Sie suchen einen entführten Terraner – der Weg führt in die Dunkelheit
Worum geht es in diesem Roman?
Die Gruppe um Perry Rhodan, Liam Barstow, Megan Ontares und Anzu Gotjian irren im, eigentlich physikalisch unmöglichen Schaft, den sie Tartaros getauft haben, umher um Arion Mbinguni aus den Händen der Kanequa zu retten.
Unterwegs versuchen sie die Geheimnisse der, mit Kreide auf Wände gemalten, Transmittertore zu lösen. Der Schlüssel liegt hier in der Kreide und den Zeichen oder Runen. Vielleicht stoßen sie ja noch auf jemanden, der ihnen dabei helfen kann …
Der Leseeindruck
Nachdem ich doch einige Probleme mit dem Auftaktroman des Chroniden-Zyklus hatte, war dieser Roman doch eine angenehme Abwechslung in Stil und Tonfall. Auch dieser Roman hatte einen actionreichen Auftakt und wechselte dann zu einer ruhigeren Passage mit unseren Serienhelden.
Nicht jeder Autor muss Physiker oder Ingenieur sein, aber wenn Erklärungen zu technischen und oder physikalischen Dingen kommen, dann sollten sie so wie hier von Marie Erikson dann doch stringent und konsistent sein. Sehr angenehm fand ich das die „Mädels“ das Thema magische Kreide dann doch zusammen naturwissenschaftlich gelöst haben. Ja und das bezieht auch die Figur Anzu Gontjian mit ein, die sagen wir mal, nicht nur Freunde im Fandom hat. Berechtigterweise möchte ich da noch hinzufügen. Selbst eine eher als Mary Sue angelegte Figur kann, wenn man ihr den die Chance gibt, durch aus aufblühen.
Ob mich das Setting jetzt vollkommen abgeholt hat? Es hat durch aus vielversprechende Ansätze, aber etwas mehr SF/technikaffine Atmosphäre hätte mir vielleicht doch besser gefallen.
In Summe, eine deutliche Verbesserung und ich bin gespannt, wie es mit der zweiten Hälfte des Doppelromans weitergeht.
Die Punktevergabe
Einstieg (max. 2 Punkte, Koppeln zum Vorgänger, Holt mich der Anfang ab?):
Der Prolog war schmissig und gab noch mal extra Kontext zur Welt. Dann weiter mit der Gruppe um Perry und Co. Es war ein guter Übergang und ich vergebe hier 1,5 Punkte.
Immersion (max. 2 Punkte für einen Roman, der einen die Zeit vergessen lässt):
Die Geschichte hatte eine gute Mischung aus Tempo, Action aber auch Nachdenklicherem und die Seiten flogen dahin. Ich vergebe hier 1,75 Punkte.
Der Sense-of-Wonder Anteil (max. 2 Punkte):
Es werden Erklärungen für die doch strange anmutende Welt gesucht und auch gefunden, bzw. erarbeitet. Das hatte durchaus Hand und Fuß. Ich vergebe hier 1,4 Punkte.
Der Handlungs-Spannungsbogen (Max. 2 Punkte):
Es ist ein Auftaktroman, der aber durchaus auch als eigenständiger Roman funktioniert. Die Handlung fließt und ich vergebe hier 1,5 Punkte.
Ausblick (max. 2 Punkte. Zusammenfassung. Habe ich Lust, weiter zu lesen?):
Das Thema und die Atmosphäre sind nicht ganz mein Leib und Magenthema. Der Cliffhanger ist sehr Perry-typisch, fast schon klassisch. Ich vergebe hier 1,3 Punkte.
Das ergibt in Summe sehr solide 7,45 von 10 Punkten.
Wer neugierig geworden oder vollkommen anderer Meinung ist, dem sei natürlich neben der Lektüre des Romans selbst noch die YouTube-Version der Rezension empfohlen. Oder für Leute mit viel Zeit die anschließende Teelänge.
Info
Autor: Marie Erikson
Cover-Artist: Dominic Beyeler
Erschienen: Freitag, 23. Oktober 2026
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