers Auftrag lautet nun, der Viper zu folgen und weitere Nachforschungen anzustellen.

Die Redcon-Viper landet. Als Apollo und Boomer sie finden, ist vom Piloten keine Spur zu sehen. Ganz in der Nähe befindet sich jedoch eine verlassene Stadt. Plötzlich werden sie aus den Ruinen heraus beschossen. Sie können in Deckung gehen und schleichen sich verdeckt an den Schützen heran, der daraufhin flieht. Doch schon nach einer kurzen Verfolgungsjagd findet Boomer in einem verlassenen Haus eine Frau und ein Kind. Daraufhin ergibt sich der Dieb der Viper, denn es handelt sich um seine Familie. So können sie in Erfahrung bringen, dass auch der Pilot als Nachfahre eines Räubers im Gefängnis einsaß, genauso wie seine Frau. Da sie nicht wollten, dass ihre Tochter ebenfalls im Gefängnis aufwachsen muss, sind sie geflohen. Übrigens sind auch die Wachen Nachfahren der ursprünglichen Gefängnisbesatzung.

Von einem dieser Aufseher bekommt Starbuck nun einen neuen Namen, und zwar Flaschenschmuggler 137. Jetzt reicht es ihm langsam und statt den Ambrosa zu trinken, zerbricht er die Flasche und wirft sich gegen die Zellentür. Überraschenderweise springt diese auf. Keine der Zellentüren ist verschlossen. Starbuck kann nicht verstehen, warum alle freiwillig im Gefängnis bleiben. Er unterschätzt die patriotische Einstellung der Bewohner. Sie schätzen ihren Auftrag, Ambrosa für die Kolonialkrieger abzufüllen hoch ein. Erst als Starbuck sie davon überzeugen kann, dass die Flaschen draußen in den Hangars lagern und nicht ausgeliefert werden, wechselt die Lage. Er gibt sich als Kolonialkrieger zu erkennen und kann so auch die Aufseher auf seine Seite ziehen.

Ein explosives Ende

Genau in dem Moment, als Starbuck mit den übrigen Gefängnisbewohnern ins Freie tritt, landen Apollo und Boomer zusammen mit dem geflohenen Dieb. Plötzlich tauchen am Horizont drei Zylonenjäger auf. Unsere drei Kolonialkrieger stürmen zu ihren Vipern und starten ins All. Da Starbuck über keinerlei Waffensysteme verfügt, versucht er die Zylonen abzulenken. CORA ist hocherfreut, Starbuck wieder in ihrem Cockpit zu empfangen. Allein Starbucks Flugvermögen reicht nicht aus, um die Jäger abzuhängen, daher übernimmt CORA erneut das Steuer. So können Apollo und Boomer von hinten angreifen.

CORA führt unterschiedliche Manöver durch, warnt Starbuck jedoch, dass er das Bewusstsein verlieren könnte, wenn sie so weitermacht. Er stimmt zu und so führt CORA ein waghalsiges Manöver aus. Die Zivilisten haben sich bereits im Gefängnis verschanzt. CORA setzt zu einem Steilflug an, was die Zylonen so verwirrt, dass sie die Kontrolle verlieren und in die Hangars stürzen. Als Starbuck zu sich kommt, brennt alles lichterloh. CORA erklärt ihm, dass dort wohl leicht brennbare Flüssigkeit gelagert worden sein muss. Verständlicherweise ist Starbuck enttäuscht und entsetzt.

Auf der Brücke der Galactica ist die Stimmung gedrückt, denn die Flotte musste aus Sicherheitsgründen den Kurs ändern. Plötzlich tauchen auf dem Radar Schiffe auf. Die Freude ist groß, als klar wird, dass es die beiden Vipern zusammen mit einer Fähre und der Redcon-Viper sind.

Zur Feier veranstaltet Adama ein Abendessen auf der Rising Star, an dem auch die neuen Mitglieder der Flotte (der Räuber des Prototyps mit seiner Frau und Tochter) teilnehmen. Boxey schenkt Apollo eine selbstgemalte Sternenkarte, welche am Tisch herumgereicht wird. Als sie bei Starbuck ankommt, bemerkt dieser allerdings einen Fehler. Ihm fällt ein, dass seine Zellenwand mit diesem Sternensystem bemalt war. Daraufhin erzählt der Räuber, dass in dieser Zelle vorher ein stummer Mann einsaß, der in einem Schiff treibend im Weltraum gefunden wurde. Er sprach nie ein Wort. Adama erwähnt, dass Boxeys Zeichnung auf alten Legenden über die Erde basiert.

Fazit zu Die lange Patrouille

Der sprechende Computer CORA erinnert doch sehr stark an KITT aus Knight Rider. Direkt im Anschluss an Der verschwundene Krieger fühlt sich diese Folge jedoch wenig einfallslos an. In der einen Folge wird Apollo vermisst und in der anderen Starbuck. Thematisch hätte hier etwas mehr Abstand gutgetan.

Nachdem die gesamte Brückencrew auf das Verlassen des bekannten Sternensystems hin fiebert, verwundert es doch, dass die dortigen Bewohner davon ausgehen, durch ihre Aktionen die Kolonien im Kampf gegen die Zylonen zu unterstützen.

Wir brauchen euren Support!

 

Viele Magazine im Web werden über Werbung finanziert. Wir haben bewusst darauf verzichtet, damit euer Erlebnis auf unserer Seite möglichst ungestört ist. Wir bieten euch News, Reviews, Artikel, Videos und einen Podcast zu mittlerweile fast allen Bereichen der Phantastik. Wir haben keinen Clickbait, keine Fakenews und auch keine Paywall.

 

Die Kosten steigen, die wenigen Einnahmen sinken, auch dank der derzeitigen Situation. Wir wollen uns keine goldene Nase verdienen, aber es wäre schade, wenn wir die Seite irgendwann deswegen einstellen müssten.

 

Es ist auch ganz einfach. Ihr könnt uns regelmäßig ab 1 € monatlich bei Steady unterstützen, einmalig per PayPal oder ihr werft einfach mal einen Blick in unseren warpShop. (Die Shirts sind erste Sahne, Ehrenwort!)

 

Wenn ihr euch für eine Tätigkeit bei uns interessiert, dann ist die Seite MITMACHEN genau richtig.

Für den Fall, dass ihr noch mehr Infos haben wollt, findet ihr diese unter SUPPORT US. Dort findet ihr auch unsere Ref-Links.

 

Wir danken euch.

Melanie Frankl

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: