Es wird neues, prominentes Fallobst eingeführt, dass dann auch schon bald das Vorzeitliche segnen darf.
Endlich wird das Ende aufgegriffen
Vor fünf Jahren: Peter Parker (Hudson Thames), Black Panther und der Kopf von Scott Lang (Paul Rudd) gelangen endlich nach Wakanda. Wo allerdings schon ein zombifizierter Thanos auf sie wartet, der nahezu alle Infinity-Steine hat. Das Einzige, was ihm noch fehlt, ist der Gedankenstein, den zufälligerweise die Helden bei sich führen.
In der Gegenwart landet die Gruppe um Kamala (Iman Vellani) endlich an den Ufern von Neu Asgard. Sie finden dort überall aufgespießte Zombies vor. Die Tür zum Reich von Thor bleibt ihnen versperrt, bis Konshu (F. Murray Abraham) persönlich mit Valkyrie (Tessa Thompson) redet. Wodurch sie endlich zum Festmahl eingelassen werden.
Der erste Auftritt der Marvel Zombies, damals in der What If…?-Folge Zombies?! endete auf einem Cliffhanger. Der, anders als viele andere aus jener ersten Season, nicht im Staffelfinale aufgeklärt wurde, auch wenn in jener diese Untoten auftauchten. Jetzt, mit Episode 3 wird das Ende von damals endlich aufgegriffen und aufgelöst.
Es handelt sich dabei um eine der besten Szenen der bisherigen Serie. Kein nerviger Humor, keine Handlung, die großartig vorhersehbar ist, einfach nur pure und gelungene Action. Mit einem Ende, das wirklich großartig ist. Und einem Nachklapp, der interessant ist. Aber im weiteren Verlauf der Folge nicht mehr aufgegriffen wird, was schade ist.
Altbekannte Muster
Denn nach diesem gelungenen Auftakt geht es zurück in die Handlungsgegenwart. Die wieder in die alten Muster verfällt, die einem bereits schon in Episode 2 negativ auffielen. Sprich, es ist erneut eine unpassende Balance zwischen Humor und Grusel, sowie allgemein diversen vorhersehbaren Szenen.
Das Bindeglied zwischen diesen beiden Handlungen ist dabei Thor. In der Vergangenheit sieht man, wie er, ganz wie in Infinity War, gemeinsam mit Groot und Rocket auftauchte, um für die Helden einzugreifen. Doch dieses Mal läuft es anders, da Groot und Rocket durch einen Angriff Thanos eingeäschert werden, derweil Thor schwer verletzt zurückbleibt. In der Gegenwart sieht man ihn, wie er den Großteil der Folge komatös auf seinem Stuhl sitzt. Erst am Ende der Episode wird er in die Handlung involviert. Und das auf eine spektakuläre Art und Weise.
Gleichzeitig wird aber ebenso gezeigt, dass der Red Guardian um seine letzte Tochter, Yelena trauert. Und sich deshalb sofort ins Festmahlgetümmel stürzt, um sie dadurch zu vergessen. Das sind Emotionen, die man sich auch von anderen Charakteren her wünschen würde. Also, dass sie um die Verlorenen und Verstorbenen trauern.
Keine Zeit zum Trauern, Witze müssen gerissen werden
Bei denen gilt allerdings, dass sie so tun, als ob alles, was zuvor geschehen ist, nur eine nette Achterbahnfahrt war. Es werden Witze gerissen und allgemein werden die Figuren locker und humorig dargestellt. Es ist natürlich klar, dass die Reihe ein wenig Auflockerung in die sonst sehr düstere und ernste Story reinbringen möchte. Doch wie bereits bei der letzten Folge wirkt dies übertrieben und fehl am Platze. Es fehlt, wie üblich, die Balance.
Auch zeigt sich einmal mehr, dass die Handlung dann sehr vorhersehbar ist. Denn es ist von Anfang an klar, dass die Story, gemäß Genrekonventionen, nicht zulässt, dass die Helden einen großen Vorteil erhalten. Stattdessen sieht man entsprechend, dass die Protagonisten erneut von Zombies verfolgt werden und einmal mehr Charaktere ins Gras beißen.
Das Schlimme ist, der Großteil der Figuren, die hier stirbt, einem egal sind. Es gibt eine einzige Ausnahme, wo sich wirklich zeigt, wie gut es der Reihe getan hätte, hätte sie sich auf wenige handlungstragende Charaktere fokussiert. Anstatt mit jeder neuen Folge neue einzuführen und dafür im Gegenzug einige andere um die Ecke zu bringen.
Immerhin endet die Episode 3 auf einem vielversprechenden Cliffhanger, der noch mal jegliche Hoffnung, die die Figuren eventuell haben könnten, zu Nichte macht. Dennoch bleibt unterm Strich das ernüchternde Fazit, dass auch diese Folge einmal mehr hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt.
Info
Drehbuch: Zeb Wells
Story: Zeb Wells, Bryan Andrews
Showrunner: Bryan Andrews
Regie: Bryan Andrews
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