[Perry Rhodan Mission SOL 11] Neubeginn

Lesezeit circa: 4 Minuten

In der Verbotenen Zone von Susmal – ein System soll initialisiert werden.

Neubeginn
© Pabel-Moewig Verlag KG

Titel: Neubeginn
Autor: Dietmar Schmidt
Titelbild: Dirk Schulz
Erschienen: 31. Oktober 2019

Zur Handlung

Perry Rhodan ist mit der Sol in der Zone rund um das Kolonnenfort aus BAND 5 unterwegs. Es gibt Stress mit den völlig unterlegenen Ksuni. Während die SOL versucht, den Angriffen der Ksuni auszuweichen – nicht weil sie Schaden nehmen könnte, sondern um die Ksuni zu schützen – stellt man fest: Die Raumzeit um das Fort herum artet ins Chaotische aus. Ein Gesetzgeber taucht auf, die NEUBEGINN, und in bekannter Kosmokratenmanier nimmt sie keinerlei Rücksicht auf alles Leben um sie herum. Nachdem ein Heilversuch des Raumes scheitert, beginnt sie, Zustände wie direkt nach Entstehung des Universums herzustellen. Die Raumzeit soll resettet werden.

Roi Danton versucht, im Kollonenfort zumindest soweit wie möglich zu helfen und den Zufluss chaotischer Materie aus dem Kern von EVOLUX zu unterbinden. Dies gelingt. Dennoch muss Perry mit der SOL und den verbliebenen Chaosschiffen gegen die NEUBEGINN vorgehen. Denn es steht nicht nur die SOL auf dem Spiel, auch die Ksuni sind vom Tod bedroht. Ihr Sonnensystem liegt in der betroffenen Zone und würde ausgelöscht werden. Am Ende gibt es sowas wie ein Happy End. Oder auch nicht.

Ungeordnete Gedanken zum Heft

Herrlicher Roman. Langsam ergibt alles einen Sinn. Die losen Fäden werden aufgenommen und teils verwoben. Genial dazu der Kniff, am Beginn eines jeden Kapitels einerseits die Eoracten-Propaganda und andererseits Rois Sicht der Dinge zu schildern.

Es war also Eorac, der damals die Protochaotische Zelle nach EVOLUX brachte. Er hat 12 Millionen Jahre überlebt. War vom Chaos wohl übernommen. Und lebt seit 2 Millionen Jahren in der Zelle. Er war es, der zur Mission der SOL führte, er sollte befreit werden. Gleichzeitig sollte die SOL dazu dienen, die chaotische Raumzeit in Tare-Scharm zu verbreiten. Ergo: Die Negasphäre in Tare-Scharm, die vor 20 Millionen Jahren als besiegt galt, soll wieder entstehen.

Das sind echt extrem große Geschütze, die Kai Hirdt als Kopf hinter dieser geilen Miniserie auffahren lässt. Und Stoff, der eigentlich schon für einen 50-100 Hefte-Zyklus als Background ausgereicht hätte. Wobei diese vorliegende komprimierte Form mir weit besser gefällt. Es ist sogar genug Raum für Charakterentwicklungen geblieben.

Mahlia Meyun darf in „Neubeginn“ endlich über sich selber hinauswachsen. ENDLICH! Sie agiert während eines Kommandoeinsatzes überlegen, lässt die nur theoretisch an Kämpfe gewöhnten Elitetruppen von Roi Danton alt aussehen. Und als sie an Bord des Forts endlich den Killer ihres Weggefährten aus Mission Sol 5 begegnet – DAS war klasse. Schön, dass sie Gnade walten ließ und selber erkannt hat, wohin sie ein Mord führen würde. Ihr Trauma dürfte damit weitestgehend gelöst sein. Gut gemacht. Schade nur, dass wir von ihr wohl nichts mehr lesen werden nach der Miniserie.

Der Einbau von Chaostechnik in die SOL war mir doch einen Tick zu schnell vonstatten gegangen. Selbst mit Roi Dantons Wissen um die Chaostechnik scheint mir die Zeitspanne von etwas weniger als einem Tag doch sehr kurz. Schadet dem Heft dann aber auch nicht.

Mein Fazit

Ich könnte jetzt noch vieles zu „Neubeginn“ schreiben, was aber am Ende nur auf eines hinausläuft: Es ist verdammt gut. Auch hinsichtlich Stil. Und spannend sowieso. Selbst der vorhersehbare Cliffhanger am Ende kam aus unerwarteter Richtung. Ich hatte nicht damit gerechnet, nochmal etwas von Curcaryen Varantir zu lesen. Gute Arbeit, vom Exposé und von Dietmar Schmidt.

Bitte MEHR von dieser Serie!

In zwei Wochen endet Mission SOL. Und ich hoffe so sehr, dass es eben NICHT endet. Nicht wegen der SOL an sich, mit diesem Konstrukt bin ich nicht wirklich Freund. Noch nicht. Aber wegen der Art, wie die Miniserie präsentiert wurde. Hohes Tempo, viele Hammer-Momente, stets eine gesunde Mischung aus Action und ruhigen Phasen. Ich wittere, HOFFE auf entweder eine weitere Miniserie von Kai zur SOL – oder möglicherweise sogar eine eigene Serie, die auf mehr als nur 12 Hefte ausgelegt wird.

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Mario Staas

Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.
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Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.

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